Ganz neu und "druckfrisch":

 

Der Reuchlin Kurier

  Frühjahr 2018

 

 Titelbild zukunft


 

Transformers ohne Hollywood – Die Revolution der selbstfahrenden Autos

Stell dir vor, du könntest einfach so mit einem Auto fahren, ganz ohne an den Verkehr zu denken – das würde das Auto für dich machen! Viele Leute glauben, dass es noch viele Jahre dauern wird, bis es vollkommen selbstfahrende, also autonome Autos geben wird. Das stimmt aber nicht. Es gibt heute schon Fahrzeuge ohne Lenkrad, Gas- oder Bremspedal. Leider sind dies nur Prototypen, aber es wird auch nicht mehr lange dauern, bis das selbstfahrende Auto zum Standard wird– nicht nur weil es angenehmer ist, sondern im Normalfall auch viel sicherer.
SelbsfahrendesAutoBildAber was ist, wenn trotzdem ein Unfall geschieht? Wer trägt dann die Schuld? Wie soll das Auto sich entscheiden, wenn es auf jeden Fall zum Crash kommen würde – soll es den Fahrer oder die Passanten schützen?
Solche Autos müssen sehen, fühlen und sogar hören können, und dann müssen sie die Information umsetzen, damit sie ohne Hilfe eines Menschen sicher duch die Stadt fahren können. Man kann sich vorstellen, dass es schwierig ist, so etwas zu bauen. Aber Großfirmen wie Google oder Apple aber auch Audi, BMW und Mercedes haben solche Pkws schon weitestgehend entwickelt. Viele Autos können ja jetzt schon alleine einparken oder lenken. Und es wird nur noch wenige Jahre dauern, bis schon Millionen von solchen Autos die Straßen bevölkern werden.
Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf diese „Revolution“. Wer weiß, vielleicht muss man dann keinen Führerschein mehr machen und Kinder dürfen schon selbstständig Auto fahren?

von Leonard Hockerts, 7b

Quellen:
http://www.handelsblatt.com/auto/test-technik/auto-der-zukunft-die-fuenf-sinne-selbstfahrender-autos/5846050-2.html
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Selbstfahrende-Autos-Google-baut-ein-eigenes-Auto-2199035.html


 

Sind wir alleine im Universum?

- Von Aliens und ihrer Existenz

 „Die Seele leuchtete im strahlenden Licht des Operationssaals, heller als das silbern blitzende OP-Besteck in seiner Hand. Wie ein lebendiges Band wand und kräuselte sie sich, streckte sich, froh, dem Tiefkühlbehälter entronnen zu sein. Ihre dünnen, fedrigen Fortsätze – es waren über tausend – wogten sanft umher wie matt-silbernes Engelshaar. […] Vorsichtig legte Darren das kleine, schimmernde Wesen in die Öffnung, die Fords in den menschlichen Nacken geschnitten hatte. Die Seele glitt sanft in den vorgesehenen Raum und verflocht sich mit dem fremden Körper.“

Dieser Ausschnitt stammt aus dem Prolog von Stephanie Meyers Fantasy-Roman „Seelen“, in dem Wesen, genannt Seelen, die Erde kolonialisieren und die Menschen als ihre Körper in unserer Welt nutzen. Das Außerirdische hat die Menschen schon lange fasziniert und mittlerweile gibt es tausende Vorstellungen der „kleinen grünen Männchen aus dem All“. Doch so sehr uns diese fremden Wesen auch faszinieren oder so sehr wir sie gar fürchten: Wie kommt es, dass auf der Erde noch keine Zeichen außerirdischen Lebens entdeckt wurden? Ist es für uns überhaupt möglich, extraterrestrische Lebensformen zu entdecken oder sie gar richtig kennenzulernen und uns mit ihnen zu verbinden, wie im Science-Fiction-Film „Avatar“, in dem die Menschen mit den Na´avi zusammenleben? Gehen wir diesem Mysterium auf die Spur, welches in Fachkreisen als das Fermi-Paradoxon bekannt ist.

Die Weiten des Universums sind für uns Menschen unbegreiflich, noch dazu expandiert es stetig, wächst in seiner Größe ins Unvorstellbare. Neuerdings haben wir auch herausgefunden, dass Planeten, also kugelähnliche Himmelkörper, gar nicht so selten sind, demnach hätte es ja mehr als genügend Gelegenheiten geben sollen, dass sich Leben entwickelt. Doch konzentrieren wir uns erstmal auf unsere direkte Nachbarschaft im All, da der Rest für uns kaum zugänglich ist. Alleine in der Milchstraße existieren über 400 Billionen Sterne, eine Zahl so groß, dass für jedes Sandkorn der Erde knapp 10 000 Sterne existieren. Davon sind circa 4 Billionen sonnenähnlich und haben einen erdähnlichen Planeten in ihrer sog. „habitablen Zone“, das Gebiet um einen Stern, in dem die perfekten Bedingungen für Leben, wie wir es kennen, existieren kann. Und würde auch nur ein kleinster Bruchteil davon Aliens beherbergen, so gäbe es immer noch über 1 Millionen davon mit uns fremden Lebewesen.

Doch genug der Zahlen, unsere Heimatgalaxie ist älter als wir es uns vorstellen können und unsere Erde vergleichsweise jung, auch deshalb hätte es genügend Möglichkeiten geben müssen, dass sich andere Lebensformen entwickeln. Doch wie sähen diese hochentwickelten Zivilisationen aus? Es gäbe drei mögliche Arten, die nach der Art und Effizienz ihrer Energiegewinnung klassifiziert sind:

Typ 1: Dieser Zivilisationstyp wäre in der Lage dazu, die gesamte ihm zur Verfügung stehende Energie auf seinem Heimatplaneten zu nutzen. Wir verwenden zum jetzigen Zeitpunkt nur einen Bruchteil des Möglichen, was uns gewissermaßen zu einer Typ 0- Zivilisation macht.

