Kreisch! Das muss ich unbedingt haben!“ -  Wie uns Werbung manipuliert

Jede Firma will, dass die Kunden ihre Produkte kaufen, dass sich der Kunde an diese erinnert. Dafür mit einer guten Strategie zu werben, ist nicht leicht.
Hierbei hängt alles von der Kreativität der Marketing-Leute ab, die für Erfolg und Misserfolg der Werbung verantwortlich sind. Und mit diesem Wissen werden dann kleine Tricks angewendet, die uns Konsumenten manipulieren. Die Tricks müssen nicht auffällig sein, oft genügen schon ein paar simple Kniffe, die die Aufmerksamkeit der Konsumenten wecken.  
 
Hier einige Tricks der Werbung in der Übersicht:

1. Das Konzept „AIDA“
„A“ – für Aufmerksamkeit des Konsumenten („attention“)
„I“- für das Wecken des Interesses („interest“)
„D“- für den Wunsch, die beworbene Sache zu besitzen („desire“)
„A“- für den Kauf des Produkts („action“)

2. Farben und Formen
Die Farbgebung in der Werbung ist entscheidend. Denn Farben rufen bei den Betrachtern Emotionen hervor. So verbinden wir z.B. Blau mit Treue und Beständigkeit. Rot wiederum ruft bei uns die Assoziation zu Energie, Liebe und Stärke hervor und Gelb soll tendenziell für Fröhlichkeit und Intelligenz stehen.
Aber auch die grafische Anordnung ist wichtig, oft wird ein Bild auf die linke Seite gestellt, der Text auf die rechte. Der Grund dafür  ist, dass alles was auf der linken Seite steht, auch von der linken Gehirnhälfte aufgenommen wird, die für das Auswerten und Verarbeiten von Bildern zuständig ist. Die rechte dagegen hilft bei Textverständnis und –verarbeitung.

3. Klänge
Auch der „Sound“ von Werbung ist wichtig, dazu benutzen die Marketing-Leute gerne Melodien, die einen Ohrwurm-Effekt haben.  

4. Texte
Es ist bewiesen, dass wir Design-Objekte als attraktiv wahrnehmen, wenn sie keine scharfen Kanten haben. Deswegen werden in der Werbung Texte eher in runde Kästen gestellt, die liest der Zuschauer lieber als die mit Ecken.  

5. Haarfarbe des Models
Das hört sich jetzt etwas seltsam an, aber die Haare des Models tragen zu einem hohen Maß dazu bei, das Produkt gut zu verkaufen. So ist ein Model mit braunen Haaren eher dafür geeignet, Kosmetikprodukte, Schokolade oder Autos zu präsentieren. Ein blondes Model hingegen kann besser Waschmittel, Milchprodukte oder Zeitschriften präsentieren.  

6. Product Placement
Product Placement nennt man die gezielte Platzierung eines Produkts außerhalb der Werbung. Wir sagen dazu auch gerne „Schleichwerbung“. Sie wird gerne in Filme oder Serien verwendet. Denn wenn die Lieblingsschauspielerin das neueste Smartphone benutzt, will man das auch sofort haben.

Werbung Kampagne
7. Kampagnen
Als Kampagnen bezeichnet man Werbeaktionen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Auch werden sie eher für einen guten Zweck gestartet und auch oft vom Staat gefördert werden. Sie fordern z.B. Menschen auf,  anderen Menschen/Kindern in Not zu helfen oder sich vor AIDS zu schützen.

 

Tipps, wie ihr euch vor Beeinflussung durch Werbung im Fernsehen schützen könnt:
1. Man kann wegschalten, darf dann nur nicht vergessen wieder zum laufenden Programm zu schalten!
2. Den Fernseher stummschalten und während der Werbepause irgendwas Produktives machen, z.B. die Vokabeln für den nächsten Tag noch mal anschauen ;-)
3. Dennoch kann man die Werbung auch anschauen und zweimal überlegen, ob man das Produkt braucht und ob es das Geld wert ist.
4. Nur weil die Lieblingsschauspielerin das Handy hat, musst du es nicht auch nicht gleich haben! Sie wurde wahrscheinlich dafür bezahlt, das Handy in die Kamera zu halten.


 
Werbung manipuliert und wird mit kleinen Tricks perfekt gemacht. Jedoch habt ihr jetzt Tipps und Tricks kennen gelernt, damit ihr nicht mehr so leicht in die Falle tappt.
Ihr könnt ja in der nächsten Werbepause mal schauen, welche der genannten Marketing-Tricks ihr wiederentdeckt.  

von Lisa Morgenstern