Lit wettbewerb„24. Dezember“ – so lautete das Thema des 1. Literaturwettbewerbs, zu dem am Gymnasium Gaimersheim das P-Seminar unter der Leitung von Hans-Peter Schneider aufgerufen hatte. Im Sammelband „24. Dezember – zwischen Adventschaos und Weihnachtsfreude“ sind alle ausgewählten Einreichungen vereint.
In diesem Buch finden sich auch drei Texte aus dem Reuchlin-Gymnasium: Wir gratulieren ganz herzlich Florian Mändl (8b), Isabelle Mamikonian (8a) und Julia Rieger (9a), die am 7. Dezember in feierlichem Rahmen aus ihren preisgekrönten Geschichten vortragen durften. „Maltes Fall 2412“ von Julia Rieger gibt es hier zum Nachlesen.

Christian Albert

  


 

FranceMobilWährend der Nikolaus unserer SMV eifrig kleine Geschenke in den Klassenzimmern verteilte, hatten die 7. Klassen am 6. Dezember die Möglichkeit, mit Hilfe des FranceMobils erste Erfahrungen mit der französischen Sprache zu sammeln. Dieses Programm wurde 2002 von der Robert Bosch Stiftung und der Französischen Botschaft in Berlin ins Leben gerufen. Léa Chouin, Lektorin des FranceMobils, gelang es, den Schülerinnen und Schülern spielerisch die Angst vor der neuen Sprache zu nehmen. Und so waren alle mit Begeisterung bei der Sache, als sie das soeben Gelernte mithilfe von Spielen und frankophoner Musik anwenden durften.
Les sports, les couleurs, « je m’appelle… » – pas de problème pour nos élèves !

  


 

vorlese2018Schweißnasse Hände und nervöses Gekicher – die Aufregung war den acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Klassen 6a, 6b, 6c und 6d am Schulentscheid des diesjährigen Vorlesewettbewerbs deutlich anzumerken.
Nachdem alle ihre vorbereitete Textstelle sicher und mitreißend vorgetragen hatten, kam die große Herausforderung: einen unbekannten Auszug aus Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ möglichst fehlerfrei und spannend vorzulesen. Auch diese Hürde meisterten die Klassensieger mit Bravour.
Schnell kam die Jury bestehend aus den Deutschlehrerinnen und –lehrern der 6. Jahrgangsstufe und der letztjährigen Schulsiegerin Clara Schirmböck (7d) dann zu einer Entscheidung:
Wir gratulieren herzlich dem Drittplatzierten Benedikt Hörner (6d), der Zweitplatzierten Mirella Feldmann (6b) und unserer neuen Schulsiegerin Eva Schiemenz (6b) zur ihren tollen Leistungen. Auch drücken wir Eva Schiemenz, die beim Stadtentscheid das Reuchlin-Gymnasium vertreten wird, fest die Daumen.

Carolin Hagl

 


 

freundschaftFür die Produktion Mein seltsamer Freund Walter übernahmen die 32 Theaterkinder der Klassen 5b und c nicht nur die Patenschaft (sodass sie eine Probe mit anschließendem Gespräch besuchen durften), sondern sie waren zugleich Ingolstadts erste Premierenklasse: Am Abend des 1. Dezember nahmen sie in der Werkstatt des Jungen Theaters die ersten Reihen in Beschlag – ganz nah an der Bühne und am Geschehen. Danach gab es, vorbereitet von der Theatervermittlerin Linda Thaller, noch eine Überraschung: Premierenurkunden und eine weitere Begegnung mit den Schauspielern, die den Theaterkindern – passend zum Thema des Stücks – für ihr Klassenzimmer eine bunte, im Unterricht weiter zu ergänzende Collage zur Frage Was ist Freundschaft? überreichten.

Christian Albert
Foto: Bernadette Wildegger, Stadttheater Ingolstadt

 


 

Paketaktion2018Auch in diesem Jahr beteiligte sich das Reuchlin-Gymnasium wieder an der Weihnachtspäckchen-Aktion des Round-Tables. Bereits im November wurden Pakete geschnürt, die Mädchen und Jungen unterschiedlichsten Alters in den ärmsten Regionen Osteuropas an Weihnachten ein Funkeln in die Augen zaubern sollen. Dieser Weihnachtspäckchenkonvoi konnte in diesem Jahr 215 Pakete aus dem Reuchlin mitnehmen. Das heißt, von Jahr zu Jahr können wir mehr Kindern helfen. Waren es 2016 noch knapp 100 Päckchen konnten wir in diesem Jahr mehr als doppelt so viel mitschicken. Vielen Dank für das großzügige und fleißige Päckchenpacken! Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!
 