Typ 2: Lebensformen dieses Typs hätten die technischen Mittel, um die gesamte Energie ihres Heimatsterns zu nutzen, was zwar sehr nach Science Fiction klingt, in der technischen Umsetzung aber sehr wohl möglich ist. Konzepte wie die Dyson-Sphäre wären hierfür eine Lösung. Diese ist ein gigantisches, um einen Stern gebautes, Konstrukt, das das von ihm ausgestrahlte Licht in brauchbare Energie umwandelt und zugänglich macht. Um einen roten Zwerg gebaut wäre es möglich, Millionen von Jahren diese Energie zu nutzen, womit dieser Typ nicht mehr von konventionellen Energiequellen abhängig wäre.

Typ 3: Ihre gesamte Galaxie und die darin vorhandene Energie kontrollierend würde uns diese hochentwickelte Alienrasse quasi gottesgleich erscheinen, in der Lage dazu, die Welt, wie wir sie kennen, in kürzester Zeit zu vernichten. Sie wären in der Lage dazu Technologien zu gebrauchen, von denen wir selbst in unseren kühnsten Träumen nicht zu träumen wagen.

In Anbetracht dessen, dass diese intelligenten Außerirdischen womöglich viel mehr Zeit hatten als wir sich zu entwickeln, da das Universum schon seit über 13,7 Milliarden Jahren existiert, stellt sich die Frage: Wo sind all die Aliens?

Dies ist das Fermi-Paradoxon, benannt nach dem Physiker Enrico Fermi. Eine Erklärung dafür wären die „Great Filters“, zu deutsch „Große Filter“. Filter bezeichnet in diesem Fall eine Barriere, die für Leben sehr schwer zu überwinden ist. Wenn das so wäre, gäbe es eine gute und eine schlechte Nachricht, was passiert sein könnte. Fangen wir doch mal mit der guten an: Es gibt Great Filters und wir haben sie überwunden, was für uns bedeuten würde, dass wir in naher Zukunft wohl zu einem der drei Zivilisationstypen werden und vielleicht sogar andere Planeten bevölkern könnten. Dann wäre da noch die schlechte der beiden: Es gibt Great Filters und es liegen noch welche vor uns. Dies würde bedeuten, das Blatt würde sich wenden und wir werden womöglich von der Bildfläche verschwinden, sobald wir einen bestimmten Punkt in unserer Entwicklung erreicht haben. Ein Filter könnte z.B. ein Atomkrieg oder der Klimawandel sein. Vielleicht gibt es sogar eine fantastische futuristische Technologie, die aber bei ihrer Aktivierung den Planeten zerstört. Eine andere Möglichkeit wäre eine mächtige Typ 3-Zivilisation, welche andere Zivilisationen zerstört, sobald sie eine gewisse Entwicklungsstufe erreicht haben.

Dieses Paradoxon ist jedoch nur ein solches, weil die ihm zugrunde liegenden Annahmen zweifelhaft und nicht einfach beweisbar sind, besonders da es sehr unwahrscheinlich zu sein scheint, dass außerirdisches Leben nicht existiert, aber dies zugleich nicht mit unseren Beobachtungen des Universums übereinstimmt. Dazu gibt es wiederum ein paar Lösungen, die diesen Widerspruch auflösen würden, jedoch – wie alles andere – rein theoretischer Natur sind. Die Erde ist, wie zuvor schon erwähnt, sehr sehr jung, besonders im Vergleich zu unserem Universum, und wir haben erst im letzten Jahrhundert begonnen, unser astrales Umfeld genauer zu studieren. Es könnte sein, dass sich bereits ganze Imperien von Außerirdischen aufgebaut haben und wir sie schlicht und einfach verpasst haben.
Außerdem haben wir keinen Grund anzunehmen, dass unsere Logik die gleiche ist wie ihre und die Verständigung zwischen uns problemfrei laufen würde, wie es in Filmen gerne dargestellt wird. Menschen verschiedener Kulturen auf der Erde haben manchmal schon gewaltige Kommunikationsprobleme, selbst wenn sie dieselbe Sprache sprechen, nicht auszudenken, wie es mit einer vollkommen anderen Spezies ablaufen würde.
Und selbst wenn es eine intelligente Alienrasse geben würde, die technisch fortgeschrittener ist als wir, welchen Grund hätten sie denn, Galaxien erobern zu wollen? Eine Apparatur wie das sog. „Matrioshka Brain“, ein gigantischer Computer mit enormer Rechenleistung, würde es ermöglichen, sein Bewusstsein hochzuladen und dort virtuell ein perfektes Leben zu führen! Wer würde da denn noch mit anderen Lebensformen in Kontakt treten wollen?

Fakt ist, der Mensch ist noch eine ziemlich junge Art, die diesen, um einen Stern kreisenden Felsbrocken bewohnt, und uns steht noch vieles bevor. Wir fangen grade erst an, technische Möglichkeiten auszuschöpfen und neue effizientere Wege der Energiegewinnung und
-nutzung zu entdecken. 99% der Arten, die jemals auf dem „blauen Planeten“ gelebt haben, sind schon ausgestorben, vielleicht sind wir auch bald an der Reihe, wo wir doch gerade erst begonnen haben, die uns umgebende Welt zu erfassen.

Es geht eine unbegreifliche Faszination von diesen Weiten über unseren Köpfen aus. Es ist atemberaubend, was uns da draußen noch alles erwarten könnte, und viele wären sicher drauf und dran einen Trip ins All zu wagen, doch vielleicht sollten wir uns erstmal um unseren Heimatplaneten kümmern. Denn es sind noch längst nicht alle Probleme aus der Welt geschafft, der Klimawandel und unser Umgang mit der Umwelt erweisen sich als sehr belastend und könnten eine große Bedrohung für uns darstellen. Bis wir gelernt haben, in Harmonie und Frieden miteinander zu leben, wäre es wohl besser, wenn der Traum von den Außerirdischen weiterhin nur Stoff der Welt von Büchern und Filmen bleibt.

von Lukas Ziel, Q11


Siri, beam mir die Uhrzeit! - Technischer Fortschritt bei Uhren und Tastaturen

 

Werden wir in der Zukunft mit holografischen Handys, virtuellen Uhren oder sogar holografischen Tastaturen und Monitoren arbeiten?
Dies und viele weitere interessante Dinge werdet ihr in diesem Bericht erfahren.

