Zehrer 2018

Klaus Cäsar Zehrer liest aus seinem Roman Das Genie

Sucht man im Internet nach den intelligentesten Menschen, die je gelebt haben, stößt man schnell auf Namen wie Albert Einstein oder auch Leonardo da Vinci. Aber die Rangliste führt ein anderer an, von dem die meisten bislang nie gehört haben: William James Sidis. Seine Lebensgeschichte hat Klaus Cäsar Zehrer – nach langjähriger Recherche – zu einem dicken Roman verarbeitet, aus dem er am 7. November 2018 vor der Jahrgangsstufe 11 vorlas. Schon zum zweiten Mal war Zehrer mit seinem Debüt zu Gast am Reuchlin – und wieder wurde er von den Jugendlichen herzlich willkommen geheißen und befragt, denn dieses Wunderkind und seine Biographie faszinieren – und entpuppen sich als überraschend zeitlos.

Christian Albert


 

DSCN4258„Wir holen den Pegalogos!“ Mit diesem Vorsatz hatten sich am Ende des vergangenen Schuljahres die Griechischschüler der jetzigen 9a daran gemacht, ein Konzept für ein Projekt zu entwickeln, das beim Pegalogos-Wettbewerb eingereicht werden konnte. Dabei handelt es sich um einen Wettbewerb, der sich an Schüler, die Griechisch lernen, richtet. Am Ende waren die Schüler sehr stolz über ihr Produkt, eine virtuelle Reise durch griechische Landschaften, auf der mit Hilfe von Podcasts über Wissens- und Sehenswertes informiert wird.

Es folgte prompt die Einladung zur Preisverleihung. Diese fand in den Räumen der Glyptothek in München in sehr feierlichem Rahmen statt. Auch wenn unsere Gruppe keinen der ersten Preise gewann, wurde sie mit einer Urkunde geehrt. Die Schüler dürfen sich sehr darüber freuen, da sie als jüngste Teilnehmer mit fast ausschließlich Oberstufenschülern konkurrierten.

Sonja Schranner


 

Preis Junge Historiker 2018 RGDie Freude war groß, als die Vertreter des Wahlkurses bilinguale Geschichte bei der Preisverleihung zum Wettbewerb „Junge Historiker“ des historischen Vereins Ingolstadt als Letzte aufgerufen wurden. Denn das bedeutete, dass sie den mit 400 Euro dotierten ersten Preis aus der Hand von Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel im Rathaus entgegennehmen durften.
Unter der Regie von Markus Schirmer hatte der Wahlkurs sich bereits im Schuljahr 2016/17 daran gemacht, mehr über die Opfer des Ersten Weltkriegs aus den Reihen der Reuchlin-Schüler und –LeIMG 20180703 213911hrer in Erfahrung zu bringen. Die auf der Gedenktafel verewigten Namen bekamen durch Forschungen im Stadtarchiv Kontur. Eine erläuternde Tafel auf Deutsch und Englisch wurde im Hauptgebäude installiert. Mit viel größerem Aufwand wurde zudem eine App programmiert, bei der in einem Spiel im fiktiven Rahmen einige der Personen und Schauplätze in Ingolstadt zum virtuellen Leben erwachen. Technischen Support leistete hier Thomas Fastenmeier, aber auch ein Geschichtslehrer der Kitsilano Secondary School in Vancouver per skype-Sitzungen. 2016 hatten wir nämlich dort die entsprechende App im Einsatz im Unterricht erleben dürfen – und damit war die Idee für das Projekt bei Markus Schirmer geboren. Etwa 20 Schülerinnen und Schüler waren daran beteiligt, die sich jetzt über personalisierte Urkunden und das Preisgeld freuen dürfen.


 

England2018 1Von ihrer sportlichen Seite zeigten sie sich beim Power-Workout im St. James’s Park, ihr politisches Engagement bewiesen sie bei einer Demonstration von Brexit-Gegnern vor den Houses of Parliament. Von ihrer schönsten Seite lernten sie die südenglische Landschaft beim Erklimmen der Kreidefelsen der Seven Sisters und bei der Wanderung entlang der Kliffküste bis zur Landspitze Beachy Head kennen. Die 24 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen verbrachten eine aufregende und abwechslungsreiche Woche im Süden Englands. Neben den Ausflügen nach London, Eastbourne und Brighton ermöglichte ihnen auch der Alltag in den Gastfamilien wertvolle Einblicke in den britischen Way of Life.

