Preis Junge Historiker 2018 RGDie Freude war groß, als die Vertreter des Wahlkurses bilinguale Geschichte bei der Preisverleihung zum Wettbewerb „Junge Historiker“ des historischen Vereins Ingolstadt als Letzte aufgerufen wurden. Denn das bedeutete, dass sie den mit 400 Euro dotierten ersten Preis aus der Hand von Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel im Rathaus entgegennehmen durften.
Unter der Regie von Markus Schirmer hatte der Wahlkurs sich bereits im Schuljahr 2016/17 daran gemacht, mehr über die Opfer des Ersten Weltkriegs aus den Reihen der Reuchlin-Schüler und –LeIMG 20180703 213911hrer in Erfahrung zu bringen. Die auf der Gedenktafel verewigten Namen bekamen durch Forschungen im Stadtarchiv Kontur. Eine erläuternde Tafel auf Deutsch und Englisch wurde im Hauptgebäude installiert. Mit viel größerem Aufwand wurde zudem eine App programmiert, bei der in einem Spiel im fiktiven Rahmen einige der Personen und Schauplätze in Ingolstadt zum virtuellen Leben erwachen. Technischen Support leistete hier Thomas Fastenmeier, aber auch ein Geschichtslehrer der Kitsilano Secondary School in Vancouver per skype-Sitzungen. 2016 hatten wir nämlich dort die entsprechende App im Einsatz im Unterricht erleben dürfen – und damit war die Idee für das Projekt bei Markus Schirmer geboren. Etwa 20 Schülerinnen und Schüler waren daran beteiligt, die sich jetzt über personalisierte Urkunden und das Preisgeld freuen dürfen.


 

England2018 1Von ihrer sportlichen Seite zeigten sie sich beim Power-Workout im St. James’s Park, ihr politisches Engagement bewiesen sie bei einer Demonstration von Brexit-Gegnern vor den Houses of Parliament. Von ihrer schönsten Seite lernten sie die südenglische Landschaft beim Erklimmen der Kreidefelsen der Seven Sisters und bei der Wanderung entlang der Kliffküste bis zur Landspitze Beachy Head kennen. Die 24 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen verbrachten eine aufregende und abwechslungsreiche Woche im Süden Englands. Neben den Ausflügen nach London, Eastbourne und Brighton ermöglichte ihnen auch der Alltag in den Gastfamilien wertvolle Einblicke in den britischen Way of Life.

Diana Kulzer


 

Literaturwettbewerb2018Über gleich drei Preise beim 25. Schülerschreibwettbewerb der Stadt Ingolstadt im Rahmen der Literaturtage 2018 dürfen wir uns freuen: In der Altersgruppe I (4. bis 6. Klasse) erreichte Luna Kröber (Theaterklasse 5b) den zweiten Platz. Denselben belegte Lukas Ziel (Q11) in der Altersgruppe III (10. bis 12. Klasse), wohingegen Margherita Ragucci (Q11) ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen durfte. Herzlichen Glückwunsch!

Christian Albert

 

 

 

Zwei Siegertexte gibt es hier zum Nachlesen:
Luna Kröber: Dämonen überlisten leicht gemacht!
Margherita Ragucci: Schlaf, Kindlein, schlaf


 

Erzähltheaterkunst hautnah erleben

Baesecke Bild 2018Auch dieses Schuljahr durften wir den Tassilo-Preisträger Jörg Baesecke wieder an unserer Schule begrüßen. Mit im Gepäck hatte er für unsere Fünftklässler ein buntes Repertoire aus Sagen, Märchen und Balladen. Mit eindrücklichen und zum Teil einfachsten Mitteln brachte er die vielfältigen Erzählstoffe auf den Punkt und versetzte die Kinder der 5. Jahrgangsstufe so manches Mal ins Staunen. Den Schülerinnen und Schülern bot er ein Potpourri aus sehr anschaulich erzählten Geschichten begleitet von Formen und Figuren aus Papier, Bilderfolgen sowie animierten Alltagsgegenständen. So ließ er das Erzählte noch lebendiger werden. Mit der kleinsten Bühne der Welt entführte Jörg Baesecke alle Zuschauer für einen kurzweiligen Moment in eine andere Welt, in welcher die Fantasie beflügelt und ein großes Zaubermittel unserer Zeit wiederentdeckt wurde: das Erzählen von Geschichten!