HolografischeTastaturBeginnen wir mit einer holografischen Tastatur für Handys, Tabletts und Monitore. Die Tastatur gibt es bereits wirklich und sie heißt Magic-Cube-Laser-Tastatur. Wer diese Tastatur erfunden hat, ist nicht bekannt. Diese funktioniert wie folgt: Bei dieser Version klippt man den Beamer unten an das Handy, schaltet das Gerät an, verbindet es per Bluetooth mit dem Endgerät (Handy) und der Beamer projiziert die Tastatur auf die Fläche unter dem Mobilfunktelefon. Der Vorteil an dieser ist, dass sie wenig Platz einnimmt und flexibel einsetzbar ist. Aber es gibt auch Nachteile wie z.B. dass man nicht wirklich schnell damit tippen sowie die Tastatur bei entsprechender Sonneneinstrahlung wegen der Helligkeit nicht richtig sehen kann.

Theoretisch wäre es auch möglich, in der Zukunft vielleicht mit einer virtuellen Uhr ausgestattet zu sein, deren Ziffernblatt per Armband auf das Handgelenk projiziert wird. Momentan ist die Technik jedoch noch nicht ganz so weit, denn es fehlt noch das Verfahren, das es ermöglicht, tagsüber mit den unterschiedlichen Lichtverhältnissen zurechtzukommen.

Eines von noch vielen ungelösten Problemen bei der weiteren Entwicklung dieser Zukunftstechnologie ist, dass die Speicherkapazität stark begrenzt ist. Bestimmt wird noch viel Zeit vergehen, bevor das erste funktionstüchtige Modell auf den Markt kommt. Wir werden die weitere Entwicklung mit Spannung verfolgen.

von Bastian Potvorski, 7b

 

Quellen:https://www.google.de/search?q=holografische+tastatur&dcr=0&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwihteud-7vXAhVM46QKHWtfBMQQ_AUICygC&biw=1600&bih=768#imgrc=0fP0GV4q7yWV5M:

https://de.wikipedia.org/wiki/Tastatur


„Alles, was der Lehrer sagt, solltest du als Kinofilm sehen“ – Interview mit dem Gedächtnistrainer Oliver Geisselhart

Oliver GeisselhartOliver Geisselhart ist einer der erfolgreichsten Mental- und Gedächtnistrainer. Er ist zudem Autor von 13 Büchern, darunter auch einigen Bestsellern. Ich durfte ihn auf den BrainDays in Nürnberg Ende September 2017 kennenlernen und habe wenige Monate später ein Interview mit ihm per Telefon geführt.
Reuchlin-Kurier: Welchen Beruf haben sich denn deine Eltern früher für dich vorgestellt?

Oliver: Also, ganz ehrlich, wenn ich mich daran zurückerinnere, ich wüsste es gar nicht. Ich glaube, gar keinen. Nee, wirklich… Ich wüsste nicht, dass ich mit meinen Eltern jemals darüber diskutiert habe, was ich werden will oder werden soll. Davon war nie die Rede.

RK: Das ist doch auch besser. So konntest du dich frei entfalten und konntest deine Eltern nicht enttäuschen, als du diesen Weg eingeschlagen hast.

Oliver: Ach warte, stimmt, da kommt was. Wir – meine Eltern und ich – dachten einmal, dass Bankkaufmann das Richtige wäre. Ich habe mich dann auch bei einer Sparkasse beworben, habe aber den Ausbildungsplatz zum Glück nicht bekommen.

RK: Was macht dir denn jetzt am meisten Spaß an deinem Job?

Oliver: Mir macht am meisten Spaß, dass ich anderen Menschen helfen kann. Wenn ich irgendwo auch nur kleine Anstöße geben kann und dadurch helfen kann, das ist das, was mir am meisten Spaß macht.

RK: Bist du denn sehr nervös vor Auftritten, wie den BrainDays und was machst du dagegen?

Oliver: Die BrainDays sind ja meine eigene Veranstaltung, daher bin ich auch nervöser als bei anderen Veranstaltungen. Weil bei den BrainDays zum Teil die ganze Technik und der ganze Ablauf von mir kommt und mein Team da mit dabei ist, deswegen ist die Anspannung ein bisschen größer. Wenn ich irgendwo anders gebucht werde, bin ich weniger nervös. Aber ich bin immer ein wenig aufgeregt und habe immer ein bisschen Lampenfieber. Ich tue gar nichts dagegen. Ich freue mich sogar darüber.

RK: Wieso?

Oliver: Ich freue mich darüber, weil ich merke: Aha, das, was jetzt gleich kommt, ist mir wichtig und ich nehme das nicht auf die leichte Schulter. Denn wenn ich nicht nervös wäre, dann wäre mir das Ganze nicht wichtig. Und dann liefere ich 0815-Arbeit ab, das möchte ich nicht. Sollte ich merken, dass da zu viel Nervosität ist, dann bewege ich mich ein bisschen und baue sie durch die Bewegung ab.

RK: Das sind auf jeden Fall gute Tipps!

Oliver: Das stimmt. Das kann auch jeder vor einer Prüfungssituation anwenden. Gut ist für mich auch, wenn ich mir nochmal bewusst mache, dass nicht ich bewertet werde, sondern das, was ich abliefere.

RK: Kommen wir nun zu den Fragen zum Thema Zukunft. Meine erste Frage wäre, was du dir denn unter dem Begriff „Zukunft“ vorstellst.
Oliver: Um ehrlich zu sein, gar nichts. Ich habe meine Ziele und selbst die sind für mich im Moment – und der Moment ist ja immer – nicht so wichtig, weil ich das Ziel eigentlich nur brauche, um den Weg zum Ziel zu kennen.

RK: Das passt dann auch zu meiner nächsten Frage. Wo siehst du dich in 20 Jahren?

