Distance means nothing, if someone means everything to you

Internetfreunde. Ein sehr umstrittenes Thema, vor allem wenn es darum geht, seine Eltern zu überzeugen, gemeinsam zu einem Internetfreund oder einer Internetfreundin zu fahren. Als Internetfreunde bezeichnet man allgemein Freunde von sich, die man über das Internet kennengelernt hat und die meistens in größerer Entfernung wohnen. Ich persönlich habe einige Freunde, die ich durch verschiedene soziale Netzwerke kennengelernt habe und die über ganz Deutschland verteilt sind.
Internetfreunde Karte.jpgAuch eine meiner besten Freundinnen habe ich über das soziale Netzwerk „Instagram“ kennengelernt. Meine Mutter war nicht gerade begeistert davon, als ich sie letztes Jahr im Dezember besuchen wollte, was ich auch nachvollziehen kann. Internetfreundschaften haben nämlich nicht nur Vorteile; eigentlich überwiegen sogar die Nachteile. Natürlich ist es schön, dass man einfach eine Person kennenlernt, mit der man sich super versteht, denn so einen Menschen findet man nicht so leicht, dennoch ist die Entfernung schon ein schwerwiegendes Problem. Denn es ist schon blöd, wenn man einen Menschen kennenlernt, der jedoch mehrere hundert Kilometer weg wohnt, und bei dem die Chance sehr gering ist, dass man ihn irgendwann persönlich trifft. Und wie soll man die Eltern auch dazu überreden, dass man einfach mal so ein paar hundert Kilometer durch halb Deutschland fährt, um eine 'Freundin' zu treffen? Das braucht schon ziemlich viel Überredungskunst.Internetfreunde.jpg
Aber ich verspreche euch, es lohnt sich! Ich habe es damals geschafft, meine Mutter zu überzeugen, dass sie mit mir im Dezember zu meiner besten Freundin nach Hamburg fährt – eine Entfernung von über 500km! Und es hat sich sehr gelohnt, denn wir hatten eine wundervolle Zeit zusammen, und es war ein wunderschönes Gefühl, sie endlich umarmen zu können! Und nach diesem Treffen hat mir meine Mutter ebenfalls erlaubt nach München zu fahren, um eine andere Internetfreundin zu treffen, die ich zu dem Zeitpunkt schon mehr als ein Jahr kannte. Also, falls ihr auch Internetfreunde habt – gebt die Hoffnung nicht auf, sie eines Tages sehen zu können! 
Und ein Tipp noch: Wenn eure Eltern sagen, dass ihr die Person gar nicht kennt und sie vielleicht ein Psychopath sein könnte, arrangiert es so, dass eure Eltern mit den Eltern eurer Internetfreundin/eures Internetfreundes telefonieren oder skypen können. Das hilft meist schon mal. Und wenn ihr euch zusammen noch auf Regeln einigt, die ihr befolgen sollt und gemeinsam eine Zug-/Bahnverbindung aussucht – möglichst ohne Umsteigen – oder vielleicht sogar zusammen dorthin fahrt, dann klappt das schon! Seid bitte trotzdem vorsichtig und trefft euch auch erst, wenn ihr die Person gut genug kennt und euch wirklich sicher seid, wer da eigentlich am anderen Ende des Handys oder des Computers sitzt. Am besten skypet ihr vorher auch ein paar Mal mit eurer Internetfreundin oder eurem Internetfreund, damit ihr alles ausgiebig planen könnt, damit euer Treffen auch ein schönes Erlebnis wird! Viel Glück dabei!
von Tamina Obermeier