Ganz neu und "druckfrisch":

 

Der Reuchlin Kurier

Frühjahr 2017 "Amerika"

 

„In God we trust“ – Erste Fakten über die USA
„In God we trust“. Das ist der Wahlspruch der Vereinigten Staaten von Amerika, kurz auch USA, die derzeit von Präsident Donald Trump regiert werden. Trump herrscht mittels eines Präsidialsystems, er erfüllt also die Funktion des Staatsoberhauptes.
Als Amtssprache wird Englisch gesprochen, und die Hauptstadt ist Washington D.C.
Die USA zählen mit rund 9 834 000 km2 und einer Bevölkerungsanzahl von etwa 322 Millionen als der drittgrößte Staat der Welt. Neben den vielen Sehenswürdigkeiten, wie der Golden Gate Bridge, oder dem Yellowstone-Nationalpark – welcher sich auf einem Vulkan befindet – werden die Touristen auch von weltweit bekannten Großstädten wie Las Vegas, Detroit und Los Angeles angezogen.

Amerika logo klein


Weg mit den Post-Its!

Bullet Journaling gegen Zettelchaos

Die Amerikaner scheinen wahre Plannerfanatiker zu sein. Nach dem Trend „Filofaxing“, bei dem es darum ging, Kalender („Planner“) zu gestalten und zu verzieren, dem „Scrapbooking“, bei dem Fotoalben dekoriert und zu Fototagebüchern umgestaltet wurden, geistert seit einiger Zeit eine dritte Erscheinung im World Wide Web umher: Das „Bullet Journaling“.

Bullet Journaling1Zum ersten Mal hörte ich davon, als ich neulich durch die mir vorgeschlagenen Videos bei Youtube scrollte, und einen Clip mit dem Namen „Bullet Journal Set Up“ entdeckte. „Was für ein Ding?“ dachte ich und klickte nichtsahnend das Video an. Ich sah ein Notizbuch mit blauem Umschlag in den Händen einer Frau liegen und wusste nicht, dass in diesem Moment eine große Leidenschaft entstehen sollte. Die Frau erklärte zunächst, sie halte ihr „Bullet Journal“ in den Händen. Du fragst dich jetzt, was ein Bullet Journal ist?
Gar nicht so leicht zu erklären: Es handelt sich hierbei nämlich um die Erfindung des amerikanischen Designers Ryder Carroll, der es satthatte, regelmäßig an der Ordnung seiner Termine, Ziele, Vorhaben etc. zu versagen und in Stapeln an kleinen gelben Klebezetteln zu versinken. So rief er das „Bullet Journal“ ins Leben: Eine Alternative zu konventionellen Kalendern, die maximale Erleichterung des Alltags, Erreichen höchster Produktivität und absolute Zufriedenheit verspricht. Doch wie soll das gehen? Schließlich benutzen z.B. Schüler seit Jahrzehnten ganz normale Hausaufgabenhefte und irgendwie klappt das ja auch.
Das Bullet Journal unterscheidet sich in ein paar ausschlaggebenden Punkten von herkömmlichen Terminkalendern oder Hausaufgabenheften. Der wohl deutlichste Unterschied ist, dass es sich im Grunde genommen nur um ein leeres Notizbuch handelt, in das der Besitzer praktisch sein ganzes Leben eintragen kann. Ein BuJo fungiert quasi als Kalender, Tagebuch, Poesiealbum, Zeichenheft und, und, und… Die leeren Seiten können dabei nach Belieben gestaltet und genutzt werden. In einem Index, den man sich gleich auf der ersten Seite angelegt hat, werden dann die Seitenzahlen und die Verwendungsweise der jeweiligen Seite eingetragen. Dem Benutzer stehen dabei alle Möglichkeiten offen, so kann er beispielsweise auf einer Doppelseite die jeweiligen Wochentage eintragen, die darauffolgende Doppelseite als Tagebuch verwenden und die danach, um Ideen für Weihnachtsgeschenke zu notieren. Gefällt einem die soeben gestaltete Seite nicht, kann einfach auf der nächsten Seite ein neuer Versuch gewagt werden. Das Bullet Journal ist nämlich ein Kalender, der mitwächst.
Ryder Caroll sagte hierzu: „Das Bullet Journaling ist ein analoges System, das dazu designt wurde, die Vergangenheit nachzuverfolgen, die Gegenwart zu organisieren und die Zukunft zu planen.”
Das Schöne daran ist, man kann den Kalender en eigenen Wünsche anpassen: To-do Listen eintragen, die Lieblingsfilme und motivierende Zitate aufschreiben, kleine Erinnerungen einkleben, Seiten verschönern – eigentlich alles, was das Herz begehrt. Hier sei angemerkt, dass sich die Gestaltung auch sehr minimalistisch halten kann und es nicht darum geht, wer am meisten Glitzerpulver auf sein Heft streut. Es geht vielmehr darum, ein individuelles Ordnungssystem zu schaffen, um die Post-its und Klebezettel vollkommen aus dem (Schul-) Alltag zu verbannen.
Bullet Journaling2Solange man jede neu angefangene Seite im Index einträgt, behält man dabei auch gut den Überblick und hat z.B. keine Probleme damit, die aktuelle Kalenderwoche zu finden, in der man die Hausaufgaben eingetragen hat. Für Schüler, auf deren Schreibtisch sich die Zettel stapeln, ist Bullet Journaling eine kreative Alternative, die man im Hinterkopf behalten sollte.
Falls du es mal ausprobieren möchtest, brauchst du nur wenige Materialien, die du größtenteils schon zuhause haben wirst:
Das Wichtigste ist, wie soll es auch anders sein, ein qualitativ hochwertiges Notizbuch. Dickes Papier, ein robuster Umschlag und vornummerierte Seiten bieten die perfekte Grundlage. Einige Fineliner, Bleistifte und ein Lineal sind noch vonnöten, und schon hast du alles, um dein Bullet Journal zu gestalten. Zahlreiche Internetbeiträge auf Blogs oder Videos auf Youtube können dir hierbei als Inspiration dienen.
Für mich stellt das Bullet Journal den perfekten „Planner“ dar. Eine Mischung aus Tagebuch, Kalender und Zeichenheft, den ich immer dabeihabe und der es geschafft hat, meinem Zettelchaos die Stirn zu bieten.