Oliver: In 20 Jahren sehe ich mich mit weißem Haare immer noch auf der Bühne. Aber vielleicht nicht so häufig wie im Moment und am besten auch in einem eigenen Seminarzentrum, zum Beispiel auf Mallorca.

RK: Wie hast du dir denn als Jugendlicher das Erwachsenenleben vorgestellt?

Oliver: Ich dachte eigentlich immer, dass das cool wird. Ich fand nur Schule doof. Ich wollte immer aus der Schule raus, ich wollte immer irgendwie geschäftsmännisch unterwegs sein. Ich habe mir vorgestellt, wie ich mit einem dicken Auto zu irgendwelchen Terminen fahre und total wichtig bin.

RK: Das ist etwas vollkommen anderes, als ich erwartet hätte! Was ist denn dein größter Wunsch für die Zukunft?

Oliver: Dass jeder Mensch sich selbst liebt und seinen eigenen Frieden findet. Und dadurch auch andere Menschen in Frieden lässt und sie zumindest gern hat oder vielleicht sogar liebt bzw. zu lieben lernt.

RK: Okay, dann kommen wir zu den allgemeinen Fragen. Was ist das schönste Kompliment, das du jemals bekommen hast.

Oliver: Da habe ich überlegt, aber mir ist echt nichts eingefallen, weil ich echt viele schöne Komplimente bekomme. Ich kann mich dennoch an eines erinnern, von einer Schülerin bzw. Abiturientin, die mir eine E-Mail geschrieben hat, dass sie mit meiner Gedächtnistechnik für das Abitur gelernt hat und dann die Durchschnittsnote 1,3 hatte und sich dafür bedanken wollte. Das fand ich schon ziemlich cool.

RK: Hast du denn auch Tipps für Schüler gegen Nervosität vor Referaten bzw. allgemein Vorträgen?

Oliver: In der Schule gehört einfach dazu, dass du dich total gut vorbereiten musst. Du solltest echt Ahnung haben von deinem Thema. Du musst für dich selbst sagen können: Ich bin jetzt ein Experte, was dieses Thema angeht, und ich weiß da wirklich alles darüber. Du solltest es nicht einfach nur auswendig lernen, du solltest es verinnerlichen. Du solltest quasi einen Film vor deinem inneren Auge darüber sehen. Kurz vor dem Referat oder vor dem Vortrag einfach nochmal ein bisschen bewegen, Bewegung baut das Adrenalin ab. Und sich auf jeden Fall nochmal verinnerlichen, dass nicht ich bewertet werde, sondern dass ich den Leuten, die mir zuhören, das Thema möglichst gut präsentieren möchte. Das kommt auch bei den Lehrern/ den Prüfern besser an.

RK: Ich denke, das sind auf jeden Fall tolle Tipps für alle. Hast du denn auch noch gute Tipps, damit sich Schüler im Unterricht besser konzentrieren können?

Oliver: Das coolste wäre, wenn es der Schüler/die Schülerin schafft, in Bildern mitzudenken. Also das, was die Lehrerin/der Lehrer sagt, solltest du direkt quasi als Kinofilm sehen. Weil wenn du diesen Film siehst, dann ist da kein anderer Film über irgendwas. Denn es ist ein Trugschluss, dass sich Menschen nicht konzentrieren können – meistens konzentrieren sie sich einfach aufs Falsche.

RK: Okay. Danke für die Antworten und Tipps!


Das Interview führte Tamina Obermeier, Q11.


Tomaten auf den Ohren - Warum wir immer tauber werden und was wir dagegen tun können

Laermschutz Bild„Habt ihr Spaß?“ ruft der Sänger. „Jaa!“ schreien wir, das ausgelassen tanzende Publikum zurück. Wir haben Spaß, und wie! Die wummernden Bässe, die unsere Körper durchfahren, die laute Musik in unseren Ohren. „Habt ihr Spaß? Ich kann euch nicht hören!“ schleudert uns der Musiker noch einmal entgegen. Eine mehr oder weniger subtile Aufforderung, noch lauter zu schreien, noch mehr Stimmung zu machen. Und es funktioniert. Der Lärmpegel scheint sich zu verdoppeln, alles scheint immer lauter zu werden. Die Band, der Bass, das Publikum. Der Abend wird immer besser, wir tanzen uns in Ekstase. Und danach? Danach verlassen wir alle die Konzerthalle. Glücklich, verschwitzt – und mit schmerzenden Ohren. Vorhin konnte uns der Sänger nicht hören, nun ist aus dieser Floskel Wahrheit geworden und wir können tatsächlich nicht mehr hören. Zumindest haben wir Geräusche bzw. ein Fiepen in den Ohren wie bei der Tinnituserkrankung. Zudem hören wir alles gedämpft, als hätte jemand ein Tuch über unsere Ohren gelegt.

Diese Symptome kennt man. Sie treten häufig auf, wenn wir über einen längeren Zeitraum hinweg lauten Geräuschen ausgesetzt sind. Unser Körper reagiert dann auf die Umwelt und sendet über die auftretenden Schmerzen ein Warnsignal aus: Vorsicht, hier ist es zu laut! Auch ich kenne diese Schmerzen und auch ich unterschätze sie viel zu sehr. Hören zu können, scheint eine Selbstverständlichkeit zu sein. Und laute Geräusche? Die schaden dem Ohr doch nicht wirklich. So denkt man zwar. Aber diese Annahme ist falsch, klärte uns die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml am 21.09.2017 auf, als sie unsere Schule besuchte. Zunächst wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass sich intensiver Lärm nicht nur auf Großveranstaltungen wie Konzerten findet, sondern auch im Alltag omnipräsent ist. Lärmende Mitschüler und Verkehrsgeräusche sind Beispiele für einen hohen Lärmpegel. Dieser schadet uns aber genauso, wie etwas leisere, dafür stets anwesende Geräusche. Unser Körper reagiert umgehend auf die Geräusche unserer Umwelt, sei es mit Stress, Müdigkeit oder Aggressivität. Auch längerfristig beobachtet werden Veränderungen an der Gesellschaft aufgrund des großen Lärms, dem wir tagtäglich ausgesetzt sind. Immer häufiger tritt sogenannte „Lärmschwerhörigkeit“ auf und immer mehr Menschen haben einen Tinnitus. Unter letzterem versteht man permanente, störende Ohrgeräusche, auf die der Mensch selbst keinen Einfluss hat.

