Am Samstag, den 8. Juni trafen sich morgens alle Ungarnfahrer voller Vorfreude am ZOB in Ingolstadt. Als endlich alle Gepäckstücke und Musikinstrumente nach einem schwierigen "Puzzlespiel" verstaut waren, ging es um 7:00 Uhr los und wir waren alle gespannt, was uns in Ungarn erwarten würde.

Leider hatten wir aufgrund des Hochwassers, das uns in Wien einholte, ein paar Probleme. Die Autobahn nach Budapest war gesperrt, was uns dafür eine kleine "Stadtrundfahrt" durch die Hauptstadt Österreichs ermöglichte. Um 20:30 Uhr kamen wir dann müde aber fröhlich in Dunaújváros an und konnten unsere Gastfamilien gleich mit einem herzlichen "Jó estét" (Guten Abend) begrüßen. Das hatten wir bei unserem kleinen Ungarisch-Crash-Kurs im Bus gelernt.

Der nächste Tag wurde mit den Gastfamilien verbracht, um zum Beispiel eine Stadtbesichtigung oder einen Ausflug zum Plattensee zu machen. Diesen Tag ließen dann alle mit dem Bayerisch-Ungarischen Fest ausklingen.

Am Montag fand unser erstes von drei Konzerten statt, für das wir vormittags auch schon geprobt hatten. Auf allen drei Konzerten, die am Montag, Dienstag und Mittwoch jeweils um 17:00 Uhr begannen, haben wir auch das Stück von den Blues Brothers "Shake Your Tail Feather" zusammen mit den ungarischen Schülern aufgeführt. Dazu studierte Isabella Braunreuther aus der Q11 mit Freiwilligen aus unserer Gruppe einen Tanz ein. Das Orchester und die Bigband präsentierten selbstverständlich auf allen drei Konzerten ihre ausgewählten Stücke!

Für den Dienstagvormittag hatten die Gastgeber eine Stadtrallye für uns vorbereitet, an der wir in Gruppen (gemischt aus ungarischen und deutschen Schülern) teilnahmen. An verschiedenen Stationen erfuhren wir vieles über die Stadt Dunaújváros. Natürlich kam dabei der Spaß auch nicht zu kurz. Hervorragende Gulaschsuppe und Palatschinken gefüllt mit Marmelade gab es danach in der Moriczschule.

Am Mittwoch führte uns der erste Ausflug nach Kalocsa, wo wir zuerst ein altes ungarisches Volkshaus besichtigen konnten, in dem auch viele schöne Stickereien ausgestellt waren. Danach erfuhren wir im Paprikamuseum Interessantes über den Paprikaanbau in Kalocsa. Mittags fuhren wir dann zu einer Pferdeshow, in der das Reiten in der Puszta gezeigt wurde. Zum Abschluss dieser Show durften wir noch in einer Pferdekutsche mitfahren.

In Pécs, wohin wir am Donnerstag durch unseren tüchtigen Busfahrer Albert gebracht wurden, nahmen wir an einer Stadtführung teil, die uns nicht nur einen Einblick in das Kulturviertel der Kulturhauptstadt Europas 2010 ermöglichte, sondern uns auch zu der einzigen Moschee in Ungarn führte, bei der Hauptteil und Minarett noch zusammen erhalten sind. Wir haben uns sogar noch die Porzellanmanufaktur von Pécs angesehen. Nach der Führung schlenderten wir in Gruppen durch die Altstadt und nutzten die Gelegenheit, unsere Souvenirs zu erwerben. Viele Schüler kauften sich bei Temperaturen bis zu 30°C auch ein paar Kugeln Eis, das in der Eisdiele VENEZIA angeblich am besten schmeckt.

Am Tag der Abreise wurden zuerst noch die Hymnen von Ungarn und Bayern gesungen, bevor der schwierige und traurige Abschied kam. Es gab einige Tränen, was aber doch bedeutet, dass es allen super gefallen hat!

Zuletzt möchten wir uns noch bei unseren Musiklehrern bedanken, die diese Reise mühevoll organisiert und überhaupt erst möglich gemacht haben! Ganz herzlichen Dank dafür!


Mirjam Bernath (7a) und Florian Schwarzbeck (7b)

Ungarnfahrt2