von Margherita Ragucci


Schluss mit lustig
Das Phänomen Horrorclowns

Coulrophobie – darunter versteht man die krankhafte Angst vor Clowns. Und Nachrichten um ebendiese Gestalten machten Mitte Oktober in allen Medien die Runde. Die Rede war dabei immer wieder von sogenannten „Killerclowns“ oder „Horrorclowns“, als Clowns verkleidete Menschen, die es sich zum Vorsatz gemacht haben, andere zu erschrecken und ihnen Angst einzuflößen. Oft wurden die belästigten Passanten auch bedroht, mit Waffen oder verbal. Ursprünglich stammt dieser bedenkliche Trend aus den USA und verbreitete sich in den letzten Monaten über die sozialen Netzwerke und Youtube. Coulrophobie
Die Anzahl der bundesweit gemeldeten Fälle stieg in den Tagen um Halloween rapide an, doch mittlerweile scheint diese Trendwelle wieder etwas abgeebbt zu sein.
Meist näherten sich die Killerclowns in der Dunkelheit nichtsahnenden Passanten oder lauerten Spaziergängern an Feldwegen oder in Stadtparks auf.
Der Trend der Horrorclowns hat einen psychologischen Effekt ausgenutzt, der im Menschen verankert ist und der auch der oben genannten Phobie zugrunde liegt: Die Angst vor dem Unbekannten. Durch die stark geschminkten Gesichter ist die Mimik nicht mehr erkennbar, was in Kombination mit dem Verhalten, das dem gängigen Sozialverhalten widerspricht, Unbehagen auslöst. Durch Assoziationen mit „bösen“ Clown-Charakteren aus Filmen und Büchern ist das Bild, das Menschen von Clowns haben, von vorneherein negativ geprägt und wirkt in Kombination mit zuvor genannten psychologischen Effekten noch bedrohlicher.
Deshalb kann man das Auftreten der Killerclowns als perfide bezeichnen, da hier auf dreisteste Art und Weise natürliche menschliche Reflexe und Einstellungen ausgenutzt wurden, um anderen Furcht einzuflößen.
Momentan sind jene Gestalten wieder von der Bildfläche verschwunden und man hofft, dass sie nicht wieder auftauchen, denn bei mutwilligem Verletzten und Schädigen anderer Menschen hört der Spaß auf, ist Schluss mit lustig!


von Margherita Ragucci


Croissants zum Abendessen? – Der Foodtrend „Brinner“
Wie cool, Frühstück zum Abendessen! „Brinner“ ist eine Mischung aus den englischen Vokabeln Breakfast (Frühstück) und Dinner (Abendessen) und ist bei den Amerikanern der neue Trend. Dabei geht es darum, wie man sich schon denken kann, dass man typische Frühstücksgerichte zum Abendessen verzehrt. Denn das Frühstück zum Frühstück oder der „Brunch“ – eine Kombination aus Mittagessen und Frühstück – sind schon längst out!
Croissant zum AbendessenAber nicht nur in Amerika nimmt der Trend immer mehr zu, sondern auch in Europa gibt es schon sogenannte Brinner-Restaurants! Es ist nicht nur total schräg und einfallsreich, es ist im Vergleich zu Fleisch- und Pasta-Gerichten viel schneller zuzubereiten und noch dazu viel günstiger.
Jetzt denkt ihr wahrscheinlich: Das ist bestimmt ungesund! Aber da liegt ihr falsch! Wenn ihr auf zu viel Süßes wie Nutella, Kakao und Marmelade verzichtet und es mit Vollkornbrot und Eiern probiert, ist es sogar gesund. Allerdings sollte man dabei keinen Kaffee zu sich nehmen, da er zu viel Koffein enthält und dieses einen nicht einschlafen lässt.
In diesem Sinne viel Spaß bei eurer nächsten „Brinner“-Einladung!
von Aimee Englmeier


