Ganz neu und "druckfrisch":

 

Der Reuchlin Kurier

Herbst 2016 "Trends"


 

Büchertrends - Trendbücher

Trends um Bücher, eine Debatte die man nicht gewinnen kann. Denn zum einen gibt es oftmals einen großen Unterschied zwischen dem, was dem Leser in der Theorie gefällt, und dem, was er dann auch tatsächlich kauft. Zum anderen stellt sich die durchaus signifikante Frage: Was macht ein gutes Buch aus? Naja das lässt sich doch leicht beantworten oder? Eine gute Story, ein guter Erzählstil, glaubwürdige Charaktere… Das ist alles nicht falsch, doch reicht es heutzutage nicht für einen Bestseller. In der Theorie vielleicht schon, aber wie schon gesagt, bewerten viele Kunden ein Buch nach seinem Cover und seinem Titel und wägen schon in den ersten Sekundenbruchteilen ab, ob es gelesen wird oder nicht.
Aber was macht ein Buch dann zu einem guten Buch, oder noch besser, zu einem Bestseller? Nun zunächst einmal kann man sich die momentanen, tatsächlichen Vorlieben der breiten Masse genauer ansehen, und dann fällt schnell auf, dass es auch eine breite Masse an favorisierten Büchern gibt. Jedoch lässt sich der ein oder andere Anhaltspunkt erkennen. Zunächst beim Genre: Während sich die Verkaufszahlen der Klassiker konstant auf einem niedrigen Level halten, boomt die Belletristik, d.h. die Romanabteilung, aber auch Sachbücher und Biographien erfreuen sich immer größerer Aufmerksamkeit, zumindest im Vergleich mit den vergangenen Jahren. Bei den Biographien ist noch anzumerken, dass es einen maßgeblichen Unterschied macht, ob die beschriebene Person tot ist oder nicht. Ersteres lässt sich sehr viel besser verkaufen.
Gehen wir genauer auf den Bereich Belletristik ein: Der gute alte Begriff „Sex sells“ gilt 2016 noch stärker als je zuvor, Krimis verkaufen sich momentan eher träge, aber solide, und Fantasy findet immer mehr neue Leserinnen und Leser, vor allem unter den Jugendlichen. Demnach sind den meisten Autoren wie George R.R. Martin mit „A Song of Ice and Fire (Game of Thrones)“, kitSuzanne Collins und ihre „Tribute von Panem“-Reihe, John Green mitsamt Liebesromanen und auch Kiera Cass, die Autorin der „Selection“-Reihe, ein Begriff. Wie sich herausstellt sind genannte Autoren sowohl an der Spitze der deutschen Jugendliteraturcharts als auch allesamt US-amerikanische Schriftsteller. Und nicht nur im Bereich Jugendliteratur, tatsächlich in beinahe allen Genres werden US-amerikanische Romane bevorzugt.
Aber was macht die deutsche Literatur denn so unbeliebt, vor allem unter Jugendlichen? Warum gelten deutsche Bücher im eigenen Land als langweilig? Der ein oder andere argumentiert, die Charaktere seien zu „deutsch“, so auch die im Buch beschriebenen Umstände, ebenso weiche der Sprachstil, in dem die Geschichte erzählt werde, zu sehr von der durch Fernsehserien und Filme geprägten Übersetzung aus dem Englischen ab. Um sich ein genaueres Bild darüber zu machen, muss man sich zunächst im Klaren sein, welchen Einfluss der amerikanische Schreibstil in Deutschland über die letzten Jahrzehnte hinweg hatte. Um 1940 bis 1950 mussten Krimis in Amerika beziehungswese in England spielen, die Charaktere einen amerikanischen Namen haben, und sogar der deutsche Autor selbst musste sich ein US-amerikanisches Pseudonym zulegen, um in Deutschland überhaupt zu bestehen. Jedoch änderte sich das spätestens in den 80er Jahren, seitdem blüht die Szene des deutschen Krimis auf wie nie zuvor und kann mit traditionellen Belletristik-Ländern mithalten.
Und doch hält sich bis heute das hartnäckige Gerücht, US-amerikanische Krimis seien schlicht besser als deutsche. So ist, laut einer Umfrage, die Liste der deutschen Lieblingsautoren hierzulande schockierenderweise fast ausschließlich von deutschen Klassikern geprägt, wie Michael Ende, Otfried Preußler, Patrik Süskind oder Goethe. Sind das wirklich die einzigen „anständigen“ deutschen Bücher? Oder wollen einige der Leser besonders gebildet wirken und wissen letztendlich selbst nicht so genau, was gute deutsche Literatur ausmacht?
Womöglich kann man nur eines sicher sagen: Geschmäcker sind verschieden, aber was deutsche Literatur auch immer sein mag, es ist gewiss, dass wir Deutsche sie anscheinend nicht so gerne lesen.
von Sophia Fois

 

Warum wir japanische Comics so toll finden - Alles über Mangas

Mangas? Was ist denn das? Was? Das sind Bücher? Die man von hinten liest?!
Mangas sind tatsächlich japanische Comics. Ja, mit kleinen Bildern, eben genau wie in einem Comic. Der einzige Unterschied zwischen einem Manga und einem Comic ist lediglich, dass man Mangas von hinten nach vorne und von rechts nach links liest. Das heißt, wenn du dir irgendwann mal einen Manga kaufen solltest, musst du die allerletzte Seite aufschlagen und von rechts nach links lesen, also genau andersherum wie bei Comics. Attack on titanUrsprünglich kommt der Trend aus Japan. Der Name „Manga“ stammt aus dem japanischen und kommt von dem Wort „xy“, zu Deutsch „manga“: Über den Plural des Wortes ist man sich nicht ganz sicher, denn eigentlich bezeichnet das Wort „Manga“ nur einen einzelnen der japanischen Comics. Es gibt jedoch einige Leser, die das Wort „Manga“ auch als Plural verwenden. Die meisten bevorzugen jedoch „Mangas“, wenn sie mehrere der Comics meinen.
Bis auf die Unstimmigkeiten bezüglich des Plurals gibt es jedoch einige Merkmale der japanischen Comics, bei denen man sich einig ist: Ein Manga ist so gut wie immer schwarz-weiß gedruckt, nur selten in Farbe. Auch die umgekehrte Leserichtung ist ein charakteristisches Merkmal. Die Figuren haben oftmals sehr große Augen und manchmal weichen die Körperproportionen stark von der Realität ab. ten count
„Das ist doch total langweilig“, denkst du dir jetzt bestimmt. Falsch gedacht! Im Mangabereich gibt es, genau wie bei Büchern, verschiedene Genres. Von Action bis hin zu Liebe und Romantik ist alles dabei! Und falls ich dich jetzt neugierig gemacht habe und du dir eventuell einen Manga kaufen möchtest, habe ich dir hier meine Lieblinge zusammengetragen, die wirklich zu empfehlen sind: „Fading Colors“ ist einer meiner Favoriten. Darin geht es um zwei Jungen aus zwei völlig unterschiedlichen Welten, die plötzlich aufeinandertreffen. Ein weiterer ziemlich cooler Manga ist „Ten Count“, der zurzeit vier Bände umfasst. Darin geht es um einen jungen Mann, der sich vor Bakterien fürchtet und sich deshalb in Behandlung begibt. „Attack on Titan“ mit zurzeit 14 Teilen geht mehr in Richtung Action und Fantasy und ist ebenfalls sehr zu empfehlen.
Momentan sind Mangas ein stetig wachsender Trend, der auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet.
Entweder man liebt sie oder man hasst sie – auf welcher Seite der Macht steht ihr?
von Tamina Obermeier


 

Von Drachen, Kriegern und Königsfamilien - Die 6.Staffel von ´Game of Thrones` steht in den Startlöchern

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Wohl eines der beliebtesten Bücher momentan ist George R.R. Martins 'Das Lied von Eis und Feuer' oder wie der englische Titel lautet, 'A Game of Thrones'. Allein die gedruckte Version besteht aus 10 Büchern von ja über 600 Seiten. Und dabei bleibt es auch nicht, denn Band 11 und 12 der Fantasy-Reihe sind bereits in Produktion.
Die TV-Serie jedoch ist ebenso erfolgreich. Mit bis jetzt 5 Staffeln voller Spannung und Action ist ´Game of Thrones´ einfach ein Muss für jeden Fantasy -Liebhaber. Und ganze 10 Monate hielt die Fancommunity den Atem an, bis dann endlich am 24. April die erste Episode der 6. Staffel zu sehen war. Doch dieses Mal basiert die Handlung nicht mehr auf den Büchern, da diese ja noch nicht fertig sind. Zudem stehen noch einige wichtige Fragen offen, die nun mal nicht so einfach zu beantworten sind.

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Was wird z.B. aus der erblindeten Arya Stark? Wird sie einen Weg finden, weiter mit ihren Schwert 'Nadel' Kämpfe zu bestreiten? Und wie steht es um die intrigenspinnende Königsfamilie der Lannisters? Und die allerwichtigste Frage: Ist Jon Schnee wirklich tot? George R.R. Martin ist zwar dafür bekannt, dass er viele seiner Handlungsträger in den Tod schickt, doch wird er wirklich einen der Hauptcharaktere von der Bildfläche holen?