Frau Huml wies uns also darauf hin, dass das A und O, um solchen Erkrankungen vorzubeugen, die frühzeitige Prävention, also die Vermeidung von Lärmquellen ist. Wir Menschen müssen Umweltgeräuschen gegenüber sensibilisiert werden, denn häufig können wir gar nicht mehr einschätzen, wie laut und damit schädlich der Alltagslärm ist.

Hierfür stellte sie die neue App namens „Earaction“ des bayerischen Gesundheitsministeriums vor. Diese entstand in Zusammenarbeit mit der Hochschule München. Die App ist sowohl aus einem theoretischen als auch einem praktischen Teil aufgebaut. So erfährt man zunächst etwas über das Ohr und dessen Aufbau, kann sich aber auch praktisch austoben, beispielsweise mit dem Schallpegelmesser. Dieser zeigt an, wie laut das aktuelle Umweltgeräusch ist, und wie lange man sich diesem gefahrlos aussetzen darf. Zudem hat man auch die Möglichkeit auszuprobieren, wie sich die eigene Lieblingsmusik anhören würde, wenn man einen Hörschaden hätte.

Die App soll uns sensibilisieren. Sie soll uns sensibilisieren, damit in Zukunft nicht auf taube Ohren gestoßen wird, wenn es um Lärmprävention geht.

von Margherita Ragucci, Q11


 

Mit CRISPR zur Unsterblichkeit – Medizin in der Zukunft

Habt ihr euch schon einmal Gedanken über die Zukunft gemacht? Wenn ja, dann habt ihr euch bestimmt schon einmal gefragt, ob ihr wohl irgendwann unsterblich sein könntet.
Ob ihr es glaubt oder nicht, aber es gibt eine Organisation in Amerika, die mit Hilfe von Gentechnik unter anderem bewirken möchte, dass ein Mensch Jahrhunderte lang leben kann.

Die Lebenserwartung in Deutschland liegt momentan im Schnitt bei einem Alter von ungefähr 81 Jahren. Das heißt, dass sich die Menschheit auch ohne Hilfe der Gentechnologie längere Lebenserwartungen angeeignet hat. Es gibt Tiere, die gegen das Altern immun sind und wirklich mehrere Jahrhunderte alt werden. Ein Beispiel dafür wäre die Art Turritopsis dohrnii, welche auch „unsterbliche Qualle“ genannt wird. Die Wissenschaftler, die Clustered Regulary Interspaced Short Palindromic Repeats, kurz CRISPR, entwickelt haben (eine neu entwickelte Technologie, die geschaffen wurde, um schwer heilbare Krankheiten wie Krebs zu heilen), wollen die Gene dieser Tiere übernehmen. Sie wollen die Menschen auch so verändern, dass sie eventuell für das Überleben auf fremden Planeten angepasst sind. Zum Beispiel gibt es eine Studie, die besagt, dass, wenn veränderte Menschen hochenergetische Nahrung, wie zum Beispiel sehr kalorienhaltige Lebensmittel aufnehmen würden, Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht geheilt werden könnten.
Aber diese Projekte haben natürlich auch negative Seiten. Was könnte ein Land davon abhalten, eine Armee von modifizierten „Supersoldaten“ zu erschaffen? So wäre es beispielsweise möglich, die landeseigene Armee nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Sei es mit mehr Ausdauer, Stärke oder auch Furchtlosigkeit.

Ebenso ist auch eine überalterte Gesellschaft durch modifizierte Alterungsgene ein nicht zu unterschätzendes Problem: Würden die Menschen nicht mehr sterben, so würde uns bald der Platz auf der Erde ausgehen, sowie Lebensmittel.

Zum Glück müssen wir uns darum im Moment noch keine Sorgen machen, schließlich steckt das Projekt noch in den Kinderschuhen. Es ist aber unabstreitbar, dass dies ein großer Schritt für die Menschheit werden würde.

von Isabelle Mamikonian, 7a


 

„Es gibt heute Bekleidung, aber keine Mode mehr“

Interview mit der Modedesignerin Beate Bonk

Mode der Zukunft BildWir alle beschäftigen uns mit Mode, manche bewusster, manche eher unfreiwillig, denn sie ist ein Teil unseres alltäglichen Lebens. Die Mode hat eine lange und umfangreiche Geschichte, umfasst viele verschiedene Epochen und vor allem geht sie mit der Zeit. So war es beispielsweise in den 1980ern im Trend, sich so verrückt wie möglich zu kleiden, während die heutigen Trends eher wieder zu schlichterer Kleidung zurückführen. Um mehr über die Mode der Zukunft zu erfahren, haben wir die Designerin Beate Bonk interviewt.

Reuchlin-Kurier: Wolltest du deinen Beruf schon immer machen?

Frau Bonk: Ja, definitiv.

RK: Wie bist du zu dem Beruf gekommen?

Frau Bonk: Tja, wie kommt man zu einem Beruf? Na ja, immer wenn ich Stoff in den Händen hatte, hatte ich eine Vision und ich hatte auch immer eine Vorstellung, wie es letztendlich aussehen sollte.

RK: Wie lange hast du das Geschäft in der Milchstraße schon?

Frau Bonk: Ich habe mein Geschäft an der Stelle, wo es jetzt liegt, seit dem Jahr 2000, also jetzt seit 17 Jahren; vorher waren wir noch an anderen Standorten.

RK: Hattest du deinen Laden schon immer in Ingolstadt?

Frau Bonk: Ja, denn als ich noch in Berlin war, hatte ich nur ein Atelier.

RK: Du bist ja Designerin: Hast du auch schon mal andere Marken als deine eigene verkauft?

Frau Bonk: Also, was Kleidung betrifft, verkaufe ich nur meine Eigenmarke, und andere Marken kaufe ich in puncto Schuhe und Accessoires dazu.

