Büchertrends - Trendbücher

Trends um Bücher, eine Debatte die man nicht gewinnen kann. Denn zum einen gibt es oftmals einen großen Unterschied zwischen dem, was dem Leser in der Theorie gefällt, und dem, was er dann auch tatsächlich kauft. Zum anderen stellt sich die durchaus signifikante Frage: Was macht ein gutes Buch aus? Naja das lässt sich doch leicht beantworten oder? Eine gute Story, ein guter Erzählstil, glaubwürdige Charaktere… Das ist alles nicht falsch, doch reicht es heutzutage nicht für einen Bestseller. In der Theorie vielleicht schon, aber wie schon gesagt, bewerten viele Kunden ein Buch nach seinem Cover und seinem Titel und wägen schon in den ersten Sekundenbruchteilen ab, ob es gelesen wird oder nicht.
Aber was macht ein Buch dann zu einem guten Buch, oder noch besser, zu einem Bestseller? Nun zunächst einmal kann man sich die momentanen, tatsächlichen Vorlieben der breiten Masse genauer ansehen, und dann fällt schnell auf, dass es auch eine breite Masse an favorisierten Büchern gibt. Jedoch lässt sich der ein oder andere Anhaltspunkt erkennen. Zunächst beim Genre: Während sich die Verkaufszahlen der Klassiker konstant auf einem niedrigen Level halten, boomt die Belletristik, d.h. die Romanabteilung, aber auch Sachbücher und Biographien erfreuen sich immer größerer Aufmerksamkeit, zumindest im Vergleich mit den vergangenen Jahren. Bei den Biographien ist noch anzumerken, dass es einen maßgeblichen Unterschied macht, ob die beschriebene Person tot ist oder nicht. Ersteres lässt sich sehr viel besser verkaufen.
Gehen wir genauer auf den Bereich Belletristik ein: Der gute alte Begriff „Sex sells“ gilt 2016 noch stärker als je zuvor, Krimis verkaufen sich momentan eher träge, aber solide, und Fantasy findet immer mehr neue Leserinnen und Leser, vor allem unter den Jugendlichen. Demnach sind den meisten Autoren wie George R.R. Martin mit „A Song of Ice and Fire (Game of Thrones)“, kitSuzanne Collins und ihre „Tribute von Panem“-Reihe, John Green mitsamt Liebesromanen und auch Kiera Cass, die Autorin der „Selection“-Reihe, ein Begriff. Wie sich herausstellt sind genannte Autoren sowohl an der Spitze der deutschen Jugendliteraturcharts als auch allesamt US-amerikanische Schriftsteller. Und nicht nur im Bereich Jugendliteratur, tatsächlich in beinahe allen Genres werden US-amerikanische Romane bevorzugt.
Aber was macht die deutsche Literatur denn so unbeliebt, vor allem unter Jugendlichen? Warum gelten deutsche Bücher im eigenen Land als langweilig? Der ein oder andere argumentiert, die Charaktere seien zu „deutsch“, so auch die im Buch beschriebenen Umstände, ebenso weiche der Sprachstil, in dem die Geschichte erzählt werde, zu sehr von der durch Fernsehserien und Filme geprägten Übersetzung aus dem Englischen ab. Um sich ein genaueres Bild darüber zu machen, muss man sich zunächst im Klaren sein, welchen Einfluss der amerikanische Schreibstil in Deutschland über die letzten Jahrzehnte hinweg hatte. Um 1940 bis 1950 mussten Krimis in Amerika beziehungswese in England spielen, die Charaktere einen amerikanischen Namen haben, und sogar der deutsche Autor selbst musste sich ein US-amerikanisches Pseudonym zulegen, um in Deutschland überhaupt zu bestehen. Jedoch änderte sich das spätestens in den 80er Jahren, seitdem blüht die Szene des deutschen Krimis auf wie nie zuvor und kann mit traditionellen Belletristik-Ländern mithalten.
Und doch hält sich bis heute das hartnäckige Gerücht, US-amerikanische Krimis seien schlicht besser als deutsche. So ist, laut einer Umfrage, die Liste der deutschen Lieblingsautoren hierzulande schockierenderweise fast ausschließlich von deutschen Klassikern geprägt, wie Michael Ende, Otfried Preußler, Patrik Süskind oder Goethe. Sind das wirklich die einzigen „anständigen“ deutschen Bücher? Oder wollen einige der Leser besonders gebildet wirken und wissen letztendlich selbst nicht so genau, was gute deutsche Literatur ausmacht?
Womöglich kann man nur eines sicher sagen: Geschmäcker sind verschieden, aber was deutsche Literatur auch immer sein mag, es ist gewiss, dass wir Deutsche sie anscheinend nicht so gerne lesen.
von Sophia Fois

 

Warum wir japanische Comics so toll finden - Alles über Mangas

Mangas? Was ist denn das? Was? Das sind Bücher? Die man von hinten liest?!
Mangas sind tatsächlich japanische Comics. Ja, mit kleinen Bildern, eben genau wie in einem Comic. Der einzige Unterschied zwischen einem Manga und einem Comic ist lediglich, dass man Mangas von hinten nach vorne und von rechts nach links liest. Das heißt, wenn du dir irgendwann mal einen Manga kaufen solltest, musst du die allerletzte Seite aufschlagen und von rechts nach links lesen, also genau andersherum wie bei Comics. Attack on titanUrsprünglich kommt der Trend aus Japan. Der Name „Manga“ stammt aus dem japanischen und kommt von dem Wort „xy“, zu Deutsch „manga“: Über den Plural des Wortes ist man sich nicht ganz sicher, denn eigentlich bezeichnet das Wort „Manga“ nur einen einzelnen der japanischen Comics. Es gibt jedoch einige Leser, die das Wort „Manga“ auch als Plural verwenden. Die meisten bevorzugen jedoch „Mangas“, wenn sie mehrere der Comics meinen.
Bis auf die Unstimmigkeiten bezüglich des Plurals gibt es jedoch einige Merkmale der japanischen Comics, bei denen man sich einig ist: Ein Manga ist so gut wie immer schwarz-weiß gedruckt, nur selten in Farbe. Auch die umgekehrte Leserichtung ist ein charakteristisches Merkmal. Die Figuren haben oftmals sehr große Augen und manchmal weichen die Körperproportionen stark von der Realität ab. ten count
„Das ist doch total langweilig“, denkst du dir jetzt bestimmt. Falsch gedacht! Im Mangabereich gibt es, genau wie bei Büchern, verschiedene Genres. Von Action bis hin zu Liebe und Romantik ist alles dabei! Und falls ich dich jetzt neugierig gemacht habe und du dir eventuell einen Manga kaufen möchtest, habe ich dir hier meine Lieblinge zusammengetragen, die wirklich zu empfehlen sind: „Fading Colors“ ist einer meiner Favoriten. Darin geht es um zwei Jungen aus zwei völlig unterschiedlichen Welten, die plötzlich aufeinandertreffen. Ein weiterer ziemlich cooler Manga ist „Ten Count“, der zurzeit vier Bände umfasst. Darin geht es um einen jungen Mann, der sich vor Bakterien fürchtet und sich deshalb in Behandlung begibt. „Attack on Titan“ mit zurzeit 14 Teilen geht mehr in Richtung Action und Fantasy und ist ebenfalls sehr zu empfehlen.
Momentan sind Mangas ein stetig wachsender Trend, der auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet.
Entweder man liebt sie oder man hasst sie – auf welcher Seite der Macht steht ihr?
von Tamina Obermeier