Die Serie hält für alle etwas Interessantes bereit, ist aber leider mit einer Altersbeschränkung ab 16 versehen. (Für manche Leser hier vielleicht kein Problem, für andere aber schon…) Aber es gibt zum Glück ja noch die Romane – ohne Altersbeschränkung!

Jetzt aber zurück zu Handlung und den Personen bzw. Wesen:
In der Serie tauchen z. B. Drachen, Schattenwölfe, Waldgeister und vieles mehr auf.
Obwohl das Basiskonzept der Storyline, nämlich die Streitigkeiten der einzelnen Adelsfamilien auf den fiktiven Kontinenten Westeros und Essos um Land und um den Thron doch ganz simpel gehalten ist, verstricken sich Produzenten und Zuschauer doch in den vielen unterschiedlichen Plots und selbst der gute George selbst kommt nur mühsam hinterher. Daher sollte man sehr aufmerksam beim Lesen und Schauen sein.

Hier noch ein kurzer Einblick in die verschiedenen Adelshäuser und ihre Wappen:

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'Der Winter naht', wie die Starks so schön zu sagen pflegen, denn jede Adelsfamilie, oder auch 'Haus' genannt, hat sozusagen ein eigenes 'Motto'. Wie man am obigen Bild sieht, hat jedes Haus auch ein Symboltier. Für das Haus Baratheon ist es z. B. ein Hirsch oder einfach nur sein Geweih. Oder der Drache, der in Westeros fast genauso ausgestorben ist wie das Targaryen-Geschlecht, welches nur noch aus Daenerys Sturmtochter, Mutter der Drachen, Khaleesi (= Herrscherin) der großen Grassee (= Steppe), besteht, die ebenfalls verbissen um den Thron kämpft.

So bleibt 'Game of Thrones' auch in der 6. Staffel ein verstricktes Intrigenspiel der einzelnen Häuser und ihrer Anhänger, das sich aber unbedingt lohnt: Die Frage, wer den Thron bekommt, bleibt ungebrochen spannend!

von Anna-Lena Dahlhoff

Bildquellen:

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„Die Realität ist eine Illusion, das Universum ist ein Hologramm! Kauft euch Gold!“ – Über den Cartoon „Gravity Falls“

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Alex Hirsch veröffentlichte 2012 seine Zeichentrickserie, die von Disney Television Animation produziert wurde. Die Serie startete am 15.06.2012 und wurde 2016 mit der 2. Staffel abgeschlossen.
Zum Inhalt: Die 12- jährigen Zwillinge Dipper und Mabel Pines werden über die Sommerferien in die fiktive Kleinstadt Gravity Falls in Oregon zu ihrem Gronkle (= Großonkel) Stan geschickt, wobei Dipper bei seiner Ankunft ein seltsames Tagebuch findet, in dem allerhand seltsame Wesen beschrieben werden. Den beiden wird bald klar, dass Gravity Falls eine Stadt voller Geheimnisse ist, und sie gelangen immer wieder in verrückte Situationen. Sie schaffen es immer wieder, die Gefahren zu bewältigen, doch verstricken sie sich weiter und weiter in das Netz aus Rätseln und Geheimnissen.
In der Serie gibt es sowohl glaubwürdige Charaktere, die man sehr schnell ins Herz schließt, als auch fantastische Antagonisten, die einen immer wieder überraschen.
Zu den Protagonisten gehören:

  • Dipper Pines: Er ist der neue Besitzer des 3. Tagebuchs, worin er seit dem Fund durchgehend liest und es wie einen Schatz hütet. Er ist abenteuerlustig und neugierig, aber auch vorsichtig. Ihm gefällt das Dorf anfangs nicht, aber nach Entdeckung der vielen merkwürdigen Kreaturen, ist er drauf und dran das Geheimnis um Gravity Falls zu lüften.
  • Mabel Pines: Dippers Schwester ist das komplette Gegenteil von Dipper: überdreht, verrückt und immer gut drauf. Sie liebt Einhörner und lebt in ihrer eigenen kleinen Welt. Sie hatte viele gescheiterte Sommerromanzen, verliert aber nie an Lebenfreude.
  • Gronkle Stan: Er ist der griesgrämige Großonkel der beiden und Besitzer der „Mystery Shack“, einer Touristenfalle. Anfangs mochte er die Zwillinge nicht, doch mit der Zeit wuchsen sie ihm ans Herz.

Antagonisten wären zum Beispiel:

  • Gideon Gleeful: Er ist Stans Erzfeind und will unbedingt in den Besitz der „Mystery Shack“ kommen. Er besitzt bereits das 1.Tagebuch und benutzt das Wissen daraus, um die anderen zwei zu erlangen. Auf welche Weise auch immer.
  • Bill Cipher: Der größte Gegenspieler in der Serie ist in fast jeder Folge präsent, wenn auch nicht immer offensichtlich. Um seine Dimension mit unserer zu verbinden, geht der zweidimensionale Traumdämon oft Pakte mit Menschen ein. Er ist dreieckig, einäugig, goldgelb und trägt einen hohen schwarzen Zylinder und eine Fliege.

Die Serie wurde 2012 von Alexander „Alex“ Hirsch für den Disney Channel erfunden. Alex wurde am 18. Juni 1985 in Piedmont, Kalifornien, geboren und ist Cartoonist, Regisseur, Filmproduzent, Synchronsprecher, Art Director und Drehbuchautor. Er schenkte Gronkle Stan, Bill Cipher und weiteren Nebencharakteren seine Stimme. Zu manchen Figuren wurde er durch alte Schulfreunde inspiriert, zu anderen durch seine Familie. Seine Schwester Ariel Hirsch war seine Inspiration für Mabel.
Besonderen Spaß hat ihm das Verstecken von geheimen Infos in den Folgen gemacht, wobei er gemerkt hat, dass die Fans um einiges schlauer sind, als er dachte. Sogar in der 2. Staffel, bei der diese Codes erschwert und unauffälliger platziert wurden, hatten viele Fans diese meist schon wenige Tage danach geknackt und veröffentlicht.
Laut ihm geht es in Gravity Falls aber nicht nur um das Finden von „Eastereggs“, sondern auch viel um Freundschaft, Familie und Zusammenhalt. Ihm hat die Arbeit an der Serie viel Spaß gemacht, und es gibt vieles, das er selbst noch erkunden will.
Meiner Meinung nach ist „Willkommen in Gravity Falls“ eine der besten Serien, die ich je gesehen habe und sie hat definitiv Suchtfaktor! Die Geschichte zieht einen in ihren Bann, mit vielen glücklichen Momenten als auch emotionalen. Mit seinen liebenswerten Charakteren, die einen immer wieder zum Lachen bringen, mit denen man mitfiebert und mitfühlt, finde ich den Cartoon wirklich sehenswert. Wer zurzeit nicht weiß, was er in den Sommerferien tun könnte, empfehle ich, sich die Cartoonserie anzuschauen.
„Wir sehen uns nächsten Sommer!“

von Lukas Ziel

 

Wenn Jugendliche Bomben entschärfen müssen:
Eine Rezension über den Film „Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit“Cover


Handlung: Frühsommer 1945. Der Zweite Weltkrieg ist bereits zu Ende, und in den letzten Jahren sind mehr als 1,5 Millionen Landminen durch die deutsche Wehrmacht an der dänischen Westküste verteilt worden.

In dem dänischen Film unter der Regie von Martin Zandvliet, der 2015 unter dem Originaltitel „Under sandet“ erschienen ist, liegt es nun an den deutschen Kriegsgefangenen, die Küste von den Minen zu befreien. Dem dänischen Feldwebel Carl Rasmussen fällt dabei die Aufgabe zu, eine Gruppe von Kriegsgefangenen zu betreuen, während diese einen Strandabschnitt säubern müssen, in dem sich ca. 45000 Landminen verbergen. Was der Feldwebel, ein gnadenloser Hasser der Deutschen, allerdings noch nicht weiß, ist, dass es sich bei seiner Gruppe um 14 Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren handelt.

Zu Beginn des Filmes zeigt der Feldwebel kein Erbarmen, schlägt die Kriegsgefangenen, lässt die Jungen fast verhungern. Im Laufe des Films ändert sich diese Einstellung jedoch und der Feldwebel baut ein enges Verhältnis zu den Jungen auf. Nicht nur der Wunsch nach der Heimreise quält die Jugendlichen, jeder ihrer Tage ist geprägt von Angst. Ein Moment der Unachtsamkeit beim Entschärfen einer Mine kann sie selbst und auch ihren Gefährten das Leben kosten. Gemeinsam wollen es die Jungen schaffen, die Küste von den Minen zu befreien und heil nach Hause zurückzukehren, doch das ist eine Aufgabe, die Mut, Vertrauen und Zusammenhalt fordert.

