Die skurrilen Seiten von New York City

New York City ist für viele Menschen immer mit „ The Big Apple“, der „Freiheitsstatue“ oder dem „Central Park“ verbunden, aber New York hat auch echt skurrile Seiten! Wie zum Beispiel der nackte Cowboy vom Times Square, der mittlerweile Millionär ist, dass in New York Flugtickets für Obdachlose verschenkt werden oder dass man für jede Kleinigkeit eine Plastiktüte in die Hand gedrückt bekommt. Ihr werdet euch jetzt denken, dass ich euch auf dem Arm nehmen will, aber das stimmt!
So ist der 45 Jahre alte Robert Burck der meist fotografierte Mensch der Welt und neben der Freiheitsstatue ein wichtiges Aushängeschild von New York City. Er ist der „Nackte Cowboy“ vom Times Square. Seine Arbeitskleidung besteht nur aus einem weißen Unterhöschen, seinem Cowboyhut und Westernstiefeln. So steht er schon seit 17 Jahren am Times Square und spielt dort auf seiner Gitarre Lieder zum Dahinschmelzen. Und so hat es Robert Burck sogar geschafft, Multimillionär zu werden: Er wird nämlich pro Minute bis zu zehntausendmal fotografiert, und wenn ihm jeder Mensch oder Fan dafür einen Euro zusteckt, hat er eine Menge Geld. So einfach kann man sich sein Geld auch verdienen, mit Talent und langer Geduld schafft man es in den USA manchmal sogar bis zum Multimillionär!
Wie vorhin schon erwähnt, verschenkt die Stadtverwaltung von New York City tatsächlich Flugtickets an Obdachlose. Schon seit Jahren versucht man hier gegen die steigenden Obdachlosenzahlen zu kämpfen. Deshalb wird den Obdachlosen nun ein One-Way-Ticket aus New York bezahlt. Die einzige Bedingung ist dabei, dass die Obdachlosen, welche ein solches Ticket bekommen haben, beweisen, dass sie am Zielort angekommen sind, und dass sie von einer Person aufgenommen worden sind und von dieser unterstützt werden. Das alles geschieht, weil eine Unterkunft in der Stadt pro obdachloser Familie über 36.000 $ kostet, dagegen kostet das Ticket z.B. nach Europa oder Asien nur maximal 6000$, was deutlich günstiger ist als die Unterbringung in einem Heim. 2000 Obdachlose bekommen pro Jahr das One-Way-Ticket von der Stadt New York, seitdem das Projekt ins Leben gerufen worden ist.

Plastiktüten! Bei uns in umweltbewussten Deutschland mittlerweile ein heikles Thema: Je weniger Plastiktüten wir benutzen, desto besser. Das sieht in New York City und allgemein in den USA jedoch ganz anders aus. Dort bekommt man wirklich für jedes Kinkerlitzchen einen Plastiktüte, für ein Wasser Flasche bekommt man sogar zwei Tüten, damit eine nicht reißt. Außerdem werden die Tüten immer nur zu einem Drittel befüllt und die restlichen Einkäufe werden dann in die nächste gepackt. Echt seltsam, oder?

Wer hätte gedacht, dass New York so skurril ist?

von Lisa Morgenstern