Ruth Reindl und Felix Schweiger

 


 

vorlesetag1Am 16. November fand bundesweit der Vorlesetag 2018 statt. Aus diesem Anlass überraschte der Profilkurs Theater und Film (Q11/12) mit einer besonderen Performance: Vor Unterrichtsbeginn stieß man – trotz eisiger Kälte – schon auf den Treppen zum Erweiterungsbau sowie im Schulhof auf edel Gekleidete, die so in ihre Lektüre vertieft waren, dass niemand sie stören konnte. Auch das Erdgeschoss und der Aufgang im Altbau war voller Lesender, die sich sogar den Aufzug, die Spinde und eine Glasvitrine erobert hatten. Allen waren symbolisch ihre äußeren Sinne mit Mull verbunden: Wenn wir lesend in fremde Welten eintauchen, verwandeln wir uns, sprechen, hören, sehen, riechen und fühlen nicht mehr selbst, sondern durch die literarischen Figuren.
Christian Albert

 


 

IMG 2773„Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ – so lautet der deutsche Titel des mittlerweile im Französischunterricht sehr gern gelesenen Romans des Schriftstellers Eric-Emmanuel Schmitt, dessen Theateradaptation die Klasse F10b und die Französischkurse der Oberstufe am 19. November 2018 im Stadttheater Ingolstadt in Originalsprache sahen.
Das von der American Drama Group in Kooperation mit TNT Théâtre aufgeführte Stück bestach durch seine schülerfreundliche Darbietung des Entwicklungsromans, der die Geschichte des jüdischen Jungen Moïse und dessen Freundschaft mit dem türkischen Lebensmittelhändler Monsieur Ibrahim erzählt:
Paris, les années 60. Moïse, un garçon juif de douze ans, devient l’ami du vieil épicier arabe de la rue Bleue pour échapper à une famille sans amour. Mais les apparences sont trompeuses: Monsieur Ibrahim n’est pas arabe, la rue Bleue n’est pas bleue et la vie ordinaire peut-être pas si ordinaire… Comment échapper à la solitude, à la malédiction du malheur? Comment apprendre à sourire?
Text: Diana Kulzer, Foto: Gaspard Legendre

 


 

glei1Ihre erste Reise als Gymnasiasten erleben die 5.-Klässler des Reuchlin-Gymnasiums in Form der obligatorischen Fahrt ins Schullandheim nach Gleißenberg in der Oberpfalz. In diesen Tagen steht natürlich kein normaler Unterricht auf dem Programm, vielmehr sind hier Spiel, Sport und Spaß im Freien, sofern das Wetter mitspielt, angesagt. Die „Kleinen“ sammeln in der Obhut ihrer Tutoren und Lehrer viele neue Eindrücke und lernen sich außerhalb des normalen Schulbetriebs von einer ganz anderen Seite kennen. Zudem üben sie ihre Sozialkompetenz in einem gelungenen Miteinander, was – zurück in der Schule – den Klassenzusammenhalt ebenso stärkt wie das individuelle Selbstbewusstsein der Kinder.

 


 

Zehrer 2018

Klaus Cäsar Zehrer liest aus seinem Roman Das Genie

Sucht man im Internet nach den intelligentesten Menschen, die je gelebt haben, stößt man schnell auf Namen wie Albert Einstein oder auch Leonardo da Vinci. Aber die Rangliste führt ein anderer an, von dem die meisten bislang nie gehört haben: William James Sidis. Seine Lebensgeschichte hat Klaus Cäsar Zehrer – nach langjähriger Recherche – zu einem dicken Roman verarbeitet, aus dem er am 7. November 2018 vor der Jahrgangsstufe 11 vorlas. Schon zum zweiten Mal war Zehrer mit seinem Debüt zu Gast am Reuchlin – und wieder wurde er von den Jugendlichen herzlich willkommen geheißen und befragt, denn dieses Wunderkind und seine Biographie faszinieren – und entpuppen sich als überraschend zeitlos.

Christian Albert


 

DSCN4258„Wir holen den Pegalogos!“ Mit diesem Vorsatz hatten sich am Ende des vergangenen Schuljahres die Griechischschüler der jetzigen 9a daran gemacht, ein Konzept für ein Projekt zu entwickeln, das beim Pegalogos-Wettbewerb eingereicht werden konnte. Dabei handelt es sich um einen Wettbewerb, der sich an Schüler, die Griechisch lernen, richtet. Am Ende waren die Schüler sehr stolz über ihr Produkt, eine virtuelle Reise durch griechische Landschaften, auf der mit Hilfe von Podcasts über Wissens- und Sehenswertes informiert wird.

