Platon plaudert - Reuchlins weiser Mann hat gesprochen

Interview mit Herrn Stadler: In dieser Folge „Glück“

Débora: Hatten Sie schon mal so richtig Glück?

Herr Stadler: Ja hatte ich. Ja also ich hatte noch nie einen Unfall.

Bitte beschreiben Sie mir „Glück“. Was ist ihrer Meinung nach Glück?

Man hat kein Pech. (lächelt) Es kommt unerwartet und ist unvorhersehbar.

Haben Sie immer Glück?

Nein. Der Alltag ist oft grau und wenn das Glück alltäglich wäre, wäre es kein Glück mehr. Glück ist selten.

Wie stehen Sie zum Paradox des Solon?
[Anmerkung der Verfasserin: Paradox des Solon: Nach dem Tod ist es nicht mehr möglich, zu irgendeinem Zeitpunkt des Lebens von sich (oder einer anderen Person) zu behaupten, sie sei glücklich.]

Leider stimmt das. Das Unglück kommt jedoch vor dem Tod, man hofft aber nicht, dass es passiert.

Nun folgen drei bekannte Zitate zum Thema Glück. Bitte äußern Sie sich zu diesen.
Jeder ist seines Glückes Schmied.

Ja und Nein. Es stimmt nur teilweise, denn man kann nicht immer sein Glück selbst schmieden.

Der Tod hat keine Macht über das Glück.

Der Tod sehr wohl Macht, denn wenn man einen geliebten Menschen verliert bzw. verloren hat, ist man „nicht mehr glücklich".

Der Mensch ist des Glückes Spielball.

Nein eigentlich nicht. Früher in der Antike war der Mensch der Spielball der Götter, jedoch nicht des Glückes. Es gibt nämlich so viele unerklärliche Dinge, für die der menschliche Verstand einfach nicht ausreicht.


von Débora Ziel