Text: Melanie Drexler; Bild: Ruth Reindl


 

brandlMdB Dr. Reinhard Brandl im Gespräch mit der Q12

Lässt sich Stabilität in Krisenregionen exportieren? Und wie, wenn nicht nur die USA sowie die Türkei bisherige Bündnissysteme zu destabilisieren drohen - sondern auch die EU instabile Zeiten erlebt, wie der Brexit oder der katalanische Separatismus zeigen? Die Antworten der deutschen Regierung auf internationale Krisen diskutierte Reinhard Brandl, ein ausgewiesener Experte für Sicherheitspolitik, am 9. März mit Schülerinnen und Schülern der Q12, die engagiert und kenntnisreich die Gelegenheit ergriffen, einen Mandatsträger zur aktuellen Lage Deutschlands und der Welt befragen zu können.

 


 

Mathe mal anders – das P-Seminar von Herrn Schweiger besucht die TU in Garching

TU Garching201809.11.17. Donnerstag. 08:45 Uhr. Statt sich, nach alter Gewohnheit, auf den Weg in die Schule zu machen und sich jetzt noch halb verschlafen in die zweite Unterrichtsstunde zu setzen, sah der Morgen heute etwas anders aus. Der Hauptbahnhof Ingolstadt war der heutige Treffpunkt unserer Gruppe. Der morgendliche Trubel der Arbeiter ist schon etwas abgeflaut, dennoch wäre unbelebt wohl kaum der passende Ausdruck. Herr Schweiger beginnt nochmal nachzuzählen, ob denn auch alle da sind und schon geht’s los. „Gleis 2, der Zug geht um 9 Uhr los“, und die Schülertruppe tritt in das in Morgenlicht getauchte Bahnhofsgelände. Nach einer Stunde sind wir endlich angekommen, naja an der Zwischenstation jedenfalls. Die 14 – köpfige Gruppe scharrt sich in der Münchner Bahnhofshalle um Herrn Schweiger, auf dem Weg zur U-Bahn nach Garching. Nach einer guten halben Stunden haben wir unser Ziel erreicht: Die technische Universität Garching.

maarAuf Einladung des Lehrstuhls für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur war die Theaterklasse 5b am 26. Januar zu Gast in der Eichstätter Universitätsbibliothek. Dort wurden die Kinder von Kristina Schmitt und ihren Kolleginnen durch die interaktive Ausstellung "Paul Maar und seine Helden" geführt: In Kleingruppen durften sie blaue Wunschpunkte beschriften, sich aus einer großen Kiste Kostüme wählen und in Rollen schlüpfen, bekamen in einem orientalisch anmutenden Märchenzelt aus dem berühmtesten Buch des Schriftstellers vorgelesen und lösten ein Rätsel, dessen Antworten auf den Schautafeln in Bildern und Wortspielen versteckt waren. Dazwischen gab es Ausschnitte aus der Sams-Verfilmung zu sehen – und zur Stärkung wurden belegte Brötchen, Getränke und Schokolade gereicht. Fast hatte man den Eindruck, das Sams persönlich habe uns für einige Stunden alle Wünsche erfüllt.