Es folgte prompt die Einladung zur Preisverleihung. Diese fand in den Räumen der Glyptothek in München in sehr feierlichem Rahmen statt. Auch wenn unsere Gruppe keinen der ersten Preise gewann, wurde sie mit einer Urkunde geehrt. Die Schüler dürfen sich sehr darüber freuen, da sie als jüngste Teilnehmer mit fast ausschließlich Oberstufenschülern konkurrierten.

Sonja Schranner


 

England2018 1Von ihrer sportlichen Seite zeigten sie sich beim Power-Workout im St. James’s Park, ihr politisches Engagement bewiesen sie bei einer Demonstration von Brexit-Gegnern vor den Houses of Parliament. Von ihrer schönsten Seite lernten sie die südenglische Landschaft beim Erklimmen der Kreidefelsen der Seven Sisters und bei der Wanderung entlang der Kliffküste bis zur Landspitze Beachy Head kennen. Die 24 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen verbrachten eine aufregende und abwechslungsreiche Woche im Süden Englands. Neben den Ausflügen nach London, Eastbourne und Brighton ermöglichte ihnen auch der Alltag in den Gastfamilien wertvolle Einblicke in den britischen Way of Life.

Diana Kulzer


 

brandlMdB Dr. Reinhard Brandl im Gespräch mit der Q12

Lässt sich Stabilität in Krisenregionen exportieren? Und wie, wenn nicht nur die USA sowie die Türkei bisherige Bündnissysteme zu destabilisieren drohen - sondern auch die EU instabile Zeiten erlebt, wie der Brexit oder der katalanische Separatismus zeigen? Die Antworten der deutschen Regierung auf internationale Krisen diskutierte Reinhard Brandl, ein ausgewiesener Experte für Sicherheitspolitik, am 9. März mit Schülerinnen und Schülern der Q12, die engagiert und kenntnisreich die Gelegenheit ergriffen, einen Mandatsträger zur aktuellen Lage Deutschlands und der Welt befragen zu können.

 


 

Sally Perel, der „Hitlerjunge Salomon“, zu Gast am Reuchlin

perel3Im Frühsommer 1941 steht der sechzehnjährige Sally Perel in einem Wald bei Minsk einem Wehrmachtssoldaten gegenüber; „wie festgenagelt“. Angst und Anspannung lähmen ihn, nur wenig entfernt hört man die Schüsse der Einsatzgruppen, die alle Juden, die den Deutschen in die Hände fallen, sofort ermorden. In diesem Moment erinnert sich der jüdische Sally an den Abschied von seiner Mutter: „Sally, geh!“ Du sollst leben.“ Josef Perjell sei er, vermeldet er dem Soldaten, ein Volksdeutscher. Das Wunder geschieht, man glaubt ihm.
Gebannt verfolgen die Schülerinnen und Schüler der Q11 am 30. November der Schilderung des heute 92-jährigen Sally Perel. Sie sind so alt, wie er es damals war. Und sie erfahren aus erster Hand die existenzielle Bedrohung des jüdischen Jungen, die der inzwischen alte Herr lebhaft vergegenwärtigen kann. Genauso wie sein Dilemma, das entsteht, als „Jupp“ erst als Dolmetscher zur Wehrmacht und dann in ein Internat der Hitlerjugend nach Braunschweig gerät. Dort kann sich nicht mal er dem „tröpfelnden Gift“ der Nazi-Ideologie ganz entziehen, so erzählt er. Doch ständig quält ihn auch die Angst, seiner Beschneidung wegen als Jude enttarnt zu werden. Die Sehnsucht nach seinen Eltern treibt ihn Weihnachten 1943 nach Lodz, wo er sie im Ghetto zu finden hofft. Ausgehungerte Gestalten und gefrorene Leichen erspäht er durch den Zaun. Mutter, Vater und seine Schwester sieht er nie wieder, sie wurden Opfer des mörderischen NS-Rassismus.
Sally Perel, der heute in Israel lebt, kann eine ganz besondere Geschichte erzählen: die vom unbedingten Recht auf das Leben; und damit die der moralischen Pflicht, eine Wiederholung der Geschichte mit aller Macht zu verhindern. Für den bewegenden Vortrag danken die Zuhörerinnen und Zuhörer des Reuchlin Sally Perel und wünschen ihm שלום (Schalom).