 „Trick or treat!“ - Wenn an Halloween die Geister wandeln

Jedes Jahr fiebern Kinder weltweit auf diesen einen letzten Tag im Oktober hin: Halloween! Dann heißt es wieder als Gruselgestalten verkleiden, Kürbisse aushöhlen und jede Menge Süßigkeiten bei den Nachbarn einheimsen.
So gut wie jeder kennt den alljährlichen Brauch als kleine Spinnerei der Amerikaner, doch ursprünglich stammt er aus Irland. Dort feierten die keltischen Iren den Anfang des keltischen Jahres und zogen schaurige Kostüme an, um böse Geister zu vertreiben.
1840 wanderten dann einzelne Iren mit diesem Brauch im Gepäck nach Amerika aus und 1990 schwappte es als „Halloween“ zu uns nach Europa hinüber.
Auch dass wir von Haus zu Haus gehen und Süßes von den Leuten verlangen, hat einen historischen Hintergrund. Früher gingen am 2. November Christen von Dorf zu Dorf, um das sogenannte „Seelenbrot“, eine Art gesüßtes Brot, als Spende zu bekommen. Jedes Mal wenn sie eines dieser Gebäcke erhielten, sprachen sie ein Gebet zur Segnung des Hauses. Heutzutage wandeln die Kinder in Hexen-, Geister-, Toten- oder ähnlichen Kostümen umher und erschrecken die Nachbarschaft mit der Aussage: „Süßes, sonst gibt´s Saures!“, um Süßigkeiten oder Geld zu erhalten.
Aber wie wird Halloween heutzutage in Nordamerika zelebriert? Traditionell ist es Brauch, an Halloween nicht nur Süßigkeiten, sondern auch Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln. Schon Wochen vor Halloween werden dafür Häuser, Gärten und Schaufenster geschmückt und massenhaft Grußkarten an Familie und Freunde verschickt.
Dann werden oftmals viele Bücher- (z.B. für Kuchenrezepte) und Dekorationseinkäufe (z.B. Geisterpuppen) erledigt und natürlich auch viele Kürbisse besorgt, ein Verweis auf die Jack-O‘Lantern-Sage.
Diese Legende besagt, dass ein geiziger Mann namens Jack Oldfield eines Tages den Teufel überlistete und ihn erst dann freilassen wollte, wenn er ihm niemals wiederbegegnen würde. Nach Jacks Tod konnte er wegen seiner Taten weder in den Himmel aber natürlich auch nicht in die Hölle. So gab ihm der Teufel gnädigerweise eine Rübe und eine Kerze, damit er in der Dunkelheit zwischen Himmel und Hölle wandeln konnte. Da in Amerika im Herbst große Mengen Kürbisfrüchte zur Verfügung stehen, höhlt man seitdem Kürbisse aus und schnitzt Grimassen hinein.
Jedoch sagen die Kinder und Jugendlichen in den USA nicht „Süßes oder Saures“, sondern „Trick or treat, smell my feet, give me something good to eat!“, was soviel heißt wie „Streich oder Leckeres, riech an meinen Füßen, gib mir etwas Gutes zu essen!“
Im Grunde besteht der Brauch also darin, die Nachbarn aufzufordern, den Kindern Süßigkeiten zu spenden, weil sie ihnen sonst Streiche spielen.
Wie findet ihr denn Halloween? Also, ich freue mich, wenn in neun Monaten wieder Zombies, Skelette und Geister in der Nachbarschaft ihr Unwesen treiben.

