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Kauen wir bald Willy Wonkas Kaugummis? – Essen der Zukunft

Nahrung aus Tuben, in Form von bunten Pillen oder ein Kaugummi, der wie in dem Film „Charlie und die Schokoladenfabrik“ mehrere Geschmacksrichtungen enthält – das kommt vielen bei „Essen der Zukunft“ in den Sinn. Doch was ist wirklich realistisch und sind Insekten vielleicht das Essen der Zukunft?
Die Weltbevölkerung wächst immer weiter, der Platz und somit auch der Platz für Tierhaltung verringern sich. In der Vergangenheit wurde versucht, dieses Problem mit Massentierhaltung zu lösen, doch da die alles andere als tierfreundlich ist, steigen innovative Firmen auf kleinere Tiere, wie zum Beispiel Insekten, um. Gummi-Insekten in einer Bowle werden zwar als Halloween-Schreck verwendet – aber so schlimm sind Insekten gar nicht! Sie sind sogar gesund, weil viele Nährstoffe in ihnen stecken. Ob Insekten als Nahrung in Europa sich allerdings durchsetzen werden, steht offen. Wahrscheinlich muss man auch in einigen Jahren weiterhin in die Zoohandlung gehen, um sich ein paar Mehlwürmer fürs Abendessen zu besorgen.
Außerdem gewinnen der vegetarische und auch der vegane Lebensstil immer mehr an Popularität, weshalb auch Fleischersatz aus Soja oder Weizeneiweiß (Seitan) immer beliebter wird. Anders als Vegetarier, welche nur auf Fleisch und Fisch verzichten, nehmen Veganer überhaupt keine tierischen Produkte mehr zu sich, das bedeutet auch keine Milchprodukte, Honig und Eier mehr. Forscher haben jetzt sogar eine vegane Mayonnaise entwickelt, die rein aus Pflanzen hergestellt wird. Sie soll relativ ähnlich schmecken wie die Mayonnaise aus Hühnereiern. Es gibt mehrere Vorteile bei fleischlosen Produkten: So benötigen Pflanzen weniger Wasser als Tiere und es entstehen bei der Produktion weniger Treibhausgase. Angesichts der Tatsache, dass in der Massentierhaltung Hähne, die für die Eierproduktion unbrauchbar sind, mit CO2 vergast oder sogar geschreddert werden, kann man die vegane Variante, im Gegensatz zur herkömmlichen, ruhigen Gewissens verzehren. Die vegane Mayonnaise soll am Ende sogar kostengünstiger sein als die echte Mayonnaise.
Diese könnte man dann zum Beispiel mit einem „Smart Home“-Gerät bestellen. Denn auch die Küche, dort, wo das Essen zubereitet wird, wird immer weiter modernisiert. „Smart Home“-Geräte und auch Sprachassistenten werden dort immer beliebter, denn schnell und einfach soll es gehen. Vielleicht kann man bald so zum Beispiel den Backofen steuern. Ich stelle mir das so vor: „Alexa, backe eine Schwarzwälder Kirschtorte!“ Es gibt sogar schon einen Kühlschrank, der erkennt, wenn Lebensmittel fehlen und sie dann selbst im Internet bestellt.
Aber stellt euch mal vor, ihr könnt in Zukunft eure Pizza in die Hosentasche schieben, weil sie in Tablettenform ist… das wäre doch lustig! Oder in gar nicht allzu ferner Zukunft Essen aus Tuben, wie es Astronauten zu sich nehmen, essen? Das wäre gar nicht so unwahrscheinlich.

http://www.zukunftsessen.de/

von Leonie Ostermeier und Paula Schillinger, 7b