Geschichtlicher Hintergrund: Der Film basiert auf wahren Begebenheiten, so fürchteten die Deutschen im Zweiten Weltkrieg tatsächlich eine Invasion der Alliierten und hielten die dänische Westküste für einen plausiblen Angriffspunkt. Sie ließen dort den sog. Atlantikwall aufbauen, ein Grenzsystem aus Wachanlagen, Bunkern und Landminen. Nach dem Krieg mussten diese entfernt werden, wozu knapp 2000 junge deutsche Kriegsgefangene gezwungen wurden. Insgesamt räumten sie ca. 1,4 Millionen Minen und rund 1000 junge Männer kamen um.

Meine Meinung zu dem Film:
Plot: Die Geschichte ist tiefgründig und gut umgesetzt worden. Ich habe nicht oft einen Film erlebt, in dem ein ernstes Thema so schön ausgearbeitet wurde. Allerdings gab es immer wieder Szenen, in denen sich nichts wirklich Relevantes ereignete, und auch auf den Höhenpunkt der Handlung hat man vergeblich gewartet. Dies finde ich besonders schade, jedoch lag damit der Fokus mehr auf den erlebnisreichen Szenen, was diese hervorgehoben hat und deren sorgfältige Planung und Umsetzung in den Vordergrund gerückt hat.
Dadurch, dass sich nahezu der ganze Film um die Jungen dreht, wachsen sie einem schnell ans Herz und man baut fast eine Art emotionaler Verbindung zu ihnen auf. Auch der wichtige Charakter des Feldwebels gibt der Geschichte nochmal etwas Eigenes und zeigt, dass in jedem Menschen etwas Gutes steckt. Alles in allem eine Story mit einigen kleineren Mängeln, die durch die Aufarbeitung eines so ernsten Themas allerdings wieder wettgemacht werden. ★ ★ ★ ☆ ☆

Musik: Wichtig in diesem Film ist auch die Musik von Sune Martin, die sich durch meist ruhige und sanfte Töne auszeichnet. Im Gegensatz zu der Handlung strahlt die Musik eine Ruhe aus, die ganz im Einklang mit den weiten Sandstränden Dänemarks zu sein scheint. Doch die Musik ist facettenreich: neben den ruhigen sanften Tönen ist immer ein Schleier an Melodramatik in der Musik enthalten. Für mich ist diese Musik sehr passend, denn sie unterstreicht die Handlung und ist zugleich wunderschön. ★ ★ ★ ★ ☆

Schauspielerische Leistung: Besonders positiv aufgefallen ist mir die schauspielerische Darstellung des Feldwebels durch Roland Møller. Hier schafft es der Schauspieler, einen Charakter mit vielen unterschiedlichen Gesichtern so realistisch zu verkörpern, dass er dem Zuschauer gleich ans Herz geht. Auch die 14 Jugendliche spielen ihre Rolle sehr realistisch und lassen die Geschehnisse an der Leinwand sehr real erscheinen. Besonders Louis Hofmann, der den Sebastian spielt, der sich im Laufe der Geschichte zu einer Art Anführer der Gruppe entwickelt, begeisterte in diesem Film mit einer fantastischen Darstellung, die ihm auch schon mehrere Auszeichnungen bescherte. In diesem Film haben mich die Schauspieler durch ihre großartige Leistung wirklich sehr überzeugt! ★★★★★

Fazit:
Ein durch und durch guter und wichtiger Film, bei dem man kein geschichtliches Vorwissen benötigt und der sowohl durch die spannende Handlung als auch die Musik und die Schauspieler überzeugt! ★★★★☆

Minensucher
Bilder: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/G/03/Aplus/DVD/Unter-dem-Sand_1.jpg http://www.dvd-forum.at/img/uploaded/15098_0aa3acb2099198336fd9ea62914660b4_unter-dem-sand-poster-01.jpg
von Margherita Ragucci

 

Eine vom Aussterben bedrohte Art: die Couchpotato
– Über Anstaltsfernsehen und eine Fernsehrevolution

CouchpotatoAlle lieben es, alle gucken es und alle meckern darüber? Gerade Jugendliche verneinen die Frage, ob sie denn fernsehen würden, stattdessen würden Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon prime, Maxdome, Sky und andere an immer mehr Beliebtheit gewinnen, sodass auch einige Kritiker der Meinung sind, die Zeit des Fernsehens sei abgelaufen. Stimmt das? Welche Zukunft hat es heute also überhaupt noch? 

Immer mehr Menschen erfreuen sich an der schier endlosen Anzahl an Möglichkeiten, im Internet das zu finden, was einst für viele das Fernsehen darstelle, und zwar Unterhaltung. Zu Recht oder völlig unbegründet? Klicks oder Quote? Sind Plattformen wie Youtube das Fernsehen von morgen und stirbt die „Couchpotato“ aus?
Nun, noch ist das alles hypothetisch, denn der Fernseher ist immer noch Grundausstattung in den meisten Haushalten und der durchschnittliche Fernsehkonsum der Deutschen beträgt annähernd vier Stunden täglich. Ein Großteil der Menschen hat entweder nicht die Zeit beziehungsweise den Willen oder auch nicht das technische Wissen, sich das Programm selbst zusammenzustellen, und hat gerade so viel Motivation, den on-Knopf auf der Tastatur zu drücken und sich berieseln zu lassen.
Aber ist das nicht sehr engstirnig? Denn damit tut man sich selbst doch eigentlich gar keinen Gefallen, man verpasst wegen dieses Verhaltens doch so vieles und verblödet regelrecht an dem Inhalt der heutzutage im Fernsehprogramm läuft, oder?
Einer der meistdiskutierten Punkte, wenn es um das Fernsehen versus das Internet geht, ist: Es laufe doch heutzutage sowieso nur Schwachsinn, von namenlosem Reality TV, mit dem man am Nachmittag regelrecht zugedröhnt wird, und woran man selbst nicht mal mehr mit Satire kommt, zu von amerikanischen Formaten abgekupferte Serien, dafür aber in billig. Da kann doch gar nichts Gutes dabei rauskommen, meinen die einen. Im Gegensatz zu denen, die typische in Deutschland produzierte Fernsehsendungen wie „Alarm für Cobra 11“, „Gute Zeiten schlechte Zeiten“ (mit über 6.000 Episoden?!), und den „Tatort“, nicht aufgeben wollen.
Um sich da ein genaueres Bild zu machen, sollte man beide Seiten genauer betrachten. Auf der einen Seite argumentiert man nämlich, dass sich die Sender heutzutage, seien es die privaten, seien es die öffentlich-rechtlichen, gar nichts mehr trauen. Viele würden immer noch versuchen das zu retten, was vor Jahrzehnten mal als gutes Fernsehen galt, wo eine Szene länger gedauert hat als heutzutage ein ganzes Youtube-Video. Zudem versuchen diese mit ihrem eintönigen Konzept einfach weiterzumachen und sich nicht großartig zu verändern, damit man nicht merkt, wie schlecht es dem deutschen Fernsehen eigentlich geht, gerade in Sachen Kreativität und neuen Ideen, diese würden nämlich gar nicht mehr funktionieren. Das Programm sei nicht mehr zu retten, einzig und allein das würde Quote bringen, was alt und bewährt sei, aber gerade damit stößt das Fernsehen auf immer mehr und mehr Kritik. Ein schier endloser Teufelskreis also. Außerdem seien dadurch die Inhalte unglaublich uninteressant, gerade für jüngere Generationen, es gebe regelrechte Zeitblöcke von teilweise mehreren Stunden, in denen nur Blödsinn gesendet werde, der einfach nicht zumutbar sei. Streaming-Anbieter und andere Medien hätten einen klaren Vorteil, da man sich dort das Programm einfach selbst aussuchen könne und es diesen Zwang, das zu schauen, was gerade läuft, einfach nicht gebe.
Währenddessen entstehen in anderen Ländern, wie zum Beispiel den USA, qualitativ hochwertige und geniale Fernsehformate auf Kino-Niveau wie die Serien „Game of Thrones“, „The Walking Dead“, „Breaking Bad“ usw., mit denen die deutschen Serien einfach nicht mithalten können, solange Redakteure nach dem Prinzip „Wo billig wie möglich produziert, aber so viel Einschaltquote wie es nur geht, am besten durch das Nachahmen bekannter ausländischer Serien“ produzieren.
Jedoch ist anzumerken dass die USA keineswegs besseres Fernsehen machen, es gibt dort mindestens so viel qualitativ Minderwertiges wie bei uns, jedoch unterscheidet sich ihr Programm dahingehend, dass sie erkannt haben, dass daneben auch Qualität, mit viel Aufwand und einem angemessenen Budget produziert, gesendet wird. Und von diesen Serien haben dann auch einige wirklich Weltklasse, und genau daran fehlt es unserem Fernsehen. Wir brauchen also junge kreative Köpfe und mutige Ideen, dass eben nichts vom Ausland gekauft wird, synchronisiert wird oder eben billig und unkreativ nachgemacht wird.
Auf der anderen Seite jedoch ist man der Meinung, dass das Fernsehen durchaus immer noch Lagerfeuerqualitäten besitze: Die ganze Familie versammle sich im Wohnzimmer und das ginge mit den Internetdiensten nicht. Zum anderen sei es wichtig, sich gerade heute nicht gleich zu langweilen, aber man müsse nicht immer genau das sehen was einem jetzt grade passt. Damals musste man sich ja auch irgendwie die Zeit vertreiben und heutzutage liege der Fokus nur noch auf „schneller, weiter, effizienter, erfolgreicher“.
Die Möglichkeit, Werbung zu umgehen, sich alles, was geschaut wird, perfekt zeitlich einzuteilen, trage dazu bei, ein wichtiges Attribut des Menschen, und zwar die Gelassenheit, verkümmern zu lassen. Das ist vielleicht weit hergeholt, aber bestimmt nicht ganz ohne. Darüber hinaus liege der Fokus der Kritiker des deutschen Fernsehens immer nur auf den schlechten Formaten, also ganz unten auf der „Awesome-Skala“, derweil könne man doch mal ausgezeichnete Serien „ganz oben“ publik machen, die von Fernsehpreisen nur so überhäuft werden. Aber die Kritik sei auch nicht ganz unberechtigt, so Fernsehbefürworter, jedoch habe es all diese hochwertigen Serien bei uns schon gegeben, aber ohne Erfolg: Sie hätten oftmals nur 13% der sonst durchschnittlichen Anschaltquote eines Sender erreicht. Deshalb müsse man eben Abstriche machen, denn das deutsche Fernsehen will den Mainstream erreichen und eben nicht, wie beispielsweise Youtube, für mehrere Nischen Inhalte produzieren, sodass man sich dann auf die Mitte zwischen altbewährtem und kreativem Kontext festlegen müsse.
Allgemein sei es auch so, dass die Deutschen zwar nicht unbedingt herausragend in Sachen Serien seien, dafür aber in Filmen, die auf große Resonanz stoßen würden und wie man anhand der vielen Kinobesucher auch sehen kann, sich großer Beliebtheit erfreuen.
Wie dem auch sei, es wird immer Gegner und Befürworter des klassischen Fernsehens geben, aber man kann sich sicher sein, dass es das so, wie wir es kennen, in circa zwanzig Jahren nicht mehr geben wird. Die Leute werden sich mithilfe von Online-Videotheken ihr Programm selbst zusammenstellen, und zwar nicht kompliziert und ohne Aufwand, das Fernsehen wird einen Weg finden müssen, sich dort miteinzubringen – durch Qualität und Innovation.
von Sophia Fois