Diana Kulzer


 

Literaturwettbewerb2018Über gleich drei Preise beim 25. Schülerschreibwettbewerb der Stadt Ingolstadt im Rahmen der Literaturtage 2018 dürfen wir uns freuen: In der Altersgruppe I (4. bis 6. Klasse) erreichte Luna Kröber (Theaterklasse 5b) den zweiten Platz. Denselben belegte Lukas Ziel (Q11) in der Altersgruppe III (10. bis 12. Klasse), wohingegen Margherita Ragucci (Q11) ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen durfte. Herzlichen Glückwunsch!

Christian Albert

 

 

 

Zwei Siegertexte gibt es hier zum Nachlesen:
Luna Kröber: Dämonen überlisten leicht gemacht!
Margherita Ragucci: Schlaf, Kindlein, schlaf


 

brandlMdB Dr. Reinhard Brandl im Gespräch mit der Q12

Lässt sich Stabilität in Krisenregionen exportieren? Und wie, wenn nicht nur die USA sowie die Türkei bisherige Bündnissysteme zu destabilisieren drohen - sondern auch die EU instabile Zeiten erlebt, wie der Brexit oder der katalanische Separatismus zeigen? Die Antworten der deutschen Regierung auf internationale Krisen diskutierte Reinhard Brandl, ein ausgewiesener Experte für Sicherheitspolitik, am 9. März mit Schülerinnen und Schülern der Q12, die engagiert und kenntnisreich die Gelegenheit ergriffen, einen Mandatsträger zur aktuellen Lage Deutschlands und der Welt befragen zu können.

 


 

Sally Perel, der „Hitlerjunge Salomon“, zu Gast am Reuchlin

perel3Im Frühsommer 1941 steht der sechzehnjährige Sally Perel in einem Wald bei Minsk einem Wehrmachtssoldaten gegenüber; „wie festgenagelt“. Angst und Anspannung lähmen ihn, nur wenig entfernt hört man die Schüsse der Einsatzgruppen, die alle Juden, die den Deutschen in die Hände fallen, sofort ermorden. In diesem Moment erinnert sich der jüdische Sally an den Abschied von seiner Mutter: „Sally, geh!“ Du sollst leben.“ Josef Perjell sei er, vermeldet er dem Soldaten, ein Volksdeutscher. Das Wunder geschieht, man glaubt ihm.
Gebannt verfolgen die Schülerinnen und Schüler der Q11 am 30. November der Schilderung des heute 92-jährigen Sally Perel. Sie sind so alt, wie er es damals war. Und sie erfahren aus erster Hand die existenzielle Bedrohung des jüdischen Jungen, die der inzwischen alte Herr lebhaft vergegenwärtigen kann. Genauso wie sein Dilemma, das entsteht, als „Jupp“ erst als Dolmetscher zur Wehrmacht und dann in ein Internat der Hitlerjugend nach Braunschweig gerät. Dort kann sich nicht mal er dem „tröpfelnden Gift“ der Nazi-Ideologie ganz entziehen, so erzählt er. Doch ständig quält ihn auch die Angst, seiner Beschneidung wegen als Jude enttarnt zu werden. Die Sehnsucht nach seinen Eltern treibt ihn Weihnachten 1943 nach Lodz, wo er sie im Ghetto zu finden hofft. Ausgehungerte Gestalten und gefrorene Leichen erspäht er durch den Zaun. Mutter, Vater und seine Schwester sieht er nie wieder, sie wurden Opfer des mörderischen NS-Rassismus.
Sally Perel, der heute in Israel lebt, kann eine ganz besondere Geschichte erzählen: die vom unbedingten Recht auf das Leben; und damit die der moralischen Pflicht, eine Wiederholung der Geschichte mit aller Macht zu verhindern. Für den bewegenden Vortrag danken die Zuhörerinnen und Zuhörer des Reuchlin Sally Perel und wünschen ihm שלום (Schalom).