von Débora Ziel


Hollywood - Die Traumfabrik in der Stadt der Engel

Hollywood ist eigentlich nur der Name eines Stadtteils von Los Angeles, was übersetzt aus dem Spanischen „Stadt der Engel“ bedeutet, der aber von jedem direkt mit der populärsten Filmindustrie der Welt verbunden wird.
Bei dem Wort „Hollywood“ denkt heute jeder automatisch an Los Angeles, doch der Beginn der Geschichte der amerikanischen Filmindustrie liegt eigentlich in New York, wo sich 1912 die Filmgesellschaften „Biograph“ und „Edison“ mit anderen bedeutenden Unternehmen der damaligen Filmindustrie unter einem Dach verbanden. Nach einigen Jahren guter Zusammenarbeit gingen einzelne unabhängige Produzenten in den damals noch unbekannten Vorort Hollywood von Los Angeles. Dort bauten sie sich ihr eigenes Unternehmen auf und hatten nach kurzer Zeit auch schon erste Erfolge zu verzeichnen.
Die Filmproduktion in den „Hollywood Hills“ brachte einige Vorteile mit sich, z.B. die guten Temperaturen das ganze Jahr über, wodurch Filme zu jeder Zeit auch draußen gedreht werden konnten. Durch viele Arbeitskräfte und billiges Bauland, auf dem sich die Firma immer weiter entwickelte, gab es die Möglichkeit in jedem Studio pro Woche einen Film auf den Markt zu bringen.
Hollywood1Als die Gerichte 1915 dann auch noch die immer noch in New York sitzende „Motion Picture Patents Company“ für illegal erklärten, konnten die Unabhängigen in Los Angeles einen riesen Durchbruch erleben. Kurz darauf wurden dann auch schon die heutzutage immer noch bekannten Filmstudios wie „Paramount“ und „20th Century Fox“ gegründet.
Das beste Jahr bis dato mit vielen erfolgreichen Filmen war das Jahr 1939. In dieser Zeit waren in den Hollywood-Studios 177.420 Mitarbeiter beschäftigt, von denen natürlich nicht alle Schauspieler waren, und es wurden 338 Filme (!) auf den Markt gebracht. Von diesen Filmen waren die meisten zwar Kassenschlager, jedoch gab es auch viele Flops, nach denen die Schauspieler nie wieder tätig werden konnten.
Aber auch für die Unternehmer gab es so manche Sorgen, z.B. durch Filme, bei denen für die Dreharbeiten mehr Geld ausgegeben als danach wieder eingenommen wurde. Oder die Schauspieler verdienten mit Preisen wie dem „Oscar“, die sie für ihre Rolle in beliebten Filmen bekamen, mehr Geld, als die Studios ihnen dafür gaben.
Als eines der erfolgreichsten Hollywood-Jahrzehnte gelten die 1980er: Zu dieser Zeit waren Western, Abenteuerfilme wie z.B. „Indiana Jones“ und dessen Sequels, und die Mafia-Filmreihe „Der Pate“ sehr beliebt.
Doch ist diese berühmte Filmproduktionsstätte, wirklich ein Traum, wie vor allem junge Mädchen denken? Wahrscheinlich hat der größere Teil von uns Jugendlichen ein ganz falsches Bild von dieser vermeintlichen Glamourwelt. Denn von allen 300.000 Schauspielern, die zurzeit in Hollywood leben und arbeiten, sind nur 5% wirklich in Filmrollen zu sehen, spielen also aktiv. Alle anderen müssen sich mit Kellner- und Taxifahrerjobs durchschlagen, sind Künstler oder Fotografen. Und ist es wirklich ein Traum, die zu bedienen, an deren Stelle man selbst gerne wäre? Oder ist eher der Teil von Hollywood ein Traum, in dem man Urlaub machen kann? Vielleicht ist ja die Sicht von den „Hollywood Hills“ aus über die Traumfabrik ja der eigentliche Traum von Hollywood?
Hollywood2

von Kathrin Borris


 „Gibt es da auch was anderes als Spielkasinos?“ 

Welcome to Las Vegas!
LasVegas1Woran denkt ihr, wenn ihr Las Vegas hört? Wahrscheinlich an unzählige Spielhöllen, bunt beleuchtete Hotels und überdimensionale Sehenswürdigkeiten. Doch in Las Vegas gibt es mehr als nur das.
Abgesehen von den vielen klassischen Glücksspielhallen, die man vor allem an der Fremont Street findet, gibt es dort auch eine Unmenge an Shoppingmöglichkeiten oder Restaurants, denn - ob ihr es glaubt oder nicht - Las Vegas war einst berühmt für seine All-you-can-eat-Buffets. Aber auch Attraktionen und Sehenswürdigkeiten wie die 300 Meter lange Wasserorgel in einem See vor dem Hotel Bellagio gehören untrennbar zu der amerikanischen Großstadt. Um alles von der Stadt zu sehen, kann man organisierte Touren buchen.
Aber nicht nur die Sehenswürdigkeiten und Attraktionen machen Las Vegas im Süden des Bundesstaats Nevada zu einem der berühmtesten Sehnsuchtsorte der USA, sondern auch die Lage der Stadt trägt dazu bei. Denn Las Vegas liegt im südlichen Zipfel umgeben von Wüste und ist das einzige Gebiet dort, in dem kein Wassermangel herrscht und dessen Boden dadurch fruchtbar ist.
LasVegas2Was man bei einem Besuch jedoch auf gar keinen Fall vergessen darf, sind die Musical-, Tanz- und Zaubershows, für die Las Vegas genauso bekannt ist wie für seine Spielkasinos. Zwar sind die Eintrittspreise nicht gerade günstig, aber dennoch lohnt es sich! Und wer nicht zu viel Geld für eine solche Show ausgeben möchte, sollte sich vorab im Internet informieren und am besten auch im Voraus schon einmal Tickets buchen. Aber aufgepasst, wie hier im Theater gibt es auch für die Shows dort ein paar Regeln! So sind Essen und Trinken während der meisten Shows untersagt. Außerdem solltet ihr genug Zeit für Anreise, Parkplatzsuche und den Weg durch die großen Kasinos oder Hotelgebäude zum passenden Saal mitbringen. Einen bestimmten Dresscode gibt in der Regel jedoch nicht und ihr seid mit Alltagskleidung ebenfalls willkommen.
Vielleicht habt ihr ja jetzt Lust, bei eurem nächsten Familienurlaub nach Las Vegas zu reisen und falls ihr eine der zahlreichen Shows sehen wollt, solltet ihr euch schon bei der Buchung eures Hotels Tickets sichern, denn die meisten sind sehr schnell ausverkauft!
von Tamina Obermeier