Quellen:
de.statista.com (Vergleich der täglichen Fernsehdauer in Deutschland 2007 und 2015)
Taschenhirn.de (Deutsche Fernsehsendungen)
welt.de (warum wir keine deutschen Serien sehen wollen)

 


 

Zucker ist nicht vegan?! – Ein Selbstversuch

Eigentlich sollte der Artikel hier ganz anders aussehen. Geplant war ein Selbstversuch. Eine Woche vegan leben, d.h. auf alle Lebensmittel tierischen Ursprungs verzichten. Die Idee war mir spontan gekommen, als ich im Internet auf ein veganes Food-Diary, eine Art Tagebuch über das Essen einer Veganerin, gestoßen war. Da das ganze Essen dort sehr lecker aussah, und der vegane Trend gerade sowieso die Runde macht, dachte ich, ich könnte es doch auch mal versuchen. Ich muss sagen, ich freute mich sehr auf das Experiment, da ich sehr viel Wert auf Ernährung lege und auch gerne andere Ernährungsarten ausprobiere.
Der erste Morgen fing schon mal wie gewohnt mit einem Erdbeermarmeladentoast und einer Tasse schwarzem Tee an. Soweit, so super. Auch fand ich schnell einen Ersatz für den Snack in der Schule. Das Mittagessen, eine große Portion Basmati Reis mit einer veganen Soße, fand ich lecker. Beim Lernen aß ich dann anstatt etwas Süßem pures Obst und davon deutlich zu viel. Das sollte mir später zum Verhängnis werden. Nach meinem veganen Abendessen, gab es noch einmal Obst als Nachtisch.
Bis jetzt gefiel mir das vegane Leben, ich sah darin nicht den Verzicht, sondern den Zugang zu neuen Gerichten und eine vielleicht neue Sichtweise auf die Ernährung. Am Anfang hat es Spaß gemacht, vegan zu sein. Doch womit ich mir vielleicht selber Steine in den Weg gelegt habe, war, dass ich auf Ersatzprodukte verzichten wollte, wie z.B. Eiersatz, Zuckerersatz (Man mag es kaum glauben, aber Veganer essen keinen Zucker, da dieser angeblich mit Tierkohle gebleicht wird. Diese Methode ist in Deutschland allerdings verboten). Auch auf vegane Burger, veganes Chili con carne (so etwas gibt es und „Chili con carne“ heißt übrigens „Chili mit Fleisch“) oder veganen Aufschnitt wollte ich verzichten. Nur Sojamilch legte ich mir zu. Sie schmeckte zwar ein bisschen wie Milch mit Wasser gemischt, aber dennoch ganz erträglich.
Ich denke, wenn man sich auch auf solche Ersatzprodukte stützt, ist eine vegane Ernährung durchaus möglich. Zwar sind diese Produkte so gut wie alle auf Sojabasis, aber es gibt auch sojafreie Alternativen für die vegane Ernährung, wie Reis-, Mandel oder Haferdrinks.
Nach ein paar Tagen bekam ich zunehmend Übelkeit und Magenschmerzen. Schnell war mir bewusst, wieso. Es war wohl nicht sonderlich klug von mir gewesen, ganz plötzlich auf eine auf v.a. Gemüse und Obst basierende Ernährung umzuschalten und das mit meiner Fruktoseintoleranz. Das bedeutet, dass ich keinen Fruchtzucker, der z.B. in Obst oder Gemüse enthalten ist, vertrage.
Schon nach einigen Tagen musste ich wieder auf normale Ernährung zurückgreifen. Schade eigentlich. Denn es hatte mir wirklich Spaß gemacht und ich hatte viel über neue alltägliche Lebensmittel gelernt. Was mir beispielsweise neu war, ist, dass in den „Neapolitaner Waffeln“ mit Haselnusscremefülllung keine Milch enthalten ist, man in den meisten Kaugummis aber tierische Inhaltsstoffe findet!
Aber es gab noch etwas, was mir in diesen Tagen besonders aufgefallen ist: Die Menschen, die unterschiedlichen Ernährungsarten angehören, stehen anderen Formen der Ernährung sehr kritisch gegenüber. Nur weil mein ein Veganer ist, ernährt man sich nicht nur ausschließlich von Soja. Aber genauso ist man kein Mörder, wenn man Fleisch und tierische Erzeugnisse isst.
Meiner Meinung nach kommt es immer auf die Qualität der Lebensmittel an. So ist es absolut nicht schlimm, wenn man einmal in der Woche Fleisch von guter Qualität ist. Tiere, die ein gutes Leben hatten, nicht mit Antibiotika abgefüllt und nicht gemästet wurden, darf man meiner Meinung nach mit gutem Gewissen essen. Genauso ist es mit Eiern und Milch. Gegen Kuhmilch spricht theoretisch nichts, wenn man auch diese von guter Qualität wie z.B. „Demetermilch“ („Demeter“ist das strengste Biolabel) kauft.
Generell gilt aber immer noch die alte Faustregel „Leben und leben lassen“. Für jede Art der Ernährung gibt es Pro- und Contra-Argumente, und es ist auch gar nicht schlecht, neue Dinge auszuprobieren. Im Gegenteil seinen kulinarischen Horizont auszuprobieren ist super, jedoch sollte man, anders als ich, dabei seine Gesundheit nicht komplett ignorieren.

von Margherita Ragucci

 

Superfood statt Superman - Was es mit dem Boom von Chiasamen, Gojibeeren und Matcha auf sich hat

