„Ich kann einfach einmals so sein, wie ich will: spielen und Spaß haben.“ (Magdalena)

„Im Theaterunterricht sind Disziplin und Konzentration sehr wichtig.“ (Anna)

„Theaterspielen trainiert die Muskeln und das Gedächtnis.“ (Dino)

„Nur als Klassengemeinschaft kann man es weit bringen – zusammen kann man den besten Sieg feiern.“ (Carlotta)

„Jeder konnte oft für sich sein, aber es gab trotzdem immer eine Zusammenarbeit.“ (Ida)

„Ich kann mich jetzt besser in andere Personen hineinversetzen.“ (Anna)

„Man lernt, wie man sich auch ohne Worte, also nur mit Mimik audrücken kann.“ (Marie)

 

 

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Was genau ist eine Theaterklasse?  

Das Reuchlin-Gymnasium ist das erste Gymnasium Ingolstadts, das für die Jahrgangsstufen 5 und 6 das Modell der Theaterklasse eingerichtet hat.
In einer Theaterklasse erhalten die Schülerinnen und Schüler jede Woche – im Klassenverband, was uns ganz besonders wichtig ist – eine Doppelstunde im Fach Theater, wobei nur eine Stunde zum üblichen Pflichtunterricht hinzukommt. Die zweite Stunde stammt im Augenblick aus dem Deutschunterricht, weil das im Fach Theater Erarbeitete und Gelernte nicht nur viele Aspekte des Lehrplans Deutsch abdeckt, sondern vielfach weit darüber hinausgeht.
Diese Doppelstunde Theater liegt an einem Wochentag auf der 6. und 7. Stunde, sodass der Unterricht für die Kinder dann also um 13.50 Uhr endet.

Gibt es in einer Theaterklasse Prüfungen und Hausaufgaben?

Theater gehört bei einer eingerichteten Theaterklasse zum Pflichtunterricht. Folglich werden auch die Entwicklungen und Leistungen der Kinder genau beobachtet und bewertet. Ent- scheidend ist aber, dass keine zusätzlichen mündlichen oder schriftlichen Prüfungen sowie Hausaufgaben anfallen, denn im Zentrum soll ja der Spaß am Theaterspielen stehen, die Begegnung mit Körper, Raum und Zeit.
Deshalb werden im Theaterunterricht keine Noten im üblichen Sinne vergeben, sondern jedes Kind erhält am Ende des Schuljahres im Zeugnis eine zusätzliche Bemerkung, die seine Teilnahme an der Theaterklasse bestätigt und sein besonderes Engagement würdigt.

Was bringt meinem Kind der Besuch einer Theaterklasse?

Unter pädagogischen Gesichtspunkten spielt das Fach Theater gerade in der 5. Klasse, beim Wechsel von der Grundschule auf das Gymnasium, eine ganz entscheidende Rolle: Es fördert die Entwicklung eines gesunden Klimas in der sich neu bildenden Klasse und dient dem Aufbau einer solidarischen, starken, fröhlichen Gruppe. Die gemeinsame Arbeit an einem Theater- projekt stärkt gleichermaßen die Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen wie auch das Bewusstsein für die Klassengemeinschaft.
Das Theaterspiel fordert und fördert Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit und Verant-wortungsbewusstsein, Selbstvertrauen und Kreativität, Konzentrationsfähigkeit und Leistungs-bereitschaft, Urteilsvermögen und Kritikfähigkeit.
Am wichtigsten aber ist zweifelsohne die Möglichkeit, durch und im Theater Fremdem nicht nur begegnen, sondern es ausprobieren zu können, in Rollen schlüpfen und – im Schutzraum des Spiels – handeln zu dürfen. In keinem anderen Fach finden solche unmittelbaren, unerwarteten Begegnungen mit sich selbst und der Welt statt – immer verbunden mit der Chance, sich von dem dabei Ausprobierten etwas für immer „anzuverwandeln“.

Wie geht es für die Theaterkinder nach der 6. Klasse weiter?

Wer nach zwei Jahren in der Theaterklasse weiter in diese Richtung aktiv sein möchte, kann in der Jahrgangsstufe 7 einen der Wahlkurse mit entsprechendem Schwerpunkt belegen. Im Schuljahr 2014/15 wird Silke Richter  zum Beispiel Grundlagen der Choreographie vermitteln, während Angelika Wulf in die Gebiete Kostüm und Bühnenraum einführt.
Denkbar ist auch die (zusätzliche) Mitwirkung in einem der Spielclubs am Stadttheater Ingolstadt, welche in jeder Spielzeit dort in der Sparte Junges Theater angeboten werden. Zwischen dem Reuchlin-Gymnasium und dem Stadttheater besteht eine enge Kooperation. Am 9. Oktober 2014 findet um 17 Uhr das jährliche Kick-Off-Treffen im Kleinen Haus statt. Hier kann man sich informieren, wo und wie man sich in der neuen Spielzeit am Stadttheater einbringen kann.
Theaterbegeisterte Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe besuchen den entsprechenden zweistündigen Wahlkurs bei Erika Ruda.  Und in der Qualifikationsphase (Q 11 und/oder Q 12) kann man das Fach „Theater und Film“ als Wahlprofilfach belegen. Für die dabei erbrachten theoretischen wie vor allem praktischen Leistungen erhält man, wie in allen anderen Fächern der Oberstufe auch, Notenpunkte, welche in die Abiturnote einfließen können. Ebenfalls gibt es in unserem Angebot der W- und P-Seminare in jedem Schuljahr Themen aus den Bereichen Theater und Film.

Wie melde ich mein Kind für die Theaterklasse an?

Wie melde ich mein Kind für die Theaterklasse an?
Die Anmeldung für eine Theaterklasse erfolgt bei der Schuleinschreibung. Sie können sich dort an entsprechender Stelle mit einem Kreuz für die Theaterklasse entscheiden. Diese Anmeldung ist dann für die Jahrgangsstufen 5 und 6 verbindlich.
An unserem Tag der offenen Tür haben Sie und vor allem Ihre Kinder die Möglichkeit, unsere Theaterklassen und einige grundlegende Übungen kennenzulernen sowie selbst praktisch auszuprobieren: In der Pausenhalle laden die Theaterkinder der fünften und sechsten Klasse zum Mitmachen ein – und wer mag, kann sich hier auch schminken lassen.
Hier erhalten Sie auch unseren Flyer und Antworten auf all Ihre Fragen rund um die Theaterarbeit.

                                                                                        Christian Albert, Theaterlehrer (6.III.2015)