 Erfolgreich im IT-Mekka: Das Silicon Valley 

Heute sitzen in dem über 2000 km² großen Gebiet, das wir Silicon Valley nennen (engl. für „Silicium-Tal“, da dieses zur Herstellung vieler elektronischer Bauteile benötigt wird), weltbekannte Unternehmen wie zum Beispiel Apple, Google, Facebook und Amazon. Das Silicon Valley liegt in Kalifornien im südlichen Teil der San Francisco Bay Area.
Doch auch das Technologie-Mekka fing einmal klein an: Alles begann 1951, als Frederick Terman, Dekan an der Stanford University, meinte, dass die großen ungenutzten Flächen Land, die der Universität gehören, perfekt für die Ansiedlung von Unternehmen geeignet seien. Daher rief er ein Programm ins Leben, das Studenten Kapital zur Verfügung stellte, und sie so ermutigte, in der Region zu bleiben, denn Terman hatte bereits 1939 zwei Studenten geholfen, eine Elektronikfirma zu gründen. Schon im Jahr 1952 wurde das Programm erweitert: Eine Anzahl kleiner Industriegebäude wurde zu sehr geringen Kosten an Technologieunternehmen vermietet. Trotz der strengen Bauvorschriften, die unter anderem besagten, dass alles sauber wirken solle, da das Industriegebiet direkt neben der Universität liegt, war das Gelände bald gut bebaut, sodass sich neue Elektronikunternehmen entlang des Freeway 101 ansiedelten. Hiermit war der Grundstein für das Silicon Valley gelegt. Mit der Verbreitung der Computertechnik seit den 1960er und 1970er Jahren siedelten sich im Silicon Valley zunehmend Unternehmen der IT- und High-Tech-Branche an.
ViewSiliconValleyFür viele ist es wegen der guten Arbeitsbedingungen ein Traum dort zu arbeiten, doch so viel Industrie hat auch ihre dunklen Seiten. So produzierte die erste Generation der Unternehmen im Silicon Valley vor Ort elektronische Bauteile, deren Herstellung mit großen Umweltrisiken verbunden ist. Insbesondere die Produktion von Leiterplatten, einem essentiellen Bauteil für elektronische Geräte, erfordert den Umgang mit gewaltigen Mengen an ätzenden Materialien und Flüssigkeiten sowie besonders aggressiven Lösungsmitteln. Wegen der strengen Bauvorschriften lagen diese Tanks unter der Erde. 1981 fiel jedoch auf, dass die Tanks von Fairchild Semiconductor und IBM seit Jahrzehnten undicht waren, und Boden und Trinkwasser mit hochgiftigen Chemikalien verseuchten. Weitere Untersuchungen ergaben, dass auch bei Advanced Micro Devices und anderen Unternehmen ähnliche Belastungen vorliegen. Bis 2004 wurde ermittelt, dass 75 von 96 Tanks, deren Firmen zum Teil nicht mehr existieren, im Erdboden verblieben waren, leckten und die Umwelt gefährdeten. Daraufhin erklärte die Environmental Protection Agency die Standorte zu Gefahrengebieten und nahm sie in die Liste der mit größtem Vorrang zu sanierenden Altlasten auf. Die Technologiekonzerne sanierten die Grundstücke zum Teil in Eigenregie unter Überwachung durch die Umweltbehörde EPA und investieren erhebliche Summen. 2013 wurde die Gefahr der Grundwassergefährdung aufgehoben, doch die Böden müssen weiterhin saniert werden. Einige betroffene Unternehmen entwickelten jedoch neue Methoden für die Sanierung von Böden und Grundwasser, die inzwischen auch in anderen Regionen eingesetzt werden.
Auch immer mehr Deutsche finden ihren Weg ins Valley. Sie arbeiten dort meist als Ingenieure oder gründen ihre eigenen Start-ups.
So erweisen sich die USA im Technologie-Sektor immer noch als führend und attraktiv für Arbeitnehmer aus der ganzen Welt.

von Jan-Philipp Rave


Die skurrilen Seiten von New York City

New York City ist für viele Menschen immer mit „ The Big Apple“, der „Freiheitsstatue“ oder dem „Central Park“ verbunden, aber New York hat auch echt skurrile Seiten! Wie zum Beispiel der nackte Cowboy vom Times Square, der mittlerweile Millionär ist, dass in New York Flugtickets für Obdachlose verschenkt werden oder dass man für jede Kleinigkeit eine Plastiktüte in die Hand gedrückt bekommt. Ihr werdet euch jetzt denken, dass ich euch auf dem Arm nehmen will, aber das stimmt!
So ist der 45 Jahre alte Robert Burck der meist fotografierte Mensch der Welt und neben der Freiheitsstatue ein wichtiges Aushängeschild von New York City. Er ist der „Nackte Cowboy“ vom Times Square. Seine Arbeitskleidung besteht nur aus einem weißen Unterhöschen, seinem Cowboyhut und Westernstiefeln. So steht er schon seit 17 Jahren am Times Square und spielt dort auf seiner Gitarre Lieder zum Dahinschmelzen. Und so hat es Robert Burck sogar geschafft, Multimillionär zu werden: Er wird nämlich pro Minute bis zu zehntausendmal fotografiert, und wenn ihm jeder Mensch oder Fan dafür einen Euro zusteckt, hat er eine Menge Geld. So einfach kann man sich sein Geld auch verdienen, mit Talent und langer Geduld schafft man es in den USA manchmal sogar bis zum Multimillionär!
Wie vorhin schon erwähnt, verschenkt die Stadtverwaltung von New York City tatsächlich Flugtickets an Obdachlose. Schon seit Jahren versucht man hier gegen die steigenden Obdachlosenzahlen zu kämpfen. Deshalb wird den Obdachlosen nun ein One-Way-Ticket aus New York bezahlt. Die einzige Bedingung ist dabei, dass die Obdachlosen, welche ein solches Ticket bekommen haben, beweisen, dass sie am Zielort angekommen sind, und dass sie von einer Person aufgenommen worden sind und von dieser unterstützt werden. Das alles geschieht, weil eine Unterkunft in der Stadt pro obdachloser Familie über 36.000 $ kostet, dagegen kostet das Ticket z.B. nach Europa oder Asien nur maximal 6000$, was deutlich günstiger ist als die Unterbringung in einem Heim. 2000 Obdachlose bekommen pro Jahr das One-Way-Ticket von der Stadt New York, seitdem das Projekt ins Leben gerufen worden ist.