GojibeerenbildZum ersten Mal las ich von den ominösen Gojibeeren vor gut einem Jahr. Auf einer Kaugummiverpackung. „Gojibeerenaroma“ stand darauf. Für mich schmeckten die Kaugummis nicht sonderlich anders als nach gewöhnlichen Waldbeeren. Nun, knapp 365 Tage später, sind Gojibeeren nicht mehr wegzudenken. So werden die kleinen roten, aus China importierten Früchte nun auch hier in der Drogerie, im Supermarkt oder auch im Internet angeboten. Die Goji-Beeren versprechen, extrem gesund zu sein und viele wichtige Vitamine zu enthalten. Kleine Vitaminbomben also. Hoch gepriesen werden die roten Wunderfrüchte unter Food-Bloggern, die sich ihre Smoothies oder Smoothie-Bowls, eine Art Müsli-Smoothie-Gemisch zum Löffeln, nicht mehr ohne die kleinen roten Beeren vorstellen können. Reich an Vitamin B, C, und E, Antioxidantien und Aminosäuren – damit werben Supermärkte und Hersteller.
Was die meisten aber nicht wissen, ist, dass das sogenannte „Superfood“ gar nicht so gesund ist, wie es zu sein scheint. Bei einer Studie von Öko-Test fiel Superfood aller Art durch. Gesund seien die Früchte zwar, jedoch kann es passieren, dass sie von Pestiziden befallen und z.B. von Mineralölen belastet seien. So ist es auch mit den Chiasamen. Bei Chiasamen handelt es sich um aus Mexiko importierte, winzige schwarze Samen, die vielseitig verwendbar sind: im Pudding, Chiasamenbildals Topping auf Eis oder Jogurt, in Brot und Müslis. Überall wird die Wunderzutat hinzugefügt, da auch sie ähnlich wie die Gojibeeren als Wundermittel gilt. Da die Samen aufquellen, rufen sie ein Sättigungsgefühl hervor. Zudem sind sie reich an Eiweiß (16g/100g) und enthalten fünfmal so viel Calcium wie Milch. Das ist für die geringe Größe der Samen wirklich enorm. Doch genau so enorm ist der Preis. Die Samen, die man wie die roten Wunderbeeren mittlerweile in jedem Supermarkt kaufen kann, können schon mal einen stolzen Preis von 40 € pro Kilo haben. Doch für den, der nicht bereit ist, diese hohe Summe zu zahlen, gibt es heimische und deutlich günstigere Alternativen zu dem mexikanischen Superfood. Leinsamen haben eine ähnliche Wirkung wie Chiasamen, sind jedoch deutlich erschwinglicher mit durchschnittlich 5 € pro Kilogramm.
Ein weiteres bekanntes Superfood ist bestimmt auch dir schon Mal unter die Augen gekommen. Der Matchatee erobert gerade Europa. Das leuchtend grüne PulverMatcha aus Japan soll wachmachen und die Konzentration steigern. Als Smoothie, in Schokolade und auch als Tee wird er verwendet. Doch wie auch schon die Chiasamen ist auch qualitativ hochwertiger Matchatee sehr teuer. Bei einem Preis von 50 € für 30g überlegt es sich der ein oder andere vielleicht lieber, ob er nicht doch auf einen handelsüblichen grünen Tee zurückgreifen möchte, der nicht weniger vitaminreich ist als die japanische Luxusalternative.
Alles in allem lässt sich sagen, dass Superfood zwar tatsächlich sehr gesund und reich an wichtigen Inhaltsstoffen ist, man jedoch auch weniger von der Werbung gehypte, günstigere Alternativen mit ähnlicher Wirkung finden kann. Eine Abwechslung im Speiseplan, bei der man jedoch auch nicht übertreiben sollte.
Quellen:
http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=107544&bernr=04
http://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Chia-Samen-Wirklich-ein-Superfood-491003.html
http://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Matcha-Tee-Wie-gesund-er-wirklich-ist-497387.html
http://www.matcha-tee.info/

von Margherita Ragucci


 

Trends - Was sie sind und was sie mit uns machen

Fragen wie „Warum müssen nur Mädchen Makeup tragen, um gut auszusehen, und Jungs nicht?“, die zur Genüge im Internet ihre Leser finden, lassen einen kurz aufhorchen und über all die Dinge nachdenken, die uns dabei helfen zu entscheiden, wann eine Person schön beziehungsweise „in“ ist, und wann nicht. Das Phänomen nennt sich Trend, und diese kommen und gehen. Damals Tattoo- Kette und Tanktop, heute blaue Haarspitzen und löchrige Jeans – dabei fallen diese Beispiele nur in die Kategorie Fashion.
Doch sind Trends im Allgemeinen so viel mehr als das. Sie bestimmen unser Verhalten, unsere Ernährung, unsere Entscheidungen und sogar die Art und Weise, wie wir über andere Menschen denken. Kurzum, sie stellen einen fundamentalen Teil unseres Soziallebens in Frage und lassen uns über scheinbar unwichtige, vollkommen zufällige Dinge eine ganz konkrete Meinung entwickeln.
Der ein oder andere mag jetzt vielleicht dagegenhalten, er sei nicht betroffen, er sei vollkommen unvoreingenommen gegenüber all diesen Dingen, doch muss ich diese Leute enttäuschen und sagen, dass dem nicht so ist, man kann es nun mal nicht vermeiden, ob man denn will oder nicht, beeinflusst zu werden. Taylor Swift
Aber warum? Warum tun wir das alles? Wer diese Frage beantwortet haben will, den muss ich abermals vertrösten, in diesem Artikel wird es keine Antwort darauf geben. Denn infolge eines näheren Betrachtens von Trends fällt auf, wie wenig objektiv wir eigentlich sind, ohne jegliche logische Orientierung, wenn es unter anderem um Kleiderwahl, Diäten, oder den Musikgeschmack geht. Um nur ein paar Beispiele zu geben: In den 70ern waren der Hippie-Style, Schlaghose (ja, das sind diese Teile, die unten auf einmal weit werden), Herbsttöne und als Snack Apfelburger trendy, während man Künstler wie David Bowie, Kiss oder Genesis hörte. Heutzutage werden sie durch einen Casual- bzw. sportlichen Style, Röhrenjeans mit geschlitzten Knien, Pastelltönen, der Detoxdiät und unzähligen Popkünstlern wie Taylor Swift, aber auch durch Rapper wie Drake etc., ersetzt. Diese Veränderungen haben teilweise mit dem amerikanischen Einfluss, Reality TV und vielem mehr zu tun. Aber größtenteils mit reiner Willkür, oder etwa nicht? Um das ganze auszuweiten: Trends begrenzen sich nicht nur auf das Zeitalter, sondern auch auf Gebiete. Nur macht es das kein Stück besser, im Gegenteil, es scheint, als seien die Beispiele dieser Erkenntnis noch viel sinnloser und extremer: Während sich viele Menschen, sei es in Südkorea, aber auch in Teilen Amerikas und ja auch in Deutschland schlankhungern – schon seit dem 19. Jahrhundert, wo Frauen ihre Taille in sanduhrförmige Korsetts pressten – schicken Eltern in Teilen Afrikas ihre Töchter in sogenannte Fat-Camps damit diese tausende Kalorien am Tag zu sich nehmen, da die dadurch entstehenden Dehnungsstreifen auf der Haut als sehr schön empfunden werden.
ModetrendsIn unserem westlichen Kulturkreis erscheinen heutzutage geschminkte und rasierte Körper als trendy und attraktiv. In Äthiopien jedoch fügt man sich Narben zu, diese werden als besonders ästhetisch ansprechend angesehen, vergleichsweise hierzulande mit Tattoos. In Japan werden die Zähne kosmetisch ungerade gefeilt, was als äußert trendy angesehen wird. Undenkbar in Deutschland und auch in vielen anderen Teilen der Erde, wo es für Menschen ganz normal ist, zum Kieferorthopäden zu gehen, um gerade Zähne bekommen.
Wie man also sieht, sind all diese vermeintlichen Trends ganz schön widersprüchlich. Ich will damit etwas klarstellen, denn oftmals denkt man im Trubel des Alltags gar nicht daran, aber wenn es um Trends geht, dann fehlt es uns meist an Objektivität. Wir Menschen sind verrückt, unsere Vorlieben in Klamotten und all den anderen Dingen ergeben nun mal keinen Sinn. Trendy und beliebt zu sein, bezieht sich auf kompletten Zufall, in ein paar Jahren werden die nachfolgenden Generationen über uns lachen, über unsere Worte, unsere Schuhe bis hin zu unseren Fingernägeln und bemerken dabei nicht, wie sie Gefahr laufen, selbst auf die Schippe genommen zu werden. So ist es nun mal und so wird es auch immer sein, aber man darf nun mal nicht vergessen, dass man sich ab und zu seine direkte und kompromisslose Meinung zu „der Hose, die sie bei ihrem Gewicht jetzt doch nicht ernsthaft trägt,“ verkneifen sollte, um anderen Kriterien wie Charakterstärke Vorrang zu geben.

von Sophia Fois

 

Er ist wieder da.
Der Jutebeutel erobert Einkaufsstraßen, Kleiderschränke und die Modewelt 

Ökologisch, praktisch, gut. Beschriftet, bemalt, von Freunden unterschrieben, mit knalligen Motiven oder schlicht gehalten. Heutzutage gar nicht mehr wegzudenken: der Jutebeutel.Oft gefragt

Das preislich wohl günstigste Accessoire, modisch, aktuell und voll im Trend. Doch nicht erst gestern ist der Jutebeutel in der Trendwelt aufgetaucht, schon seit Jahren geistert die Überzeugung von dieser umweltbewussten Alternative zu den herkömmlichen Plastiktüten durch die Köpfe der Menschen. Doch was macht ihn so besonders?

Es ist ganz einfach: Heutzutage versucht jeder, seinen eigenen Stil auszuleben,
sich durch sein Aussehen zu definieren. In einer Welt, in der Massentextilproduktion üblich ist, ist es gar nicht mehr so einfach, sich individuell zu kleiden. Was tun? Ein Accessoire muss her! Gut kombinierbar, schlicht und knallig zugleich und personalisierbar. Der Jutebeutel scheint das perfekte Gadget zu sein.

Jutebeutel PocahontasAngefangen hat es vor einigen Jahren, als Supermärkte umweltfreundliche Taschen für den Einkauf einführten, die man an der Kasse kaufen kann. Dann kam man auf die Idee, die schlichten Stofftaschen aufzupimpen. Mit Sprüchen, Bildern und allem, was das Herz begehrt. So manch einer trägt heute sein Lebensmotto auf dem Beutel herum, beteuert seine Fanliebe zur Lieblingsband oder tobt sich künstlerisch auf der „Leinwand für unterwegs“ aus.

