„Man braucht nur einmal auf der Bühne zu stehen,
 dann ist es schwer, in den Saal zurückzukehren,
dazusitzen und anderen beim Spiel zuzusehen.“  
 Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg (1891–1967)

 

Das Fach Theater am Reuchlin-Gymnasium         Adobe PDF icon


Jahrgangsstufen 5 und 6: Theaterklassen

Das Interesse an unserem Modell der Theaterklasse ist ungebrochen: Auch im Schuljahr 2014/15 wird die Klasse 5b eine reine Theaterklasse sein. Schon heute freuen wir uns sehr auf die neuen, jungen Schauspielerinnen und Schauspieler!
Für die 22 Schülerinnen und Schüler der zukünftigen Klasse 6b und die Theaterkinder der zukünftigen Klasse 6a beginnt im September hingegen bereits ihr zweites Theaterjahr am Reuchlin-Gymnasium.
Mit der umjubelten Aufführung ihrer Produktion „König Midas“ bei den 58. Theatertagen der bayerischen Gymnasien in Münsterschwarzach im Juli 2014 konnte hingegen die allererste Theaterklasse an unserer Schule (und in Ingolstadt überhaupt) ihre erfolgreichen zwei Jahre Theaterarbeit krönen und feiern.

Jahrgangsstufen 7 und 8: Wahlkurse

Diese Theaterkinder haben im neuen Schuljahr dann auch sozusagen den „Vortritt“, wenn es um die Belegung erstmals angebotener Wahlkurse mit theatralem Schwerpunkt geht: So wird es zum Beispiel bei Silke Richter den Kurs „Choreographie“, bei Angelika Wulf den Kurs „Kostüm und Bühnenraum“ geben.
Für die Jahrgangsstufe 8 ist ab dem Schuljahr 2015/16 Entsprechendes geplant.


Jahrgangsstufen 9 und 10: Wahlfach Theater

Am Ende der Mittelstufe bietet Erika Ruda Theater als Wahlfach an – mit einer Doppelstunde pro Woche. Hier besteht auch für Schülerinnen und Schüler, die bisher noch keinen Theaterunterricht hatten, sich aber für dieses Fach inzwischen interessieren, die Möglichkeit, die Bretter der Bühne zu betreten.


Qualifikationsphase (Q 11 und 12):

Wahlprofilfach „Theater und Film“ – W- und P-Seminare

Für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe gibt es das Fach „Theater und Film“ im Wahlprofilfachangebot der Schule. Erweitert wird diese Doppelstunde durch die Möglichkeit, ein W- und/oder P-Seminar zu belegen, das, angebunden an das Leitfach Deutsch, Theater und Film ins Zentrum rückt. Das Medium Film wird dabei zum einen auf der rezeptiven Ebene eingebunden – in regelmäßigen Kinobesuchen sehen und reflektieren die Jugendlichen herausragende Inszenierungen bzw. Dokumentationen über Künstler und theatrale Formen v. a. der Gegenwart; zum anderen werden in den Seminaren selbst Drehbücher geschrieben und (Kurz-)Filme gedreht, sodass sich neben den Grundlagen im Schauspiel und kreativen Schreiben auch solche in der technischen Realisierung eines Films erlernen lassen.
Die beiden P-Seminare mit ihren Schwerpunkten Raum/Performance und (Stumm-)Film (Leitung: Christian Albert und Erika Ruda) setzen ihre Arbeit im Schuljahr 2014/15 fort. Ihr Schwerpunkt wird dabei die Fertigstellung ihres Stummfilms sein, eine moderne Umsetzung des Oscar-Wilde-Klassikers „The Ghost of Canterville“.
Im September hingegen beginnen wird jenes von Erika Ruda angebotene W-Seminar (Q 11), in dem eine moderne Fassung von Johann Wolfgang Goethes „Faust I“ entstehen soll. Diese wollen die verschiedenen Theatergruppen des Reuchlin-Gymnasiums dann 2016 auf die Bühne bringen.


Kooperationsvertrag mit dem Stadttheater Ingolstadt

Das Reuchlin-Gymnasium ist seit September 2012 einer jener zehn festen Schulpartner, die mit dem Stadttheater Ingolstadt einen Kooperationsvertrag geschlossen haben.
Auch im zurückliegenden Schuljahr 2013/14 nutzten wir wieder die vielfältigen Möglichkeiten der Zusammenarbeit – so hat zum Beispiel die Theaterklasse K 5 den Produktionsprozess zu „Don Quijote“ als Patenklasse begleitet.
Der Kern des Kooperationsvertrages besteht allerdings darin, dass in jedem Schuljahr alle Schülerinnen und Schüler mindestens eine – vor- und nachbereitete – Inszenierung im Stadttheater besuchen und dabei, über die Jahre hinweg, die Bandbreite der theatralischen Genres in unterschiedlichen Spielstätten kennenlernen. Der mit dem Alter wachsende Anspruch der Aufführungen hat zur Folge, dass das Medium Theater als solches allen Jugendlichen vertraut wird und sich eine Sehgewohnheit bzw. eine „Kunst des Zuschauens“ auch bei denen etabliert, die selbst nicht aktiv Theater spielen.
Für die abgelaufene Spielzeit 2013/14 hatten wir uns dafür folgende Inszenierungen ausgesucht:

    K 5: Aladin und die Wunderlampe – Die Reise zum Mittelpunkt der Erde
    K 6: Don Quijote  
    K 7: Peter Pan (in englischer Sprache)
    K 8: Ich Taugenichts
    K 9: Tschick
    K 10: Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuertaufe − Hass
    Q 11: Ich Taugenichts
    Q 12: nach freier Wahl der Deutschkurse

Christian Albert, Theaterlehrer (6.IX.2014)