Plastiktüten! Bei uns in umweltbewussten Deutschland mittlerweile ein heikles Thema: Je weniger Plastiktüten wir benutzen, desto besser. Das sieht in New York City und allgemein in den USA jedoch ganz anders aus. Dort bekommt man wirklich für jedes Kinkerlitzchen einen Plastiktüte, für ein Wasser Flasche bekommt man sogar zwei Tüten, damit eine nicht reißt. Außerdem werden die Tüten immer nur zu einem Drittel befüllt und die restlichen Einkäufe werden dann in die nächste gepackt. Echt seltsam, oder?

Wer hätte gedacht, dass New York so skurril ist?

von Lisa Morgenstern


Mord, Massaker, Intrigen - Die Welt der Verschwörungstheorien

Die erste Landung des Menschen auf dem Mond im Jahr 1969 wurde gefälscht, um zu vertuschen, dass der Mond gar nicht existiert. In Wahrheit ist er eine zweidimensionale Scheibe, auf der Alien-Überwachungsgeräte vor den Augen der Öffentlichkeit versteckt sind!
Das klingt haarsträubend? Ja, doch sind uns Aussagen wie diese nicht unbekannt und sie existieren seit jeher. Und welches Land könnte bekannter sein für seine Verschwörungstheorien als die Vereinigten Staaten von Amerika? Doch was sind diese Theorien eigentlich genau? Was kann man sich darunter vorstellen? Wie lange reichen sie in die Vergangenheit zurück? Steckt in manchen ein wahrer Kern oder sind sie gar komplett wahr? Tauchen wir ein in die obskure, vielleicht sogar absurde, Welt der Verschwörungen!

Eine Verschwörungstheorie ist an sich der Versuch, ein Ereignis, einen Zustand oder eine Situation durch das Dahinterstecken einer Verschwörung zu erklären, meist zu einem illegitimen Zweck. Dabei wird eine Verschwörung laut vieler Wörterbücher und Lexika als ,,gemeinschaftliches Wirken zu einem geheimen, illegalen und/ oder illegitimen Zweck" definiert. Wenn eure Eltern euch also vom Osterhasen oder Weihnachtsmann erzählt haben, dann war dies eine Verschwörung, denn sie wollten erreichen, dass ihr an die beiden glaubt. Wenn ihr nun vermutet habt, dass eure Eltern die beiden nur erfunden haben, könnte man euch als Verschwörungstheoretiker bezeichnen, da von euch eine „Theorie zu einem geheimen gemeinschaftlichen Wirken aufgrund von Beobachtungen“ aufgestellt wurde. Und in diesem Falle entspricht eure Verschwörungstheorie sogar der Wahrheit!

Verschwörungstheorien scheint es seit jeher gegeben zu haben, nur haben sie, im Vergleich zum aktuellen Zeitalter der Digitalisierung, selten Massenwirksamkeit erlangt, bedingt durch die langsameren Kommunkationsmöglichkeiten.
Das wohl bekannteste Beispiel der Antike dürfte die Brandstiftertheorie sein, die besagt, Kaiser Nero habe den Großbrand in Rom 64 n.Chr. persönlich legen lassen, um die unliebsamen Christen gnadenlos verfolgen zu können. Seitdem gilt er in der Geschichte als Monster, was allerdings in der aktuellen Forschung zu großen Teilen widerlegt ist.
Auch dass die Juden die Brunnen vergiftet und dadurch die europaweit wütende Pest im 14. Jahrhundert ausgelöst hätten, stellt ein gutes Beispiel für eine Verschwörungstheorie dar.

Über die folgenden Jahrhunderte hinweg tauchen relativ wenige Verschwörungstheorien auf, bis sie schließlich im 20. und 21. Jahrhundert einen regelrechten Boom erleben.
Der Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001, die Ermordung des Menschenrechtlers Martin Luther King und des US-Präsidenten John F. Kennedy und, nicht zu vergessen, die Mondlandung im Juli 1969, um einige Beispiele zu nennen.