Jedoch nicht nur für Jugendliche und junge Erwachsene ist dieser Trend interessant, nein, sogar Modedesigner Karl Lagerfeld trägt Jutebeutel. Es scheint ein Trend zu sein, der für alle da ist. Im Gegensatz zu Markenschuhen bzw. –kleidung, Designertaschen oder bunten Haaren ist er für alle erschwinglich beziehungsweise umsetzbar. Für Modedesigner und für Schüler.

Doch man muss sich keinen fertigen Jutebeutel kaufen, um ein Statement mit sich herumzutragen. Ein unbedruckter, naturfarbener Jutebeutel aus dem Supermarkt und ein Stoffstift, den man in jedem Schreibwarenladen kaufen kann, reichen schon aus, um sich in 10 Minuten ein It-Piece selbst zu gestalten. Und praktisch und umweltfreundlich ist er auch noch.

Also, worauf wartest du?

von Margherita Ragucci

 

 

 


 

DER KUCHOSAURONARDO
Wie ich das Futur III kennenlernte, verstand, wozu es ein Bärenkatapult gibt,
und was „Poetry Slam“ wirklich ist.

Zu Beginn der Osterferien hatte ich mir vorgenommen, diese zwei freien Wochen nicht nur dazu zu nutzen, genüsslich meine Osterschokolade zu vertilgen, nein, ich hatte mir auch vorgenommen, in dieser Zeit etwas Neues kennenzulernen. Fest entschlossen in diesen Ferien ein neues Hobby für mich zu entdecken, startete ich gespannt, was ich denn für mich finden würde, in diese Zeit. Ich gebe zu, den Plan hatte ich nach spätestens zwei Tagen schon wieder in den Windungen meines Hirns verschwinden lassen. Allerspätestens an Ostern – Schokolade lässt mich doch wirklich alles vergessen…
Nach Ostern kam mich dann eine Freundin für einige Tage besuchen, und das war der Punkt, an dem mein Plan wieder an Bedeutung gewann. Meine Freundin zeigte mir nämlich etwas, wovon ich vorher zwar gehört hatte, jedoch nie wirklich eine Ahnung hatte, worum es da ging: Poetry Slam.
Entweder du hast schon mal von Poetry Slam gehört, oder du fragst dich jetzt, was um Himmels Willen das sein mag. Falls du zu letzteren Lesern gehörst, möchte ich es dir erklären: Poetry Slam ist eine Art Dichterwettstreit. Gedichte werden von mehrheitlich jungen Leuten vor einem Publikum vorgetragen. Nicht vorgelesen, nein, vorgetragen. So mag man sich mal einen „Slammer“ (so heißen die Dichter) in Aktion ansehen und schnell merkt man, dass es sich nicht um eine öde Lesung handelt. Der Dichter interpretiert dabei sein Gedicht, trägt es fast schon wie ein Schauspieler vor. Ich bin mir sicher, du denkst dir gerade etwas wie „Oh nein, die möchte mich jetzt doch nicht wirklich dazu bringen, mir Gedichte in meiner Freizeit anzuhören“, nicht wahr? Gib mir noch ein paar Minuten, um dich zu überzeugen, denn Poetry Slam ist alles andere als öde Poesie.
Der erste Slam, den ich mir auf YouTube anhörte, trägt den Titel „Ein ganz normaler Tag im Leben des unglaublichen Jan Philipp Zymny“. Ich denke, es erübrigt sich, den Namen des Slammers zu nennen. Mit unglaublicher Selbstironie erklärt Jan Phillip Zymny, wie ein „ganz normaler Tag in seinem Leben aussieht“ und „zwingt uns damit, ihn kennenzulernen“. Nach den ersten Sekunden, erkennt man sofort, dass das nichts mit seinem wirklichen Alltag zu tun hat, denn in diesem Slam wird eher der Alltag eines steinreichen, arroganten Schnösels erläutert. Denn ich wage zu bezweifeln, dass Jan Phillip Zymny wirklich „einen Bademantel aus Hummelfell“ besitzt und ebenso denke ich nicht, dass er seine Zähne wirklich durch „nachwachsende Haifischzähne hat ersetzen lassen“, seine „Kutsche aus Stammzellen von sechs schneeweißen Elefanten gezogen wird“ und er einem wildfremden Mann auf der Straße „eine Insel schenkt“ (denn er hat ja noch 23 weitere) doch „zum Pech des Mannes war es Japan“. Du siehst schon, Jan Phillip Zymny hat einen sehr ausgefallenen Humor. Mein Lieblingstext von ihm nennt sich „Awesome“ und handelt von, nun ja, Awesome. Wobei Awesome in diesem Gedicht nicht den angloamerikanischen Ausruf der Begeisterung meint, sondern eine Art Wundermedizin ist, die es einem ermöglicht, das Futur III (!) zu benutzen. Du weißt nicht was das Futur III ist? Zymny erklärt das so: „Vorgänge die in der Zukunft schon so lange abgeschlossen sind, dass sie in der Gegenwart stattfinden. Das ist wie Präsens, nur umständlich!“ Der Wundermedizin Awesome ist es übrigens auch zu verdanken, dass es den Kuchosauronardo und das Bärenkatapult gibt. Du fragst dich was das ist? Dafür musst du dir wohl das Video „Awesome“ auf YouTube ansehen!

Poetry Slam
Du findest ernstere Themen besser? Kein Problem. Poetry Slam ist so kreativ wie vielfältig. In der Szene gibt es auch viele Slammer, die kritisch über politisch und gesellschaftlich relevante Themen schreiben. In „Die Orangenlimonade mit dem extra neu entwickelten Retro-Design“ äußert sich David Friedrich über unsere Gesellschaft: Wie versucht wird, Dinge zwanghaft auf alt zu trimmen, damit sie „Vintage sind“, wie Veganer die Obst-Kiste bestellen und am Ende Ravioli aus der Dose essen, während ihre Kinder im Walddorfcollege in Kanada verweilen. Er bittet dabei seine Zuhörer eindringlich, authentisch zu sein und sich nicht zu verfälschen:
„Sei mal lieber echt und dafür ein bisschen scheiße.“
Falls du jetzt Lust bekommen hast, eine Slam live mitzuerleben, kann ich dir nur empfehlen, im „Hugendubel“ oder „diagonal“ vorbeizuschauen. Dort finden regelmäßig Slams statt. Weitere Infos findest du auf der Facebook-Seite des „Brüllaffenslams“.
von Margherita Ragucci

Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/12/Poetry_Slam_Pumpe_Roter_Saal_Kiel.jpg


 

Boards

So ziemlich jeder kennt sie und fast jeder mag sie. Hier habe ich euch einmal die wichtigsten Boardtypen zusammengestellt.

SkateboardSkateboarder in the air

Das Skateboarding ist seit ungefähr 1960 eine populäre Sportart, die heutzutage jedem ein Begriff sein dürfte.Aber für die meist jugendlichen Skater ist das viel mehr als nur eine Sportart. Sie drücken durch das Skaten ihre individuelle Persönlichkeit und Kreativität aus. Das Ziel eines jeden Skaters ist es, so viele und schwierige Tricks wie möglich zu beherrschen. Es gibt im Gegensatz zu anderen Sportarten keine richtigen Vereine oder öffentliche Wettkämpfe, aber sogenannte Contests, die meist von den Skatern selbst organisiert werden.
Das Skaten ist vor allem in den USA sehr beliebt, erlebt aber auch bei uns seit Jahrzehnten einen ungebrochenen Hype. Zu berühmten professionellen Skatern, die von ihrem Sport leben können, zählen z. B. Tony Hawk, Andy Macdonald und Jay Adams.

468px Longboard skateboard

Longboard

Viele von euch kennen dieses Board wahrscheinlich hauptsächlich von der „Longboard-Tour“, die einige YouTuber vor kurzem quer durch Deutschland gemacht haben. Anders als andere Boards bestehen die meisten Longboards aus Holz. Sie sind – wie ihr Name schon sagt – länger als andere Boards (90-150 cm lang). Wie einige von euch sicher schon bei der „Longboard-Tour“ gesehen haben, kann man auf dem Longboard weitere Strecken zurücklegen. Dies dauert aber viel länger als z.B. mit dem Fahrrad und es ist deshalb nicht für denjenigen empfehlenswert, der nicht so viel Zeit hat. Aber wenn man mal ein bisschen Zeit hat, macht es richtig Spaß, ein wenig zu „cruisen“ - so nennt man das Fahren bei den meisten Boards.