RK: Wie findest du die momentane Entwicklung der Mode?

Frau Bonk: Die Entwicklung der Mode ist natürlich sehr spannend, da kann man ja Bücher darüber schreiben. Es gib ja auch viele Bücher über Mode- und Kostümgeschichte, aber die Mode der Zukunft geht schon fast in Richtung Uniformität, ich meine, schaut euch doch mal die Jugend an: Es ist ja eigentlich belanglos, was die Leute tragen, solange man Mode in irgendwelchen Billigläden kaufen kann. Also kann man in Deutschland sowieso nicht von Mode sprechen, es gibt Bekleidung, aber keine Mode.

RK: Hast du ein Vorbild oder Idol?

Frau Bonk: Nein, ich habe keine Vorbilder, das wäre ja furchtbar langweilig. Dann würde ich ja versuchen, etwas nachzuahmen, was es schon gibt, und das will ich nicht.

RK: Welche Modetrends werden für 2018 erwartet?

Frau Bonk: Modetrends sind natürlich ein breites Thema, denn je nach Zielgruppe gibt es ja mehrere Trends. Also auf jeden Fall bleibt an Farbe und Struktur, was wir auch dieses Jahr hatten, bestehen, auch der Fakepelz bleibt weiterhin. Hosenbeine variieren von weit bis eng und von kurz bis lang, wobei der Trend eher wieder zur längeren Hose geht, also weg von der Knöchellänge. Der Hosenanzug ist ein riesiges Thema sowie auch Kleider weiterhin aktuell sein werden. Insgesamt wird in nächster Zeit viel gemischt werden, sowohl alte mit neuen als auch Vintage- mit modernen Designs. Dieser Trend hält sich zwar schon seit einer gewissen Zeit, aber ist einfach ein großer Erfolg in der Mode.

RK: Was erhoffst du dir vom Modebewusstsein der Menschen?

Frau Bonk: Ich wünsche mir, dass sich mehr Menschen modisch kleiden und vor allem ausgefallen und individuell anziehen, das ist meine große Hoffnung. Aber die Tendenz geht leider in die andere Richtung, die meisten tragen einfach nur Sneakers, Jeans und irgendein Shirt. Aber das ist so schade, weil es so langweilig ist. Wie wollt ihr denn, dass man euch sieht, in Klamotten, die jeder anhat? Wenn sich Leute dessen bewusst werden, was für eine große Rolle gute Bekleidung in unserer Gesellschaft spielt, dann treten sie ganz anders auf, das gibt ein ganz anderes Selbstbewusstsein. Ihr werdet dadurch viel ernster genommen.

RK: Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Frau Bonk: In 10 Jahren liege ich mit einem Drink in der Hängematte unter meinem Baum in meinem Garten und genieße meine freie Zeit.
RK: Schön, dann vielen Dank für das Interview!

Das Interview führten Elisa Sammarco und Maya Liebel, 8b und c.


 

Reale Zukunft in der Reuchlin-Bibliothek – Eine Erzählung

Ich habe vor kurzem ein Buch gelesen, in dem Zeitschleifen eine wichtige Rolle spielten. Wenn man eine betritt, bleibt man zwar am selben Ort, befindet sich jedoch in einem anderen Jahrhundert. So etwas Ähnliches ist mir letztens auch passiert.
Es war ein normaler Nachmittag und ich war in der Bibliothek. Normalerweise würde ich in einer Abenteuererzählung jetzt einen Geheimmechanismus hinter dem Bücherregal entdecken und diesen betätigen. Meine Geschichte beginnt jedoch ein wenig unspektakulärer: Vertieft in ein Buch stolperte ich und stieß gegen die Wand. Aber der harte Aufprall fiel aus; stattdessen glitt ich wie in Trance durch die Mauer und gelangte in den Nebenraum, der auf einmal vollkommen anders eingerichtet war als vor fünf Sekunden. Er war nicht mehr voller Bücher, sondern vom Boden bis zur Decke vollgestopft mit kleinen beschrifteten Fläschchen. Wie dämlich ist das denn? Ein Raum, gefüllt mit Fläschchen, deren Inhalt identisch aussieht? Die Leute dort schwebten im Schneidersitz ungefähr eineinhalb Meter über dem Boden. Sie trugen Anzüge, die den Kostümen von Aliens aus Hollywood-Produktionen stark ähnelten. Vor dem Fenster konnte ich raumschiffartige Flugmobile erkennen.
Anscheinend war ich durch unerklärliche Weise in die Zukunft gelangt! Anders konnte ich mir das nicht erklären. Die seltsam bekleideten Leute hatten alle die Augen geschlossen und schienen in der Luft zu meditieren. Hinter einer Theke entdeckte ich einen Jungen, der etwa zwei oder drei Jahre älter als ich war. Wobei ich doch genau genommen dann über hundert Jahre älter wäre als er, oder? Egal, auf jeden Fall war er einen Kopf größer als ich. Er schien nicht sehr überrascht, dass ich plötzlich dastand, als könnte sich hier jeder mit einem „Puff“ von Ort zu Ort teleportieren. Eher neugierig über das Buch in meinen Händen schien er zu sein, und als er meinen Kleidungsstil begutachtet hatte, lachte er lauthals los, sodass die meditierenden Leute aufwachten und grummelnd den Raum verließen. Neugierig wie ich bin, erkundigte ich mich bei ihm über die kleinen Fläschchen. Er erklärte mir freundlich, dass man, wenn man die jeweilige Flüssigkeit eines Fläschchens einnehme, in die Geschichte eindringe, deren Name auf dem Etikett der Flasche stehe. Somit könnte ich zum Beispiel in das Harry Potter Universum reisen und die ganze Geschichte miterleben. Er erklärte weiter, dass auch Archäologen so ihre Nachforschungen anstellen würden. Sie reisten einfach zu einem bestimmten Ort im passenden Jahr und sähen alles live, was vorher mühsam auf Papier festgehalten worden war. Was für eine Revolution der Menschheit!
Ich hätte die Zukunft gerne noch mehr erkundet, aber plötzlich wurde ich unsanft von einer brummigen Bibliothekarin wachgerüttelt. Ich hatte mir den Kopf wohl etwas zu fest gestoßen und war für ein paar Minuten nicht ansprechbar gewesen.
Vielleicht würde unsere Welt in einigen Jahrhunderten genauso so aussehen wie in meiner Traumillusion - wenn die Menschen denn die Alieninvasion überhaupt überleben würden. Es wäre dann selbstverständlich, sich zu teleportieren (viel umweltfreundlicher als unsere heutigen Fortbewegungsmittel) und wir könnten alle historisch wichtigen Momente oder wunderbare Geschichten, die der Fantasie einer kreativen Seele entsprungen sind, miterleben. Aber eine Welt ohne Bücher?! Naja, wir werden sehen. Vielleicht habe ich auch einfach nur eine seltsame Vorstellung der Zukunft.