Kommen wir damit auf den Beginn dieses Artikels zurück. War die Mondlandung tatsächlich nur ein Fake, um die Vormachtstellung der USA unter Beweis zu stellen und zu untermauern? Viele Theoretiker, unter anderem auch US-Autor Bill Kaysing, führen als Kritikpunkte z.B. die atypischen Bewegungen der Astronauten und das Wehen der US – Flagge (auf dem Mond gibt es keinen Wind!) auf. Doch in diesem Fall haben die Vereinigten Staaten tatsächlich etwas Großes geleistet – die Mondlandung fand natürlich tatsächlich statt! Das Hauptargument, das dafür sprich, ist, dass die geringere Schwerkraft die Bewegungsabläufe dermaßen verändert, dass es nicht möglich gewesen wäre, diese auf der Erde nachzustellen. Auch lässt sich die Bewegung der Fahne dadurch erklären, dass es auf dem Mond keine Schwerkraft gibt und sie deshalb noch sehr lange nach dem In-den-Boden-Rammen pendelt. Außerdem wurde ein Stück Folie, welches der Mondatmosphäre ausgesetzt war, analysiert und dabei konnten Sonnenpartikel nachgewiesen werden. Aufgrund des Magnetfeldes der Erde sind diese hier nicht zu finden, womit dies sogar das aussagekräftigste Argument ist.
 Doch wie steht es mit der Ermordung Martin Luther Kings? Der Menschenrechtsaktivst wurde 1968 erschossen auf dem Balkon eines Motels aufgefunden. Von der Polizei wurde der vorbestrafte Rassist James Earl Ray gefasst und zu 99 Jahren Haft verurteilt, doch es existiert der Verdacht, dass dies nicht durch die Tat eines einzelnen Fanatikers geschehen sei. Der Anwalt der Kings und der Bürgerrechtler Jesse Jackson behaupten, er sei vom FBI ermordert worden, weil er zu unbequem wurde. Der Verurteilte kämpfte bis zu seinem Tod um eine Wiederaufnahme, wobei er einmal sogar aus einem Hochsicherheitsgefängnis floh. Diese Theorie konnte bis heute nicht widerlegt werden, im Jahre 1999 gab eine Kommission Kings Anwalt recht, im Jahr darauf meinte jedoch eine andere, dass es nicht genügend Beweise für den Verdacht gäbe.

Nehmen wir zum Abschluss noch eine Theorie unter die Lupe. Euch ist doch bestimmt schon einmal die Pyramide mit dem Auge auf dem amerikanischen Ein-Dollar-Schein aufgefallen. Ein sehr bekanntes Symbol, das für niemand anderen steht als für die „Freimaurer“. Sie werden als eine Organisation angesehen, die die Welt regiert, kontrolliert und eine neue Weltordnung aufstellen möchte. Seit der Gründung der USA 1776 sollen sie die US- und europäischen Regierungen kontrolliert haben, wobei ihr Symbol, das allwissende Auge, zeigen soll, dass „alles bereits gesehen“ wurde. Die Verbindung der Freimaurer steht aber offiziell zu Idealen wie Bildung, Menschlichkeit und Ethik. Zu bekannten Mitgliedern der Gesellschaft zählten unter anderem die Gründerväter der United States George Washington und Benjamin Franklin, aber auch Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Geschichtswissenschaftler halten aber eine politische Verschwörung dieser Organisation für unwahrscheinlich.

Um zu einem Schluss zu kommen: Verschwörungen und Theorien zu ihnen begleiten uns täglich in den Medien. Viele davon sind Quatsch und leicht zu widerlegen, jedoch sind wir unter Umständen sogar ein Teil davon, ohne es zu wissen. Betrachte die Welt also kritisch und nimm nichts einfach so hin, wie es dir erzählt wird. Wer weiß, vielleicht kommst du sogar einer großen Verschwörung auf die Spur!


von Lukas Ziel


Winter of Hope - Eine außergewöhnliche Geschichte über einen Hollywoodstar in Florida