 

 

PennyboardPennyboard

Unter Pennyboard verstehen die meisten ein kleines ca. 56 cm (genau 22 inch) langes Board. Aber eigentlich stellt die Marke „Pennyboard“ auch Longboards her. Generell sind Pennyboards einfach nur vom Label „Penny Longboards produzierte Kunststoffboards. Wahrscheinlich fragt ihr euch jetzt, warum sich trotzdem so viele ein Pennyboard kaufen, obwohl die meisten Longboards doch aus besserem Material bestehen? Das hat zwei Hauptgründe: Erstens sind sie Pennyboards teilweise leichter zu lenken als Longboards, weil sie durch das Plastik eine weichere Achse haben. Zweitens sind die Pennyboards einfach viel farbenfroher, Longboards sind ja auf der Oberseite meist schwarz. Außerdem sind sicher schon viele von euch von den blinkenden Rollen fasziniert. Die habe ich bei den herkömmlichen Longboards noch nicht gesehen.

 

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 Waveboard

Anders als bei den bisher vorgestellten Boards, stellt man sich bei dem Waveboard seitlich darauf. Es besteht wie das Pennyboard auch aus Kunststoff und bei manchen Modellen sind die Standflächen mit einer Metallstange miteinander verbunden.
Das Waveboard ist von den bisher vorgestellten Boards das am besten lenkbare. Allerdings kann man sich nicht einfach darauf stellen und losfahren, sondern man muss erst einmal lernen, darauf zu stehen, was am Anfang gar nicht einfach ist, weil es nur zwei Rollen hat und man „ausbalancieren“ muss.
Anders als bei den meisten anderen Boards, holt man auch nicht Schwung, indem man einen Fuß auf den Boden stellt und sich abstößt, sondern durch Hüftbewegung und Bewegung des hinteren Fußes auf dem Board.
Einen entscheidenden Vorteil hat das aber: Wenn man herunterfällt, rollt das Board nicht weiter.

 

io hawk

Io Hawk 

Von vielen YouTubern kennt man den in Deutschland noch ziemlich neuen Io Hawk. Es ist eine Art Mini-Segway in Form eines Waveboards. Wie beim Pennyboard ist „Io Hawk“ eigentlich nur eine Marke. Allerdings gibt es dieses Bord auch noch von vielen anderen Marken. Korrekt heißt es eigentlich E-Board aber man findet es im Internet auch häufig unter Hoverboard was allerdings eigentlich eine falsche Bezeichnung ist, da so die fliegenden Boards aus dem Film „Zurück in die Zukunft“ heißen.
Ein E-Board ist wie der Segway elektrisch und kann bis zu 10 km/h fahren. Eine Akkulaufzeit hält je nach Gewicht des Fahrers und je nach Beschaffenheit der Strecke bis zu 20 km. Dieses Gerät ist mit seinen ca. 11 Kilo allerdings auch ziemlich schwer.
Obwohl mittlerweile schon viele damit fahren, ist der Io Hawk leider nicht auf deutschen Straßen zugelassen.

von Ronja Wendrich

 

 

Parlez vous Parcours? – Trendsportarten unter der Lupe

Parcours

Eine sehr bekannte Trendsportart nennt sich Parkour (oder franz.: parcours).
Parkour ist eine Sportart, bei der man versucht, Hindernisse auf einer bestimmten Route nur mit den Fähigkeiten des eigenen Körpers so schnell und geschickt wie möglich zu überwinden. Jeder bestimmt dabei seinen eigenen Weg selbst. Dazu nutzt man meist Strecken und Parkours in Städten. Man kann dabei viele Tricks lernen, z. B. den saut-de-chat (Katzensprung) oder den demi-tour (das ist eine halbe Drehung). Bewegungsfluss und -kontrolle stehen dabei im Vordergrund. Deshalb wird der Sport auch als „Kunst der effizienten Fortbewegung“ bezeichnet. Obwohl oder gerade weil es körperlich sehr anspruchsvoll ist, ist die aus Frankreich stammende Trendsportart seit einigen Jahren sehr beliebt.
Eine weitere bekannte und beliebte Trendsportart ist Bouldern. Anders als beim Klettern braucht man beim Bouldern weder Gurt noch Seil. Stattdessen liegen dicke Matten am Boden und man klettert nur ca. 3 Meter hoch. Beim Bouldern kann man das Klettern lernen, verbessern und auch richtig trainieren. Es gibt dafür auch eigene Hallen und sogar spezielle Wettkämpfe. Momentane Weltmeisterin ist die Deutsche Juliane Wurm und bei den Herren Adam Ondra aus Tschechien.
Eine noch relativ junge Sportart aus England heißt Boxing Yoga. Wie der Name schon sagt, ist es eine Mischung aus Boxen und Yoga. Dabei handelt es sich um ein hartes Workout. Allerdings verzichtet man dabei auf die Handschuhe, den Zahnschutz und den Boxring. Es findet wie beim Yoga auf der Matte statt, aber man verletzt sich dabei nicht gegenseitig. Boxing Yoga ist ein Lehrsystem für Kämpfer, um seine physische Kraft und Flexibilität zu verbessern. Man kann damit Verletzungen verhindern, die körperliche Leistung maximieren und dadurch die optimale Fitness aufrechterhalten. Die Sportart stärkt methodisch und bringt Vertrauen, fördert die Motivation und führt zu einer positiven geistigen Einstellung. Es wird kontrolliertes Atmen unterrichtet, was notwendig ist, um das Gleichgewicht zu verbessern und die Energie zu fördern. Man lernt auch, wie man intensive Anstrengungen aushält; dabei steht Konzentration im Fokus. So fordert Boxing Yoga Personen heraus, bis an ihre persönlich Grenzen und darüber hinaus zu gehen, während aber gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Übungen sicher sind und zu den eigenen Bedürfnissen passen. Geeignet ist es vor allem für diejenigen, für die Boxen noch neu ist, denn es gibt viele technische Aspekte und beinhaltet ein schwieriges Training. Leider gibt es erst wenige Kurse in Deutschland, von denen die meisten in Berlin sind. Für den, der es aber trotzdem ausprobieren möchte, gibt es einige Trainigs-DVDs zu kaufen.

Quellen:

http://boxingyoga.com/whatisboxingyoga.html
http://www.strongg.com/boxing-yoga/
https://de.wikipedia.org/wiki/Bouldern
http://www.klettern.de/besser-klettern/besser-klettern/10-tipps-besser-bouldern-in-der-kletterhalle.1110424.5.htm#1

von Ronja Wendrich


 

„Ich war schon einmal dort, und doch war die Ankunft wie Träumen“- Sarahs neues altes Leben in Tasmanien

Dove Lake from South 2008

„Es ist hier anders. Was auf jeden Fall besser ist, ist die Luft. Und das Meer sieht man von fast überall – das gibt es nur hier in Tasmanien!“
Ihre Antwort auf die Frage, wie es denn so sei, in Tasmanien, jetzt wo sie doch schon seit zwei Monaten dort lebt, kommt prompt. Nur ist es eine dumme Frage, denn man kann es sich nicht vorstellen, wie es ist, als 15-jähriges Mädchen ans andere Ende der Welt zu fliegen… und dort auch zu bleiben, und zwar für eine lange Zeit.
Sarah, meiner guten Freundin und bis letztes Jahr auch Schülerin des Reuchlin-Gymnasiums, erging es so.
„Wie manche vielleicht wissen, bin ich im September 2015 nach Tasmanien gezogen, oder besser gesagt zurückgezogen, denn ich bin schon mal dort gelebt, als ich sehr jung war- äh nein, ich meine, ich habe dort schon mal gelebt!“ Das knappe halbe Jahr Englischsprechen hat sich also schon bemerkbar gemacht.
Und das eher widerwillige Abenteuer begann damit, dass sie ins Flugzeug stieg, ein Abenteuer, von dem viele nur träumen können. Und auch für Sarah war es wie ein Traum, als sie nach insgesamt 21 Stunden Flugzeit in drei verschiedenen Flugzeugen und einem Zwischenstopp in Dubai wieder ausstieg in eine neue, gleichzeitig bekannte Welt.
„Nun ja, aber Tasmanien, ich meine, hat das nicht was mit Graf Dracula zu tun?“ – „Wie meinst du das?“ – „Na, du weißt schon…Transsilvanien, Vampire,…“- kein schlechter Scherz, sondern die Realität, denn dies war haargenau der Verlauf eines Gesprächs, als ich bei einem Bekannten erwähnte, Sarah wandere mit ihrer Familie nach Tasmanien aus. Aber kann man diese Reaktion wirklich übel nehmen? Denn wer weiß schon, was Tasmanien jetzt eigentlich wirklich ist, oder besser wo? Nun, wie sich herausstellt, ist es eine kleine, dünn besiedelte Insel südlich von Australien mit der Fläche Irlands und sehr viiieeel Wald. Insbesondere mit sehr altem Wald (2000 Jahre) und sehr hohen Bäumen (90 m).
Und das beschreibt Tasmanien auch recht gut, denn wenn Sarah von den Freizeitangeboten in Kingston, ihrer neuen Heimatsstadt, erzählt, dauert das nicht lange und endet meist in einem betrübten Seufzer: „Die meiste Zeit halte ich mich, neben meinem Zimmer, tatsächlich in der Bücherei auf, das ist einer der wenigen Orte, an denen man erstens Handyempfang und zweitens die Möglichkeit sich zu beschäftigen hat, indem man ein Buch bzw. einen Comic nach dem anderen liest. Ich könnte natürlich auch in die Stadt fahren, aber dort ist auch nicht wirklich viel geboten, wenn man nicht gerade shoppen gehen will.“
Das klingt für mich jedoch nicht weiter schlimm, wenn man bedenkt, dass es wahrscheinlich aufregend genug ist, sich erst mal im Alltag und vor allem an der neuen High-School einzuleben. Mit der Ankunft in Sarahs neuer Heimat hat sich auch in der Schule einiges geändert, denn in Australien ist das Schulsystem ein völlig anderes, sodass sie die 9. Klasse nach unserem System übersprungen hat und jetzt die 10. Klasse besucht.
wallabiesSo ein Umzug in eine fremde Umgebung ist bestimmt nicht leicht, auch musste die Familie ihre zwei Hauskatzen in gute Hände abgeben, jedoch gebe es in Tasmanien laut Sarah auch viel Tiere: „So kann man ab und an auch mal die ein oder andere Gruppe von Wallabys (eine Art klein geratene Kängurus) über den Parkplatz hüpfen sehen. Aber nur auf waldnahen Parkplätzen, was hier jedoch nun wirklich kein Problem ist.“
Außerdem gefällt ihr, wie nett die Leute dort seien, sie hätten eine ganz andere Mentalität. Damit endet unser Gespräch, es ist schon kurz vor Mitternacht nach australischer Zeit und morgen sei doch Schule, vergisst sie nicht anzumerken.
Und so leben wir in zwei verschiedenen Zeitzonen, praktisch in zwei verschiedenen Welten und werden uns wahrscheinlich erst wieder besuchen können, wenn sich ein Paralleluniversum auftut und es zulässt.