von Isabelle Mamikonian, 7a


 

Wenn WALL-E Wirklichkeit wird - Robotik in der Zukunft

RobotikBild1Die meisten Menschen denken, wenn sie den Begriff ,,Zukunft“ hören, sofort an Roboter, obwohl es ja jetzt schon selbständige Roboter gibt, welche z. B. in Restaurants, Hotels oder der Industrie eingesetzt werden. Die selbstständigen kleinen Computerwesen werden wahrscheinlich nie wieder aus unserer Welt verschwinden. Wer weiß? Ob sie etwa eines Tages die Menschen unterwerfen und die Weltherrschaft übernehmen werden?
In Haushalten fehlt es an ihnen jedenfalls jetzt schon nicht: Staubsauger- und Rasenmäherroboter werden immer häufiger benutzt, und immer seltener kommt der Mensch im Haushalt zum Einsatz. Vielleicht hat er irgendwann nichts mehr zu tun und die künstlichen Helfer erledigen für ihn alle Pflichten.
In der Zukunft werden Roboter immer mehr lebensgefährliche Aufgaben übernehmen, wie zum Beispiel Menschen aus einem brennenden Haus retten oder Bomben entschärfen. Sie werden auch Krankheiten heilen können. Dazu werden Mini-Roboter in den Körper eingesetzt, welche dort Bakterien bekämpfen.
RobotikBild2Außerdem müssen Menschen mit Tierhaarallergie nicht länger auf ein Haustier verzichten, sondern können sich ganz einfach einen Haustierroboter anschaffen, welcher die gleiche Mimik und Gestik wie ein echtes Tier hat und sogar mit seinem Besitzer spielen kann.
Wir jedenfalls freuen uns schon auf die Zukunft! Wer weiß, was sich da noch alles tut? Ein Lehrerroboter……oder vielleicht ein Hausaufgabenroboter? Das wäre mal praktisch.

von Edwina Holz und Jule Sachs, 7b


Kauen wir bald Willy Wonkas Kaugummis? – Essen der Zukunft

Nahrung aus Tuben, in Form von bunten Pillen oder ein Kaugummi, der wie in dem Film „Charlie und die Schokoladenfabrik“ mehrere Geschmacksrichtungen enthält – das kommt vielen bei „Essen der Zukunft“ in den Sinn. Doch was ist wirklich realistisch und sind Insekten vielleicht das Essen der Zukunft?
Die Weltbevölkerung wächst immer weiter, der Platz und somit auch der Platz für Tierhaltung verringern sich. In der Vergangenheit wurde versucht, dieses Problem mit Massentierhaltung zu lösen, doch da die alles andere als tierfreundlich ist, steigen innovative Firmen auf kleinere Tiere, wie zum Beispiel Insekten, um. Gummi-Insekten in einer Bowle werden zwar als Halloween-Schreck verwendet – aber so schlimm sind Insekten gar nicht! Sie sind sogar gesund, weil viele Nährstoffe in ihnen stecken. Ob Insekten als Nahrung in Europa sich allerdings durchsetzen werden, steht offen. Wahrscheinlich muss man auch in einigen Jahren weiterhin in die Zoohandlung gehen, um sich ein paar Mehlwürmer fürs Abendessen zu besorgen.
Außerdem gewinnen der vegetarische und auch der vegane Lebensstil immer mehr an Popularität, weshalb auch Fleischersatz aus Soja oder Weizeneiweiß (Seitan) immer beliebter wird. Anders als Vegetarier, welche nur auf Fleisch und Fisch verzichten, nehmen Veganer überhaupt keine tierischen Produkte mehr zu sich, das bedeutet auch keine Milchprodukte, Honig und Eier mehr. Forscher haben jetzt sogar eine vegane Mayonnaise entwickelt, die rein aus Pflanzen hergestellt wird. Sie soll relativ ähnlich schmecken wie die Mayonnaise aus Hühnereiern. Es gibt mehrere Vorteile bei fleischlosen Produkten: So benötigen Pflanzen weniger Wasser als Tiere und es entstehen bei der Produktion weniger Treibhausgase. Angesichts der Tatsache, dass in der Massentierhaltung Hähne, die für die Eierproduktion unbrauchbar sind, mit CO2 vergast oder sogar geschreddert werden, kann man die vegane Variante, im Gegensatz zur herkömmlichen, ruhigen Gewissens verzehren. Die vegane Mayonnaise soll am Ende sogar kostengünstiger sein als die echte Mayonnaise.
Diese könnte man dann zum Beispiel mit einem „Smart Home“-Gerät bestellen. Denn auch die Küche, dort, wo das Essen zubereitet wird, wird immer weiter modernisiert. „Smart Home“-Geräte und auch Sprachassistenten werden dort immer beliebter, denn schnell und einfach soll es gehen. Vielleicht kann man bald so zum Beispiel den Backofen steuern. Ich stelle mir das so vor: „Alexa, backe eine Schwarzwälder Kirschtorte!“ Es gibt sogar schon einen Kühlschrank, der erkennt, wenn Lebensmittel fehlen und sie dann selbst im Internet bestellt.
Aber stellt euch mal vor, ihr könnt in Zukunft eure Pizza in die Hosentasche schieben, weil sie in Tablettenform ist… das wäre doch lustig! Oder in gar nicht allzu ferner Zukunft Essen aus Tuben, wie es Astronauten zu sich nehmen, essen? Das wäre gar nicht so unwahrscheinlich.

http://www.zukunftsessen.de/

von Leonie Ostermeier und Paula Schillinger, 7b


 

„Ich versuche im Augenblick zu leben!“

Interview zum Thema Zukunft mit Herrn Demel

Reuchlin-Kurier: Wie lange unterrichten Sie schon an dieser Schule, Herr Demel?