Christian Albert


 

Tischtennis 2018Beilngries (ebk) Im Vorjahr hatte es für die Schüler des Reuchlin-Gymnasiums beim Bezirksfinale im Tischtennis hinter Gastgeber Bad Aibling nur zu Platz zwei gereicht. In diesem Jahr gelang dem Reuchlin-Team in der Altersklasse Jungen II durch zwei sichere Siege der Sprung an die oberbayerische Spitze.
Zum Auftakt gab es ein klares 9:0 gegen die Realschule Beilngries. Nachdem auch das Staffelsee-Gymnasium aus Murnau mit 8:1 gegen die Gastgeber gewonnen hatte, kam es im letzten Duell zwischen den Ingolstädtern und den Schülern aus Murnau zu einem echten Endspiel. Auch hier behielten die Reuchlin-Schüler trotz einzelner umkämpfter Spiele mit einem ungefährdeten 6:3 die Oberhand. Als nächster Wettkampf steht das Qualifikationsturnier zum Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ auf dem Programm, bei dem das Reuchlin-Gymnasium auf die Bezirkssieger aus Niederbayern, Schwaben und den Stadtsieger aus München trifft.


 

Sally Perel, der „Hitlerjunge Salomon“, zu Gast am Reuchlin

perel3Im Frühsommer 1941 steht der sechzehnjährige Sally Perel in einem Wald bei Minsk einem Wehrmachtssoldaten gegenüber; „wie festgenagelt“. Angst und Anspannung lähmen ihn, nur wenig entfernt hört man die Schüsse der Einsatzgruppen, die alle Juden, die den Deutschen in die Hände fallen, sofort ermorden. In diesem Moment erinnert sich der jüdische Sally an den Abschied von seiner Mutter: „Sally, geh!“ Du sollst leben.“ Josef Perjell sei er, vermeldet er dem Soldaten, ein Volksdeutscher. Das Wunder geschieht, man glaubt ihm.
Gebannt verfolgen die Schülerinnen und Schüler der Q11 am 30. November der Schilderung des heute 92-jährigen Sally Perel. Sie sind so alt, wie er es damals war. Und sie erfahren aus erster Hand die existenzielle Bedrohung des jüdischen Jungen, die der inzwischen alte Herr lebhaft vergegenwärtigen kann. Genauso wie sein Dilemma, das entsteht, als „Jupp“ erst als Dolmetscher zur Wehrmacht und dann in ein Internat der Hitlerjugend nach Braunschweig gerät. Dort kann sich nicht mal er dem „tröpfelnden Gift“ der Nazi-Ideologie ganz entziehen, so erzählt er. Doch ständig quält ihn auch die Angst, seiner Beschneidung wegen als Jude enttarnt zu werden. Die Sehnsucht nach seinen Eltern treibt ihn Weihnachten 1943 nach Lodz, wo er sie im Ghetto zu finden hofft. Ausgehungerte Gestalten und gefrorene Leichen erspäht er durch den Zaun. Mutter, Vater und seine Schwester sieht er nie wieder, sie wurden Opfer des mörderischen NS-Rassismus.
Sally Perel, der heute in Israel lebt, kann eine ganz besondere Geschichte erzählen: die vom unbedingten Recht auf das Leben; und damit die der moralischen Pflicht, eine Wiederholung der Geschichte mit aller Macht zu verhindern. Für den bewegenden Vortrag danken die Zuhörerinnen und Zuhörer des Reuchlin Sally Perel und wünschen ihm שלום (Schalom).


 

huml

Eine ganz besondere Unterrichtsstunde erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml stellte eine neue App zum Hörschutz vor. „Earaction“ kann genutzt werden, um Lautstärken zu messen und die Auswirkungen auf das Gehör zu testen. Als Ärztin appellierte sie fachkundig an die Schülerinnen und Schüler, auf ihr Gehör zu achten.
Interessante Einblicke in die physikalischen Hintergründe erklärte der Entwickler der App, Prof. Bernhard Kurz von der Hochschule München, äußerst anschaulich.
Auf den schuleigenen I-Pads wurde die App einem Praxistest unterworfen, indem die Lautstärken von Klavier, Trompete, E-Gitarre und Schlagzeug „gemessen“ wurden.
Die Gesundheitsministerin zeigte viel Verständnis für die Jugendlichen: „Manchmal braucht man Musik auch laut, aber ein Dauerzustand sollte es nicht sein.“