Leute stehen Schlange, um sie zu sehen, sie inspiriert sowohl Kinder als auch Erwachsene, die lebensverändernde Verletzungen erlitten haben, und - sie ist ein Hollywoodstar! Ein gewöhnlicher Mensch ist sie jedoch nicht, denn diejenige, über die ich heute schreibe, ist der Delfin namens Winter, die Hauptdarstellerin aus dem Film „Mein Freund der Delfin“, die ich im Sommerurlaub 2013 mit eigenen Augen sehen durfte. Ihre Geschichte ist nicht nur erstaunlich, sondern auch voller Hoffnung.
Im Dezember 2005 wurde in den Küstengewässern von Florida das damals noch sehr junge Delfinweibchen von Spezialisten des Clearwater Marine Aquarium, einer Tierauffangstation für Meeresbewohner in Florida, USA, aus einer Krabbenfalle gerettet. Da durch die Seile ihre Blutzufuhr abgeschnitten wurde, musste ihre Hinterflosse abgetrennt werden, wodurch ihr Schicksal als einziger Delfin ohne Schwanzflosse begann. Obwohl ein solch schwerwiegender Verlust bei Delfinen normalerweise zum Tod führt, schaffte Winter das Unmögliche und lernte, ohne Schwanzflosse mit Seitwärtsbewegungen zu schwimmen. Doch der Triumph über Winters neue Schwimmkünste hielt nicht lange an, denn  schon bald stellte sich heraus, dass Delfinkörper für diese Schwimmbewegungen nicht geschaffen sind, weshalb eine neue Lösung hermusste: Eine Prothese in Form einer Schwanzflosse. Nach einigen Wochen harter Arbeit schafften die Delfintrainer es schließlich, Winter an ihre neue Schwanzflosse zu gewöhnen und ihr wieder das Schwimmen beizubringen. Kurze Zeit später wurde auch noch ein anderer Delfin, der heute Hope heißt, in der Nähe von Winters Fundort gerettet und gesund gepflegt. Die beiden leben nun glücklich in Florida.
Genauso wird Winters Geschichte auch in dem bekannten Hollywoodfilm „Mein Freund der Delfin“ und in dessen Fortsetzung „Mein Freund der Delfin 2“, durch den das Delfinweibchen ein großer Star geworden ist, dargestellt.
In den letzten Jahren hat es im Clearwater Marine Aquarium wegen dieser Reihe von Ereignissen an Touristen nie gefehlt, vor allem ist Winter aber auch für schwerverletzte und behinderte Menschen zum Hoffnungsträger und großen Vorbild geworden. Doch neben Winter und Hope werden auch noch zahlreiche weitere Wassertiere vom Clearwater Marine Aquarium gerettet und wieder aufgepäppelt, was nur durch das Geld, das durch die vielen Touristen eingenommen wurde und immer noch wird, ermöglicht werden kann.
Es ist unglaublich, wie es dieser Delfin geschafft hat, als einziger seiner Art ohne Schwanzflosse zu überleben, und wie er dadurch den Menschen zeigt, dass man auch Unmögliches erreichen kann.

von Louisa Wenzel


„Feel the high school spirit“ – Tipps für einen Schüleraustausch in den USA

Auf eine andere Schule gehen, neue Freunde kennenlernen, in eine fremde Kultur einsteigen und ganz nebenbei auch noch Englisch lernen...
Viele von euch haben sicher schon einmal von einem Schüleraustausch geträumt. Vielleicht hast du sogar über einen Schüleraustausch in die USA nachgedacht. Doch das muss kein Traum bleiben, denn wenn man nur ein paar Dinge beachtet, kann so ein Schüleraustausch richtig toll werden.
Meist liegt die Altersbegrenzung zwischen 14 und 18 Jahren. Die meisten Schüler gehen, wenn sie sich für ein ganzes Schuljahr entschieden haben, entweder nach der neunten Klasse und absolvieren im Ausland die zehnte Klasse oder gehen in der zehnten Klasse und machen nach dem Austausch einfach mit der elften Klasse weiter – sofern die Noten stimmen!
Wenn du alt genug bist und Interesse hast, solltest du dir zunächst überlegen, wie lange der Austausch dauern soll. Meistens hast du die Auswahl zwischen ein paar Wochen, einem halben und einem ganzen Schuljahr.
Allerdings ist so ein Vorhaben ziemlich teuer, was das Hauptproblem darstellen kann. Ich habe da einige Angebote zwischen 6.500 und 23.000 Euro für ein ganzes Schuljahr gefunden. Allerdings gibt es auch Stipendien, mit denen man die Kosten reduziert oder sie sogar ganz erstattet bekommt. Bei einigen davon benötigt man nicht einmal gute Noten. Häufig gibt es bei den meisten Organisationen eigene Stipendien, die auf diese Organisation festgelegt sind. Es gibt aber auch zum Beispiel BAföG (= Bundesausbildungsförderungsgesetz; bietet finanzielle Unterstützung für Schüler und Studenten) und auch einige andere Spendenfonds.
Wenn das mit den Kosten geklärt ist, und du vielleicht auch schon eine Organisation (bekannt sind zum Beispiel EF, YFU, AFS etc.) gefunden hast, solltest du so bald wie möglich Kontakt mit deiner Gastfamilie herstellen und alle organisatorischen Dinge regeln. Auch solltest du ein Visum beantragen; einige Organisationen helfen dir dabei. Gleichzeitig solltest du checken, ob dein Reisepass noch gültig ist. Gehe auch zum Arzt und lass nachschauen, ob du Impfungen für die USA brauchst. Richtige Vorschriften gibt es dabei zwar nicht, aber einige Impfungen sind empfohlen.
Dann ist ein Geschenk für die Gastfamilie ein toller Brauch. Es ist üblich, etwas Kleines aus der Heimat mitzunehmen (wie zum Beispiel ein bayerisches Kochbuch), aber wenn dir etwas anderes Schönes einfällt, was deiner Gastfamilie gefallen könnte, dann entscheide dich dafür.
Mit diesen ersten Tipps bist du bestimmt gut für dein potentielles Austauschjahr ausgerüstet und dem großen Abenteuer steht nichts mehr im Wege.

von Ronja Wendrich