von Sophia Fois

 

 

 

 

 


 

Distance means nothing, if someone means everything to you

Internetfreunde. Ein sehr umstrittenes Thema, vor allem wenn es darum geht, seine Eltern zu überzeugen, gemeinsam zu einem Internetfreund oder einer Internetfreundin zu fahren. Als Internetfreunde bezeichnet man allgemein Freunde von sich, die man über das Internet kennengelernt hat und die meistens in größerer Entfernung wohnen. Ich persönlich habe einige Freunde, die ich durch verschiedene soziale Netzwerke kennengelernt habe und die über ganz Deutschland verteilt sind.
Internetfreunde Karte.jpgAuch eine meiner besten Freundinnen habe ich über das soziale Netzwerk „Instagram“ kennengelernt. Meine Mutter war nicht gerade begeistert davon, als ich sie letztes Jahr im Dezember besuchen wollte, was ich auch nachvollziehen kann. Internetfreundschaften haben nämlich nicht nur Vorteile; eigentlich überwiegen sogar die Nachteile. Natürlich ist es schön, dass man einfach eine Person kennenlernt, mit der man sich super versteht, denn so einen Menschen findet man nicht so leicht, dennoch ist die Entfernung schon ein schwerwiegendes Problem. Denn es ist schon blöd, wenn man einen Menschen kennenlernt, der jedoch mehrere hundert Kilometer weg wohnt, und bei dem die Chance sehr gering ist, dass man ihn irgendwann persönlich trifft. Und wie soll man die Eltern auch dazu überreden, dass man einfach mal so ein paar hundert Kilometer durch halb Deutschland fährt, um eine 'Freundin' zu treffen? Das braucht schon ziemlich viel Überredungskunst.Internetfreunde.jpg
Aber ich verspreche euch, es lohnt sich! Ich habe es damals geschafft, meine Mutter zu überzeugen, dass sie mit mir im Dezember zu meiner besten Freundin nach Hamburg fährt – eine Entfernung von über 500km! Und es hat sich sehr gelohnt, denn wir hatten eine wundervolle Zeit zusammen, und es war ein wunderschönes Gefühl, sie endlich umarmen zu können! Und nach diesem Treffen hat mir meine Mutter ebenfalls erlaubt nach München zu fahren, um eine andere Internetfreundin zu treffen, die ich zu dem Zeitpunkt schon mehr als ein Jahr kannte. Also, falls ihr auch Internetfreunde habt – gebt die Hoffnung nicht auf, sie eines Tages sehen zu können! 
Und ein Tipp noch: Wenn eure Eltern sagen, dass ihr die Person gar nicht kennt und sie vielleicht ein Psychopath sein könnte, arrangiert es so, dass eure Eltern mit den Eltern eurer Internetfreundin/eures Internetfreundes telefonieren oder skypen können. Das hilft meist schon mal. Und wenn ihr euch zusammen noch auf Regeln einigt, die ihr befolgen sollt und gemeinsam eine Zug-/Bahnverbindung aussucht – möglichst ohne Umsteigen – oder vielleicht sogar zusammen dorthin fahrt, dann klappt das schon! Seid bitte trotzdem vorsichtig und trefft euch auch erst, wenn ihr die Person gut genug kennt und euch wirklich sicher seid, wer da eigentlich am anderen Ende des Handys oder des Computers sitzt. Am besten skypet ihr vorher auch ein paar Mal mit eurer Internetfreundin oder eurem Internetfreund, damit ihr alles ausgiebig planen könnt, damit euer Treffen auch ein schönes Erlebnis wird! Viel Glück dabei!
von Tamina Obermeier

 

 

 


 

Warum heutzutage jeder zeichnet –Tipps und Tricks für Meisterzeichner

Zeichnen2„Hä? Zeichnen kann doch jeder!“ Ja, rein theoretisch kann wirklich jeder zeichnen. Wenn man jedoch irgendwann ein wirklich guter und professioneller Zeichner werden möchte, benötigt man ein paar Dinge, die nicht jeder besitzt. Es gibt Zeichner, die lieber auf Papier zeichnen, während andere lieber am Grafiktablett mit verschiedenen Programmen und 'elektronischen Pinseln' zeichnen. Vor allem wenn du auf dem Papier zeichnest, brauchst du sehr viel Übung, um gut zu werden, denn kein Meisterzeichner fällt vom Himmel. Außerdem benötigst du fürs Zeichnen natürlich auch sehr viel Geduld, denn Übung kostet Zeit und natürlich darfst du nicht gleich aufgeben, wenn es am Anfang noch nicht so gut läuft! Kleiner Tipp am Rande: Am besten fängst du immer mit einer Bleistiftskizze an, denn daran kannst du dann immer noch etwas verändern, wenn es dir nicht gefällt. Sobald du zufrieden bist, kannst du dir einen gewöhnlichen schwarzen Fineliner nehmen und die Skizze nachfahren. Als letzten Schritt nimmst du dir einfach Buntstifte und malst deine Zeichnung an.
Wenn du dann irgendwann schon ein bisschen besser geworden bist und vielleicht auch einen eigenen 'Zeichenstil' gefunden hast, solltest du langsam anfangen, Geld zu sparen und dir professionelles Zeichenequipment kaufen, denn mit hochwertigeren Stiften sehen Zeichnungen gleich viel besser aus, wie ich finde.
Zeichnen1.jpgNatürlich gibt es eine Unzahl verschiedener, sehr guter Stifte, aber was ich dir sehr empfehlen kann, sind Copic Marker. Das sind Zeichenstifte, die Filzstiften sehr ähneln, mit denen man jedoch präziser zeichnen kann und die nicht so viel Farbe auf einmal abgeben wie normale Filzstifte. Eine günstigere Alternative zu den Copic Markern wären Delta Marker, die im Gegensatz zu Copics nur 2€ statt 4 bis 6€ (es kommt ganz auf die Art des Copics an) kosten. Bei den Delta Markern gibt es zwar keine so große Auswahl wie bei den Copics, jedoch gibt es ausreichend verschiedene Farben und Farbtöne.

Ich selbst bin sehr zufrieden mit meinen Delta Markern und kann zum Beispiel mit Copics gar nicht umgehen. Schaut euch einfach mal im Internet um, da gibt es sehr viele verschiedene Alternativen zu teuren Zeichenstiften und ihr könnt den perfekten Zeichenstift finden, der zu eurem Zeichenstil passt. Falls ihr nicht unbedingt mit solchen 'Filzstiften' malen wollt, sind die Buntstifte von Faber Castell auf jeden Fall sehr empfehlenswert, da sie sehr lange halten und sie, selbst wenn du sie mal fallen lässt, nicht so schnell brechen.
Und für den Fall, dass Zeichnen auf Papier gar nichts für dich ist, kannst du es zuerst am Handy oder am PC versuchen, bevor du dir ein hochwertiges Grafiktablett kaufst. Die App „Sketchbook" für den Computer, die man sich im Internet downloaden kann, ist gut geeignet! Ich zeichne ab und zu etwas damit und finde sie echt toll, denn du kannst jede beliebige Farbe einstellen und auch verschiedene Stifte und Linienstärken verwenden. Die gleiche App gibt es auch für das Handy, da heißt sie jedoch „SketchbookX“.
Vielleicht hat ja der ein oder andere jetzt Lust, sich auch mal ans Zeichnen zu wagen, deswegen noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Gebt nicht zu schnell die Hoffnung auf, wenn es am Anfang noch nicht so gut läuft! Denn Übung macht den Meister!
von Tamina Obermeier