Herr Demel: Mittlerweile schon seit fast 23 Jahren, also relativ lange.

RK: Denken Sie oft an die Zukunft, und wenn ja, woran genau?

Herr Demel: Nicht oft, weil ich versuche im Augenblick zu leben!

RK: Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?

Herr Demel: Hoffentlich immer noch am Reuchlin-Gymnasium!

RK: Was halten Sie von Unsterblichkeit? Würden Sie gerne ewig leben?

Herr Demel: Nein. Ich würde nicht gerne unsterblich sein, denn dadurch, dass man begrenzt lange lebt, wird es wichtig zu versuchen, seine Zeit sinnvoll zu verbringen.

RK: Was haben Sie noch für die Zukunft geplant?

Herr Demel: Also, mein Ziel ist es, unter anderem zu versuchen, mit möglichst vielen Schülern gut auszukommen.

RK: Wie hat Ihnen das Interview gefallen?

Herr Demel: Es hat mir sehr gut gefallen, denn es waren sehr gute Fragen und es macht Spaß, über diese Dinge nachzudenken.

RK: Vielen Dank, Herr Demel!

Das Interview führten Jule Sachs und Edwina Holz, 7b.


 

Was passiert, wenn uns das Erdöl ausgeht?

Es dient als Treibstoff und wird genutzt, um Energie zu erzeugen, es wird zur Produktion von Plastik, Farben, Kosmetika, Medikamenten und vielen weiteren Dingen benötigt, und ohne diesen Rohstoff gäbe es wahrscheinlich weder Flugzeuge, noch Autos. Erdöl ermöglicht uns erst unseren bequemen Lebensstil und ist aus unserer modernen Welt nicht mehr wegzudenken.
Was viele allerdings nicht wissen, ist, dass die Geschichte des Erdöls viel älter ist. Schon in der Steinzeit befestigten manche Jäger ihre Pfeilspitzen mit einer klebrigen Masse, dem Bitumen, welches auch als Pech oder Teer bekannt ist und aus Erdöl gewonnen wird. Schon vor Tausenden von Jahren dichtete man hiermit im heutigen Iran Boote ab und persische Bogenschützen kamen schon früh auf die Idee, ihre Pfeile in das leicht entflammbare Bitumen zu tauchen, um dieses anzuzünden.
Aber erst im 19. Jh. begann die Ausbeutung der Rohölreserven im großen Stil. Damals suchte man nach einem kostengünstigen Lampenbrennstoff, da das zuvor benutzte Walöl nur für die wohlhabendere Schicht der Bevölkerung erschwinglich war.
Heute pusten wir mehr als zwei Drittel des Erdöls schlicht durch den Schornstein beziehungsweise durch den Auspuff. Öl steckt mittlerweile, in Form von chemischen Stoffen, die aus Erdöl gewonnen werden, in den meisten Produkten, die wir im Alltag nutzen. PVC (Polyvinylchlorid) etwa – ein Kunststoff, der auf Erdöl basiert – steckt in Fensterrahmen, Fußbodenbelägen und medizinischem Gerät, zum Beispiel in Schläuchen, Polyurethan eignet sich hingegen für Schaumstoffe in Polstermöbeln und Matratzen und Polystyrol befindet sich in jeder Styropor-Verpackung. Ohne Erdöl gäbe es also weder Plastikflaschen, Fernseher, Smartphones, Staubsauger oder Sofas noch Kleidungsstücke aus Kunstfasern.
Aber Erdöl ist, genau wie Erdgas oder Kohle, ein fossiler Rohstoff, was bedeutet, dass es in geologischer Vorzeit aus Abbauprodukten von toten Pflanzen und Tieren entstanden ist, und es ist deshalb nicht unbegrenzt verfügbar. Daraus lässt sich folgern, dass das Erdöl irgendwann aufgebraucht sein wird. Die Wissenschaftler streiten sich noch darüber, wieviel Erdöl es in Wahrheit noch auf der Erde gibt. Doch das ist auch nicht so entscheidend, da es einen großen Unterschied macht, wie schwierig es ist, das Erdöl an einer bestimmten Stelle zu fördern. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Tag kommen wird, an dem es keinen Tropfen Erdöl mehr auf diesem Planeten gibt, denn mit aufwendigeren Fördermethoden, wie zum Beispiel dem für die Umwelt problematischen „Fracking“, bei dem Flüssigkeiten mit extrem hohem Druck in das Gestein gepresst werden, um kleine Gesteinsrisse zu erzeugen, die es ermöglichen, auch noch die letzten Reste an Öl zu gewinnen, lässt sich unter großem Aufwand auch weiterhin noch Öl fördern. Außerdem liegen an manchen Stellen auf dieser Erde, wie beispielsweise im Golf von Mexiko, tausende Meter unter dem Meeresspiegel, noch riesige Ölvorkommen. Bisher lohnt es sich finanziell nicht, solche Vorkommen anzuzapfen, doch wenn der Ölpreis weiter ansteigt, wird es rentabel werden, dies zu tun.
WaspassiertmitdemErdlDer Ölpreis wird also höchstwahrscheinlich vorerst immer weiter ansteigen, bis Produkte wie Plastik oder Benzin für die meisten Menschen nicht mehr bezahlbar sind. Spätestens dann wird sich die Menschheit nach einer erschwinglichen Alternative zum Erdöl umschauen müssen.

von Jan Philipp Rave, 9c